Einwohner der USA

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Die USA sind ein klassisches Einwanderungsland. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung des Landes sich aus unterschiedlichen Völkern zusammensetzt und aus unterschiedlichen Regionen der Erde eingewandert ist.

Eine häufige Frage ist: Wie viele Einwohner hat die USA? Das lässt sich leicht beantworten: 2018 hat die USA ca. 328 Millionen Einwohner. Andere Fragen sind nicht so einfach zu beantworten. In diesem Beitrag wollen wir über die Einwohner der USA aufklären.

Als das bekannteste und klassische Einwanderungsland dieser Erde leben heute auf ca. 9,629 Mio. qkm Fläche ungefähr 314 Millionen US-Amerikaner. Sie bilden ein Volk, dass ausgesprochen heterogen ist und trotzdem viele typische Gemeinsamkeiten aufweist.

Auch heute noch ist die Herkunft in vielen Bereichen des Lebens entscheidend. Sie entscheidet leider immer noch über die Bildungschancen, Lebenserwartung, Rechtssprechung und Bezahlung im Job. Auch haben Statistiken belegt, dass Afroamerikaner öfter zum Tode verurteilt werden, als weiße US-Amerikaner.

Bei den Ethnien machen die Weißen immer noch deutlich über 70 % der Einwohner der USA aus. Ihr Anteil geht aber seit einigen Jahrzehnten zurück und wenn die Entwicklung so bleibt, werden die USA in gar nicht mal mehr so ferner Zukunft keine mehrheitlich „weiße“ Nation mehr sein.

Die stärksten Gruppen innerhalb der Weißen sind US-Amerikaner mit deutschem Hintergrund (!). Das ist vielen hierzulande unbekannt und die Deutschen haben sich in den USA auch immer recht schnell angepasst. Die deutschsprachigen Einwanderer kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg, dem Elsaß und Südtirol. Es kamen ferner auch deutschsprachige Volksgruppen aus Böhmen, dem Balkan und Russland in die USA. Aus allen Provinzen und Regionen Deutschlands wanderten Menschen in das neue Land ein, wie etwa aus Bayern, Schwaben, Baden, Hessen, Pommern oder der Eifel in der preußischen Rheinprovinz.

Einwohner USA
By German translation and adaption by Furfur [Public domain, GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Die unterschiedlichen Herkunftsländer der Einwohner der USA, hellblau zeigt deutsche Einwanderer in der Mehrheit

Woher stammen die Einwohner?

Die Amerikaner stammen von Einwanderern von der ganzen Welt ab. Besonders viele stammen aus Deutschland, den Britischen Inseln, Frankreich, Osteuropa und Italien. Natürlich gibt es auch viele Irischstämmige, besonders in Boston. Griechen, Kroatien, Ukrainer und selbstverständlich auch Asiaten und Menschen aus dem Orient. Besonders in Florida und im Südwesten der USA stammen viele Menschen auch aus Lateinamerika (Hispancis, Latinos). Deren Anteil ist in den letzte Jahren besonders angestiegen und Spanisch dürfte mittlerweile die zweit wichtigste Sprache sein. Die meisten Afroamerikaner, also Amerikaner die aus Afrika abstammen, findet man in den Südstaaten.

Weitere starke Gruppen innerhalb der Weißen sind die amerikanischen Nachkommen von Iren, Engländer, Italiener, Franzosen, Polen, Schotten, Niederländer und Skandinavier. In die Staaten Florida, New York und Illinois (Chicago) wanderten auch zahlreiche Griechen aus. Bekannte Amerikaner griechischer Abstammung sind z.B. Jennifer Aniston und Telly Savalas. Ein bekannter Politiker griechischer Abstammung ist Michael Dukakis aus Massachusetts.

Auch religiöse Flüchtlinge kamen früher in die Vereinigten Staaten wie Quäker, Mennoniten und Amische wanderten genauso ein, wie Juden aus Ost- und Mitteleuropa.

Bis heute findet man in Pennsylvania noch Dörfer der Mennoniten und Amische, wo man sogar das Pennsylvania Dutch, eine alte deutsche Sprache hört.

Vor allem in den Südstaaten und den größeren Städten leben die US-Amerikaner mit afrikanischem Ursprung, die vielfach Nachkommen der Sklaven sind. Ihr Anteil ist genauso steigend wie der von Hispanics und Asiaten (ca. 5 %).

Besonders im Südwesten der USA, also in Kalifornien, New Mexico und Arizona aber auch in Florida gibt es einen recht hohen Anteil an Hispancis und Spanisch ist dort lokal eine wichtige Sprache im Alltag.

Native Americans: die Ureinwohner der USA

Die eigentlichen Ureinwohner, die Native Americans (hierzulande immer noch oft als Indianer bezeichnet), machen insgesamt nur noch einen kleinen Prozentanteil der Bevölkerung aus. Sie teilen sich auf in 562 Stämme und weitere Gruppen. In einem Urlaub in den USA sollte man die Möglichkeit nutzen, sich mit dieser Seite des Landes zu beschäftigen. Höhe Anteile haben die Native Americans in den Bundesstaaten Alaska, Arizona, New Mexico, Oklahoma und South Dakota, aber auch in Kalifornien.

Knapp 1 % der Einwohner der USA sind indianischen Ursprungs (Native Americans). Dieses eine Prozent ist ausgesprochen heterogen und besteht aus hunderten Stämmen (Tribes) und Gruppen. Diese haben zum Teil sehr unterschiedliche Traditionen und Sprachen.

Den höchsten Anteil haben die Natives in Alaska, wo sie fast 15 % der Bevölkerung ausmachen. Auch in South Dakota, New Mexico, Oklahoma, Arizona und sogar in Kalifornien sind sie relativ stark vertreten. Die Polynesier machen auf Hawaii ungefähr 8 % der Bevölkerung des Bundesstaates aus.

Lange Zeit und bis heute leben die Natives teilweise in den Reservaten, die ihnen von den Weißen zugewiesen wurden. Mittlerweile sind sie aber auch im ganzen Land verteilt. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts war die Politik bemüht auch mit massivem Druck die Anpassung der Indianer zu erreichen.

Dies hat sich glücklicherweise geändert. Die Stämme dürfen in ihren Bereich Gesetze erlassen und werden nur durch Bundesrecht gebrochen. Sie verfügen über die zuständige Bundesbehörde, dem Bureau of Indian Affairs über eine Fläche von 225.000 qkm (also fast so groß wie Großbritannien). Als bevölkerungsreichste Stämme gelten die Cherokee, Navajo und Sioux.

Deutsche Wurzeln in den USA

Bei so vielen unterschiedlichen Herkunftsländern gibt es eine bunte Mischung aus Traditionen, Kulturveranstaltungen, Events und Vereinen, die das alte Brauchtum pflegen. Viele deutschstämmige Amerikaner findet man in den USA zum Beispiel in Wisconsin, Minnesota oder Pennsylvania. In Pennsylvania bewahren die deutschstämmigen Amische ihre Traditionen noch besonders, sie tragen eine besondere Kleidung und sprechen bis heute sogar noch das Pennsylvanian Dutch. Ansonsten sind die Deutschen, im Gegensatz zu vielen anderen Einwanderernationen, recht stark in der US-Kultur aufgegangen. Meist erinnern noch alte Namen und Feste an die deutschen Wurzeln, wie etwa das größte Oktoberfest des Landes in Cincinnati, Ohio.

Obwohl sie die stärkste Gruppe darstellen, treten sie nicht so deutlich hervor, wie kleinere Minderheiten. Ausnahmen hiervon sind deutsche Feste wie das Oktoberfest oder auch die German-American Steuben Parade in New York City (ähnliches gibt es auch in anderen Städten und Regionen der USA).

Als Deutscher wird man in den USA sehr viele positive Erfahrungen machen, denn nahezu jeder Zweite hat irgendwie und irgendwo Verwandte in Deutschland. Ansonsten war er oder jemand aus der Familie hier als Soldat stationiert oder liebt das Oktoberfest und german Bratwurst oder die Autobahn. Man wird auf sehr viel Interesse stoßen und wird eine Menge Fragen beantworten müssen, wie zum Beispiel ob die Deutschen auch Baseball, Eishockey und Basketball spielen oder nur Fußball?

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