Painted Ladies (San Francisco)

Die Painted Ladies - bunte Häuser im viktorianischen Stil

Painted Ladies in San Francisco
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Was hat San Francisco mit New Orleans gemeinsam? Die Painted Ladies! Wenn Du das etwas andere Amerika auf Deiner Reise durch die „Neue Welt“ erleben möchtest, dann solltest Du Dich in San Francisco zum Alamo Square begeben. Dort kannst Du eine Hauszeile bewundern, die – ähnlich denen in New Orleans – mit ihrem viktorianischen Design zu einer Postkarten-Idylle dieser Stadt wurde und die die Menschen dieser Stadt liebevoll „The Painted Ladies“ nennen.

Bilder der Painted Ladies in der Galerie

Painted Ladies San Francisco: Bunte Holzhäuser an der Steiner Street

Farbenfroh sind sie – diese Häuser an der Steiner Street. Sie bilden eine architektonische Oase in einer Stadt, die mit ihren Gebäuden fast überall hoch hinaus will. Sie entstanden in den sechsziger Jahren des 19. Jahrhunderts und sind an jedem Kiosk zu finden, in denen in San Francisco die schönsten Motive der Pazifik-Metropole als Postkarte angeboten werden. Zwei Autoren setzten mit ihren Schriften den Holzhäusern in San Francisco ein Denkmal für die Ewigkeit: Elizabeth Pomada und Michael Larsen. Sie nannten ihren Bestseller „Painted Ladies“. Dabei war dies ein eher anrüchiger Begriff, denn im 19. Jahrhundert bezeichnete man so die Prostituierten, die sich fast ausnahmslos besonders auffallend schminkten. Doch die viktorianische Häuserzeile in San Francisco wurde von nun an so und nicht anders bezeichnet.

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Gebäude-Luxus im Queen-Anne-Stil

In den Jahren des Goldrauschs setzte in San Francisco ein bis dahin nicht gekannter Bauboom ein. Und jeder, der sich diesen außerordentlichen Luxus leisten konnte, ließ sich ein Haus bauen, das dem viktorianischen Zeitgeist entsprach. Es war die Epoche, in der die Stadt am Pazifik binnen eines Jahres von 8000 auf 25.000 Einwohner anwuchs. Der sogenannte Queen-Anne-Stil war eine Mixtura aus britischen und amerikanischen Architektur-Elementen. Darin versteckte sich in den Vereinigten Staaten auch so etwas wie eine geheime Zuneigung zu Formen der Renaissance und zu einer wenn auch unterschwelligen Bindung an England.

Die Häuser, die in San Francisco im Queen-Anne-Stil entstanden, waren noch nicht farbig sondern deren Fassaden wurde lediglich mit Kreide bestrichen. Die meisten dieser Villen überstanden das verheerende Erdbeben von 1906 nicht, doch die „sechs Schwestern“ am Alamo Square wurden restauriert und präsentieren sich heute als außerordentliche Idylle der großen Stadt.

Ein neuer Look in blau und grün

Die sympathischen „Painted Ladies“ sind Zeugnisse aus der „guten alten Zeit“ von San Francisco. Sie sind Kleinode zwischen den Wolkenkratzern. Im Jahr 1963 büßten die viktorianischen Häuser ihre weißen Kleider ein und präsentierten sich fortan in lebensbejahenden bunten Farben. Verantwortlich für diese fröhliche Fassaden-Veränderung war der begabte Kolorist und Künstler Butch Kardum, der es verstand, blau und grün so zu mischen, das die Häuser am Alamo Square von nun an in freundlichen Farben erstrahlten. Obwohl es hier und da auch Kritiken gab, gewann die Koloristen-Bewegung, die von den „Painted Ladies“ ausging, in den USA viele Sympathisanten. Die neue Populär-Kultur aus San Francisco fand ihren Niederschlag in Fernseh-Shows und Filmen.

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Architektur getreu dem Queen-Anne-Stil

Die äußeren Merkmale der „Sieben Schwestern“ am Alamo Square lehnen sich streng an den besagten Queen-Anne-Stil an. Typisch ist dabei die asymmetrische Fassade und der nach vorn gerichtete Giebel. Außerdem dominieren jeweils ein Eckturm sowie steile Treppen. Eine kleine Veranda wird durch den Eingangsbereich überdacht. Klassische Säulen, Balustraden und Erkerfenster mit Glasmalereien sind weitere Merkmale der „Painted Ladies“ im Stadtteil Haight Ashbury. Die Häuserzeile vermittelt aber auch das Ambiente des europäischen Bohème-Stils. Dazu passen in der unmittelbaren Nachbarschaft des Square Parks die Cafés, Modegeschäfte und Restaurants. Dies ist der geschichtsträchtigste Teil von San Francisco.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist das Besondere an den Painted Ladies San Francisco?

Die für amerikanische Verhältnisse ungewöhnliche Architektur. Die Painted Ladies sind die Erinnerung an den viktorianischen Stil.

Sind die Painted Ladies bewohnt?

Die Bewohner der Painted Ladies sind es inzwischen gewohnt, dass sie fotografiert werden, wenn sie aus den Fenstern ihrer Häuser schauen. Alle Gebäude sind bewohnt.

In welcher Straße befinden sich die Painted Ladies?

Die Häuserfront liegt im Carrè von Fulton-, Hayes-, Scott- und Steiner-Street in unmittelbarer Nachbarschaft der Alamo Square.

Wie viel kostet eines der Painted Ladies?

Eines der viktorianischen Häuser wurde zuletzt für einen Kaufpreis von etwas weniger als vier Millionen Dollar angeboten. Vor 35 Jahren hatte es der Besitzer für 65.000 Dollar erworben.

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