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USA - Florida USA


USA

Florida - karibisches Flair im Sunshine State

Florida ist für viele Urlauber das Traumziel in den USA und nennt sich nicht ohne Grund der "Sunshine State". Auf einer Fläche von über 170.000 qkm ist es etwas kleiner als Uruguay und ragt als Halbinsel weit in die Karibik hinein.

flagge von florida

Flagge von Florida

Geografisch befindet sich Florida im äußersten Nordosten der Vereinigten Staaten und liegt genau zwischen dem Atlantik und dem Golf von Mexiko. Das Klima ist im Nordwesten subtropisch-feucht, ansonsten sogar tropisch-feucht. Wenn man sich erst einmal an das Klima gewöhnt hat, kann man es hier das ganze Jahr über gut aushalten.

Während der Hurrikanzeit zwischen Juni und November ist Florida allerdings wie weite Teile der Karibik eine gefährdete Region für diese Stürme.

fort lauderdale in florida

Sonnenaufgang in Fort Lauderdale in Florida

Der Staatsspruch von Florida lautet genauso wie der bekannte Wahlspruch der USA "In God we trust" (zu Deutsch: Wir vertrauen auf Gott). Eine geografische Besonderheit sind die Florida Keys, hunderte von kleinen Inseln, die sich nacheinander wie eine Inselkette im Bogen vom Festland entfernen. 42 von ihnen sind über den Overseas Highway und Brücken verbunden.

 

Key West - auf Hemingways Spuren

Ganz am Ende des Inselbogens befindet sich Key West, von wo es nicht mehr weit bis Kuba ist und welches als südlichster Punkt des USA-Festlandes gilt. Hier lebte einst Ernest Hemingway (sein Wohnhaus fungiert heute als Hemingway Museum und kann besichtigt werden) und noch heute kann man nachvollziehen warum. Die Atmosphäre hier ist einmalig.

Die Nachbarstaaten von Florida sind Georgia und Alabama, ansonsten liegt es zentral und ist ein guter Anlaufpunkt auch für Reisen in die Karibik und verschiedene Staaten der Region. Florida ist ein relativ flacher Bundesstaat (durchschnittliche Höhe: 30 m), der höchste Punkt befindet sich auf 105 m (Britton Hill).

Florida zählt zu den bevölkerungsstärksten US-Bundesstaaten (nur Kalifornien, Texas und New York haben mehr Einwohner) und in den letzten Jahren zog es mehr und mehr US-Amerikaner, insbesondere auch Ruheständler in den Südstaat. Hinzu kommt eine hohe Einwanderung von Hispanics der umliegenden Staaten wie Kuba und der Dominikanischen Republik.

Florida ist heute politisch umstritten und wechselt die Zustimmung zwischen den Demokraten und den Republikanern. 

Florida ist bei Präsidentschaftswahlen ein begehrter Bundesstaat, weil bedingt durch den Bevölkerungszuwachs eine hohe Anzahl von Wahlmännern den Staat repräsentiert. Die meisten Bewohner sind europäischer Herkunft, daneben ist der Anteil von Hispanics hoch. Der Anteil von Afroamerikanern ist ebenfalls mit 15 % recht hoch.

Die meisten Bewohner sind Protestanten, allerdings steigt der Anteil der Katholiken zunehmend. Daneben gibt es auch noch eine große jüdische Minderheit und Methodisten. Die größten Städte im Bundesstaat sind Jacksonville, Miami, Tampa, Saint Petersburg, Orlando und Hialeah sowie die Hauptstadt Tallahassee.

Florida kam erst relativ spät unter amerikanische Oberhoheit und war vorher unter der Herrschaft der Spanier. Erst im Jahre 1845 wurde Florida dann ein Staat der USA. Als Teil der Konföderierten Staaten von Amerika kämpfte es im Bürgerkrieg 1861 - 1865 gegen die Nordstaaten. Nach der Niederlage der Südstaaten trat es im Juni 1868 wieder den Vereinigten Staaten von Amerika bei.

Wirtschaftlich dominiert in Florida mehr und mehr der Tourismus. Mit seinen vielen Stränden und dem karibischem Flair sowie dem tropischem Klima ist es ganzjährig ein beliebtes Reiseziel. Daneben gibt es noch etwas Lebensmittelproduktion (insbesondere der Anbau und die Verwertung von Zitrusfrüchten wie Grapefruit und Orangen zu Saft, Fischerei) und andere Dienstleistungen und Phosphatabbau.

Wer sich für amerikanischen Sport interessiert, wird in Florida ebenfalls voll auf seine Kosten kommen. So kann man in Miami zum Beispiel die Miami Marlins (Baseball), die Miami Dolphins (Football) oder die Miami Heat (Basketball) anschauen. Selbst auf Eishockey muss man im sonnigen Florida nicht verzichten (Florida Panthers aus Sunrise).

 

Disney World, das Venedig Amerikas und in die Everglades

Für den Bekanntheitsgrad Floridas ist natürlich auch das John F. Kennedy Space Center verantwortlich, wo sich der Weltraumbahnhof der USA befindet. Es bietet zahlreichen Menschen einen Arbeitsplatz und ist auch ein Touristenmagnet für die Region um Cape Canaveral.

Viele Menschen besuchen auch die Vergnügungsparks in Florida wie etwa das Walt Disney World Resort (Disney World), das SeaWorld (Vergnügungspark und Delfinarium) oder das Universal Orlando Resort (alle in Orlando).   

Wassersportler, Künstler, Taucher, Surfer, Wakeboarder und Angler werden sich in den Florida Keys wohlfühlen. Die subtropische Unterwasserwelt und das Leben am Riff kann sowohl ertaucht als auch mit speziellen Ausflugsbooten erkundet werden. Wer es etwas ruhiger haben möchte, der sollte die Lower Keys besuchen.

Insgesamt lockt Florida mit über 1.300 km Stränden, Palmen und unendlichen vielen Aktivitäten und Erholungsmöglichkeiten unter ganzjährig angenehmen Klima.

Sehenswert ist auch Fort Myers, die City of Palms mit dem ehemaligen Winterwohnsitz Seminole Lodge des Erfinders Thomas Alva Edison (1847 - 1931), der heute als Museum besichtigt werden kann. In Fort Lauderdale, der Stadt mit den vielen Kanälen und Wasserstraßen (Venedig Amerikas) sollte man das Museum of Discovery and Science, das Bonnet House, das Fort Lauderdale History Center und das örtliche Museum of Art besuchen.

In der Hauptstadt Tallahassee, im Norden des Bundesstaates, findet man eine schöne historische Architektur und Südstaatenflair. Eine interessante Straße ist die Canopy Road mit vielen Eichenbäumen. Sehenswert sind hier das alte und das neue Kapitol Floridas (stehen direkt hintereinander), wobei das Old State Capitol vielen als das schönere erscheint. In die Geschichte des Staates eintauchen kann man im Museum of Florida History.

In Miami sollte man das kubanische Viertel Little Havanna besuchen, wo man zahlreiche Feste feiert. Bekannt ist der Karneval, aber auch die Drei-Königs-Parade. Auf den Straßen des Viertels ist aber auch außerhalb dieser Feste immer karibisch-lateinamerikanisches Leben und Kultur geboten. Spanisch ist hier verbreiteter als Englisch. Wer Miami besucht, der kann auch im Miami Seaquarium vorbeischauen und dort Orkas, Delfine, Meeresschildkröten und Haie bewundern.

Die Natur Floridas kann man unter anderen in den drei Nationalparks entdecken. Der berühmteste Nationalpark von Florida ist sicherlich der Everglades-Nationalpark in der Nähe von Miami. In dem tropischen Marschland findet man wild lebende Alligatoren, Kormorane, Flamingos, Pelikane, Störche, den Florida Panther und seltene Seekühe.

Die Everglades wurden 1979 in die Liste zum Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen. Weitere Nationalparks sind der Biscayne-Nationalpark (Biscayne Bay und nördliche Keys mit riesigem Korallenriff; Beliebt sind Kajaktouren) und der Dry-Tortugas-Nationalpark (liegt abgeschieden westlich von Key West mit Korallenriff und versunkenen Schiffen).