USA Rundreisen

Tipps für die Reise quer durch Amerika

USA Rundreisen
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Das größte Problem bei einer Reise in die USA ist wohl die Auswahl des Reiseziel bzw. der Reiseregion. Aufgrund der Größe des Landes bieten sich natürlich Rundreisen durch die USA an.

Die USA sind relativ weit entfernt von Europa, also sollte man 3-4 Wochen Urlaub nehmen, damit sich der Flug lohnt und dann möglichst viel ansteuern. Das macht man am besten mit einem Wohnmobil oder Bed & Breakfast Unterkünften (mit dem Mietwagen), die man entweder spontan oder in gefragten Regionen bzw. zu begehrten Reisezeiten (z.B. beim Indian Summer/Fall foliage in Neuengland) besser im Voraus bucht. Für solche Zwecke bietet sich eine Kreditkarte an, welche das wichtigste Zahlungsmittel in den USA ist.

Mit dem Mietwagen das Land zu erkunden macht Spaß, denn die US-Amerikaner fahren in der Regel sehr gemütlich und rücksichtsvoll. Die Fahrten durch nahezu menschenleere Gebiete können allerdings auch anstrengend sein, da die Tempolimits auch hier gelten.

Boston Skyline
Boston hat alles – Skyline, historischer Freedom Trail und Meer

Dann muss man sich natürlich überlegen, welchen Teil und welche Region/Stadt einen am meisten interessiert. Die Landschaften, Regionen und Metropolen sind so unterschiedlich wie das Klima und die Mentalität der Menschen. Wer sich für die geschäftige Metropole New York City mit dem Finanzzentrum Manhattan, der Skyline, der Freiheitsstatue, dem Empire State Building und das Guggenheim Museum interessiert, der sollte versuchen New York mit dem umliegenden New York State, New Jersey oder Neuengland zu kombinieren.

Rund durch die USA

Auch eine Fahrt in Form einer Rundreise an die Niagarafälle, die Großen Seen und Kanada (zum Beispiel nach Toronto) bietet sich an. Neuengland ist besonders im Herbst zur Zeit des Indian Summers eine Reise wert. Die größte Stadt Neuenglands Boston (mit dem historischen Freedom Trail, dem Old State House und dem Museum of Science) ist genauso einen Besuch wert, wie der Acadia-Nationalpark im Bundesstaat Maine. Besonders hübsch sind auch die überdachten Brücken (Covered Bridges) im Vermont, sowie die dortigen kleinen Dörfer, die in der rot-gelben Laubfärbung des Herbstes ein wundervolles Stück Amerika zeigen.

Niagara Fälle
Der Blick auf die Niagara Fälle ist atemberaubend.

Natürlich locken auch zahlreiche Wälder und Seen (Lake Champlain) in dieser Region zum Urlaub machen ein. Historisch interessierte Reisende können auch eine Rundreise durch Pennsylvania machen. Hier trifft man noch viele deutschstämmige Mennoniten und Amish, die bis heute einen deutschen Dialekt (Pennsylvania Dutch oder Pennsylvania German) sprechen und noch mit Kutschen fahren und moderne Technik ablehnen. Pennsylvania ist bis heute einer der US-Bundesstaaten, wo man den höchsten Anteil deutschstämmiger Amerikaner vorfindet. Besonders deutlich wird dies auch im Lancaster County.

Die größte Stadt und frühere Hauptstadt der USA (von 1790 – 1800) Philadelphia lockt ebenfalls mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie der Liberty Bell, der Independence Hall und dem Philadelphia Museum of Art. Pittsburgh hatte es nach dem Niedergang der Stahlindustrie nicht leicht, hat sich heute aber zu einer blühenden Metropole mit neuen Ideen gewandelt. Wer Eishockey mag, der sollte ein Spiel der Philadelphia Flyers besuchen und die einzigartige Stimmung in der NHL erleben.

Hier kann man die Carnegie Museen oder das Andy Warhol Museum besuchen. Washington D.C. ist die heutige Hauptstadt der USA, hier befindet sich das Kapitol, der Kongress und natürlich das Weiße Haus, als Amtssitz des US-Präsidenten. Hier findet man auch das Jefferson Memorial, den Nationalfriedhof Arlington, die National Mall sowie zahlreiche sehenswerte Museen (wie etwa das National Museum of the American Indian).

Die Lebensart des Südens entdecken

Von hier aus ist man schnell in den Südstaaten, die auf einer Rundreise eine ganz eigene Mentalität, Rhythmus und Lebensart zeigen. Florida wird von vielen Urlauber aus Deutschland besucht, nicht nur wegen der schönen Strände, sondern auch wegen der Everglades (Sumpflandschaft), Key West (hier lebte einst Ernest Hemmingway), Cape Canaveral (mit Kennedy Space Center) und Miami (spanisch-karibisch geprägte Metropole).

Auch die anderen Südstaaten sind natürlich eine Reise wert. Besonders bekannt sind Savannah (Georgia) mit seiner schönen Altstadt sowie Charleston (South Carolina) mit vielen historischen Häusern und dem Charleston Museum. Wer den Süden bereist und dabei die Bundesstaaten Alabama, Mississippi, Georgia und Louisiana kennen lernt, wird eine ganz andere Welt erkennen.

Houston (Metropole mit Skyline und bekannt durch die Ölförderung in Texas) und Dallas (konservative Stadt mit Arts Center und dem 281 m hohen Bank of America Plaza) sind die ebenso texanische Seiten wie die liberale Studenten- und Musikstadt Austin. Wer dagegen Countrymusic liebt, der muss nach Nashville in Tennessee. Blues und Soul sowie Rock ´n Roll findet man in Memphis, wo auch einst Elvis Presley lebte.

Die Mitte und der Westen der USA

Wer die Mitte der USA kennen lernen möchte, der sollte der Route 66 folgen. Sie startet in Chicago (in Illinois mit Adler-Planetarium, Astronomie Museum und dem Museum of Contemporary Art), an den Großen Seen und führt durch Städte wie St. Louis (in Missouri mit St. Louis Art Museum und den Missouri Botanical Garden sowie dem ehemaligen Bahnhof dem St. Louis Union Station), Amarillo (in Texas mit der bekannten Cadillac Ranch), Santa Fe (bekannte Künstlerstadt in New Mexico mit etlichen Galerien und Häusern im Adobe-Stil), Flagstaff (Wintersport) bis nach Los Angeles (in Kalifornien mit Hollywood Walk of Fame, Disneyland, Chinatown und vielen Museen und Stränden) bzw. Santa Monica (mit dem Santa Monica Pier und dem Pacific Park).

Kalifornien, der Golden State hat ein angenehmes Klima und ist nicht ohne Grund der Traum vieler Menschen weltweit. Hier am Pazifik kann man das Meer, die Sonnen und das besondere Flair der Städte genießen. San Francisco lockt mit seiner bekannten Golden Gate Bridge, dem hügeligen Antlitz und den vielen viktorianischen Häusern (Painted Ladies) und seine Straßenbahn (Cable Car). Die vielen Parks der Stadt, Chinatown und viele andere Sehenswürdigkeiten machen die Stadt attraktiv.

Viktorianische Häuser in San Francisco
Viktorianische Häuser in San Francisco

Im Hafen findet man Fishermen´s Wharf mit Bars und Restaurants, sowie Fischverkauf. Die Atmosphäre ist etwas italienisch-spanisch. Neben dem Rummel auf Pier 39 kann man dort auch die Seelöwen besuchen. Auf der Insel Alcatraz war einst ein berüchtigtes Gefängnis, dass heute als Museum dient und besucht werden kann. Viele Serien und Filme wurden hier gedreht, nicht nur „Die Straßen von San Francisco“ und „Charmed – Zauberhafte Hexen“.

Natürlich bieten sich auch Ausflüge an in den Yosemite-Nationalpark, ins Death Valley (zwischen Kalifornien und Nevada mit extrem hohen Temperaturen), oder den Redwood-Nationalpark. Zahlreiche State Parks findet man auch im Küstenstreifen von Big Sur, einem besonders schönen Teil der kalifornischen Pazifikküste. Natürlich kann man sich auch ins Landesinnere bewegen und die Spielmetropole in der Wüste, Las Vegas (Nevada) oder den Yellowstone-Nationalpark (mit dampfenden Seen, Geysiren und Bisons) besuchen.

Von dort aus kann man auch den Bundesstaat Montana entdecken mit seinen endlosen Weiten und Cowboylandschaften. Sehenswert ist auch der Glacier-Nationalpark und Geisterstädte wie Nevada City. Einer der unbekannteren Bundesstaaten ist Idaho. Dabei bieten die Gebirgslandschaften und Flüsse eine interessante und meist unberührte Seite der USA. Sehenswert ist auch die Hauptstadt Boise, die für ihre vielen Erholungsmöglichkeiten entlang des Flussufers bekannt ist. Kletterfreunde werden im Rock Climbing Center auf ihre Kosten kommen.

Sehr interessant ist auch ein Abstecher zum Mount Rushmore National Monument in South Dakota, wo man die bekannten in Stein gehauenen Portraitköpfe der vier US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln besichtigen kann. Die Portraits sind jeweils 18 m hoch und daneben kann man berühmte Reden und Zitate der Präsidenten lesen, sowie das dazugehörige Museum besuchen.

Auch Colorado ist bei Urlaubern bekannt, nicht nur wegen dem bekannten Wintersportort Aspen, wo auch zahlreiche internationale Wettkämpfe im Alpinen Skisport stattfinden. Die Stadt gilt als die Reichste in den USA und als eine der reichsten Städte der Erde. Immobilien sind hier für Durchschnittsbürger kaum erschwinglich. Denver, die Hauptstadt von Colorado wird ebenfalls gerne besucht. Hier kann man das Denver Art Museum oder das älteste Hotel der Stadt (Brown Palace Hotel) besuchen. Im Colorado History Museum erfährt man mehr über die Geschichte des Bundesstaates.

Auch Portland in Oregon ist eine Reise wert. Sehenswert sind hier nicht nur das Portland Art Museum, sondern auch das Oregon Museum of Science and Industry sowie der Shanghai-Tunnel, die International Rose Test Garden, das Oregon History Center und das World Forestry Center. Die Stadt ist auch bekannt für ihre Alternative- und Independentmusikszene. Die Portlander gelten daneben als umweltbewusst und engagiert.

Das als regnerisch verrufene aber landschaftlich reizvoll gelegene Seattle gilt als Kaffeehauptstadt der USA. Überall gibt es Coffeeshops, sehenswert ist auch Seattle Art Museum und das Seattle Asian Art Museum sowie das Seattle Aquarium und der Woodland Park Zoo.

Alaska und Hawaii bereisen

Wenn man Kanada Richtung Norden durchquert kommt man über Vancouver und viel Wildnis nach Alaska. Der US-Bundesstaat Alaska bietet reichlich Natur mit endlosen Wäldern, Seen und Tundra. Die Winter sind hier schneereich und dunkel, die Sommernächte hell und lang. Neben dem Denali-Nationalpark gibt es auch noch sieben weitere Nationalparks, die die Landschaft mit Fauna und Flora schützen. Erst seit 1867 ist Alaska durch Zukauf ein Teil der USA (vorher gehörte es zu Russland), seit 1959 ein Bundesstaat.

Die Hauptstadt Juneau hat einen eigenen Flughafen und eignet sich als Startpunkt für Wanderungen. In Juneau befindet sich auch das interessante Alaska State Museum. Die größte Stadt ist allerdings Anchorage, wo sich die University of Alaska und die Alaska Pacific University befinden, sowie das Alaska Native Heritage Center, wo man mehr über die Geschichte der Ureinwohner des Bundesstaates erfährt, die heute noch ca. 15 % der Bevölkerung ausmachen.

Die gesamte Pazifikküste der USA ist erdbebengefährdet. In Anchorage wurde beim Karfreitagsbeben am 27. März 1964 die höchste seismische Aktivität des Landes gemessen. Klimatisch angenehmer allerdings auch erdbebengefährdet ist Hawaii. Viele Rundreisen bieten Hawaii in Kombination mit San Francisco oder Los Angeles und Kalifornien an.

Hawaii eignet sich aber auch für eine eigene Rundreise, wobei ein drei Tages-Stopp in San Francisco (oder auch Seattle und Vancouver) die Flugreise angenehmer macht. Hawaii wurde ebenfalls 1959 ein Bundesstaat der USA. Die Hauptstadt Honolulu ist in vielen Bereichen eine „normale“ Großstadt der USA. Nur mit tropischem Klima, entspannter Lebensart und dem berühmten Waikikibeach.

Hier findet man amerikanische, aber besonders auch japanische, asiatische und polynesische Elemente. Egal ob bei den Bewohnern, dem Essen oder der Kultur – alles ist eine Mischung. Die Hotelburgen von Waikiki lässt man am besten schnell hinter sich und erkundet die Insel Oahu mit dem Mietwagen oder dem Bus. Sehenswert ist die Nordküste, die vielen Surferstrände, der Byodo-In Tempel und das Polynesian Cultural Center, wo mehrere Inselreiche Polynesiens in einem von Mormonen unterhaltenen Freilichtmuseum vorgestellt werden.

Die kleinere Insel Kauai ist besonders bekannt für ihre wunderschöne Napalicoast, die zu Wanderungen einlädt. Auch zum Baden und Schnorcheln oder einfach nur Relaxen ist Kauai geeignet, das schon in zahlreiche Spielfilme als Hollywoodkulisse (Jurassic Park, Sechs Tage Sieben Nächte) fungierte.

Besonders beliebt auch für Hochzeitsreisen ist Maui. Die Insel bietet herrliche Regenwälder und Wasserfälle, Strände und Wandermöglichkeiten mit einmaligen Sonnenaufgängen am Vulkan Haleakala. Auf der Big Island, der größten Insel Hawaiis sollte man unbedingt den Hawaii-Volcanoes-Nationalpark besuchen, sehr beliebt sind auch Hubschrauberrundflüge über die Insel, die eine interessante Mischung aus Tropenwelt, Wasserfällen und Vulkanismus zeigen.

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