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USA - Einwohner USA

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USA

Einwohner der USA

Die USA sind ein klassisches Einwanderungsland. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung des Landes (ca. 315 Millionen Einwohner) sich aus unterschiedlichen Völkern zusammensetzt und aus unterschiedlichen Regionen der Erde eingewandert ist.

Auch heute noch ist die Herkunft in vielen Bereichen des Lebens entscheident. Sie entscheidet leider immer noch über die Bildungschancen, Lebenserwartung, Rechtssprechung und Bezahlung im Job. Auch haben Statistiken belegt, dass Afroamerikaner öfter zum Tode verurteilt werden, als weiße US-Amerikaner.

Bei den Ethnien machen die Weißen immer noch deutlich über 70 % der Einwohner der USA aus. Ihr Anteil geht aber seit einigen Jahrzehnten zurück und wenn die Entwicklung so bleibt, werden die USA in gar nicht mal mehr so ferner Zukunft keine mehrheitlich "weiße" Nation mehr sein.

Die stärksten Gruppen innerhalb der Weißen sind US-Amerikaner mit deutschem Hintergrund (!). Das ist vielen hierzulande unbekannt und die Deutschen haben sich in den USA auch immer recht schnell angepasst. Die deutschsprachigen Einwanderer kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg, dem Elsaß und Südtirol. Es kamen ferner auch deutschsprachige Volksgruppen aus Böhmen, dem Balkan und Russland in die USA. Aus allen Provinzen und Regionen Deutschlands wanderten Menschen in das neue Land ein, wie etwa aus Bayern, Schwaben, Baden, Hessen, Pommern oder der Eifel in der preußischen Rheinprovinz.

usa bevölkerung

Die unterschiedlichen Herkunftsländer der Einwohner der USA, hellblau zeigt deutsche Einwanderer in der Mehrheit

 

Woher stammen die Einwohner?

Obwohl sie also die stärkste Gruppe darstellen, treten sie nicht so deutlich hervor, wie kleinere Minderheiten. Ausnahmen hiervon sind deutsche Feste wie das Oktoberfest oder auch die German-American Steuben Parade in New York (ähnliches gibt es auch in anderen Städten und Regionen der USA).

Weitere starke Gruppen innerhalb der Weißen sind die amerikanischen Nachkommen von Iren, Engländer, Italiener, Franzosen, Polen, Schotten, Niederländer und Skandinavier. In die Staaten Florida, New York und Illinois (Chicago) wanderten auch zahlreiche Griechen aus. Bekannte Amerikaner greichischer Abstammung sind z.B. Jennifer Aniston und Telly Savalas. Ein bekannter Politiker griechischer Abstammung ist Michael Dukakis aus Massachussetts.

Auch religiöse Flüchtlinge kamen früher in die Vereinigten Staaten wie Quäker, Mennoniten und Amische wanderten genauso ein, wie Juden aus Ost- und Mitteleuropa.

Bis heute findet man in Pennsylvania noch Dörfer der Mennoniten und Amische, wo man sogar das Pennsylvania Dutch, eine alte deutsche Sprache hört.

Vor allem in den Südstaaten und den größeren Städten leben die US-Amerikaner mit afrikanischem Ursprung, die vielfach Nachkommen der Sklaven sind. Ihr Anteil ist genauso steigend wie der von Hispanics und Asiaten (ca. 5 %).

Besonders im Südwesten der USA, also in Kalifornien, New Mexico und Arizona aber auch in Florida gibt es einen recht hohen Anteil an Hispancis und Spanisch ist dort lokal eine wichtige Sprache im Alltag.

 

Native Americans: die Ureinwohner der USA

Knapp 1 % der Einwohner der USA sind indianischen Ursprungs (Native Americans). Dieses eine Prozent ist ausgesprochen heterogen und besteht aus hunderten Stämmen (tribes) und Gruppen. Diese haben zum Teil sehr unterschiedliche Traditionen und Sprachen.

Den höchsten Anteil haben die Natives in Alaska, wo sie fast 15 % der Bevölkerung ausmachen. Auch in South Dakota, New Mexico, Oklahoma, Arizona und sogar in Kalifornien sind sie relativ stark vertreten. Die Polynesier machen auf Hawaii ungefähr 8 % der Bevölkerung des Bundesstaates aus.

Lange Zeit und bis heute leben die Natives teilweise in den Reservaten, die ihnen von den Weißen zugewiesen wurden. Mittlerweile sind sie aber auch im ganzen Land verteilt. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts war die Politik bemüht auch mit massivem Druck die Anpassung der Indianer zu erreichen.

Dies hat sich glücklicherweise geändert. Die Stämme dürfen in ihren Bereich Gesetze erlassen und werden nur durch Bundesrecht gebrochen. Sie verfügen über die zuständige Bundesbehörde, dem Bureau of Indian Affairs über eine Fläche von 225.000 qkm (also fast so groß wie Großbritannien). Als bevölkerungsreichste Stämme gelten die Cherokee, Navajo und Sioux.