Naturkatastrophen in den USA

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Die USA sind immer wieder in den Schlagzeilen, weil dort heftige Naturkatastrophen stattfinden. Aufgrund der großen Ausdehnung des Landes gibt es eigentlich fast jedes auf der Erde vorkommenden negative Naturereignis auch in den USA.

Aufgrund einer fehlenden Klimabarriere wie etwa der Alpen in West-Ost-Richtung, sind die USA insbesondere in klimatischer Hinsicht einigen Wetterextremen ausgeliefert. Sehr bekannt sind die Tornados, die im Mittleren Westen der USA hervorragende Bedingungen vorfinden, da diese Region eine weite Ebene östlich der Rocky Mountains und nördlich der tropischen Karibik liegt.

Wetterbedingte Katastrophen wie Tornados und Hurrikans

Die USA liegen weltweit auf der Spitzenposition bei diesem Phänomen und insbesondere die Bundesstaaten im Tornado Alley wie Oklahoma, Kansas, Texas und Nebraska haben jährlich zahlreiche Verwüstungen durch Tornados zu beklagen. Aber nicht nur in den genannten Bundesstaaten gibt es Tornados, leider gibt es auch in sehr vielen anderen US-Staaten wie Mississippi, Alabama, Kentucky, Indiana oder selbst im Staat New York Tornados. Die Tornadostärke ist klassifiziert in einer Skala von F0 (schwach) bis F5 (verheerend).

Naturkatastrophen USA Tornado
Tornado nahe der Stadt Anadarko im Bundesstaat Oklahoma (liegt im Tornado Alley)

Was für viele einfach nur erschreckend ist, fasziniert manch anderen und so gibt es in den USA mittlerweile zahlreiche Tornadosaufspürer, die immer dort hinfahren, wo gerade ein Tornado tobt. Das Objekt der Begierde wird dann gefilmt und im Internet gepostet.

Manchmal werden ganze Orte dem Erdboden gleichgemacht. Die Forschung hat sich allerdings in diesem Punkt weiterentwickelt und man hat besonders bei der Tornadovorhersage Fortschritte gemacht, die oftmals Leben retten.

Bei bestimmten Wetterlagen und Gewittern sollte man auf jeden Fall immer die Nachrichten und Vorhersagen beobachten.

Die Ostküste der USA und die Atlantikregion leidet dagegen unter dem Einfluss von Hurrikans. Hauptsaison für diese Stürme ist von Juni bis November. In den letzten Jahren bekannt geworden ist in diesem Zusammenhang der Hurrikan Katrina (im Jahre 2005 mit Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h), der insbesondere Florida und Louisiana heimsuchte und dort hohe Sachschäden aber auch zahlreiche Todesopfer forderte.

Berüchtigt sind außerdem die Blizzards, starke Schneestürme. Sie bringen rasante Schneefälle und Kälte mit sich. Die Temperaturen fallen schlagartig auf -6 °C oder kälter, es herrscht Windstärke 7 und das geht dann 3 Stunden oder länger. Eine geringe Sichtweite ist ebenso typisch. Die polare Kaltluft dringt dann bis in die amerikanischen Südstaaten vor.

Hinzu kommen in den USA Naturkatastrophen wie Überschwemmungen (wie in Louisiana und Missouri), Hitzewellen und Dürren (wie 2013 in Arizona und anderen Bundesstaaten des Westens) oder überraschend früh eintretende Unmengen an Schnee (die dann die Überlandstromleitungen lahmlegen und zu Stromausfällen meist an der Ostküste und Neuengland führen). Bei besonders langen Perioden von Trockenheit drohen vereinzelt je nach Region Waldbrände wie etwa in Kalifornien oder Arizona.

Natürlich gibt es in den USA auch Regionen in denen es zu Hagel kommt, ein besonderes Phänomen sind allerdings verschiedene Regionen in denen es eine relativ hohe Anzahl von Blitzeinschlägen (Lightning strikes) kommt. Wenn man sich die Flash density anschaut, kann man verschiedene Schwerpunkte erkennen, unter anderem Florida, Louisiana und Colorado (besonders viele Blitzeinschläge hat zum Beispiel Colorado Springs zu verzeichnen).

Dies alles sind Extreme, die natürlich an vielen Orten der Welt vorkommen können. Allerdings sind diese Erscheinungen in den USA meist heftiger und medial natürlich auch im internationalen Fokus, da man international immer auf die USA schaut.

Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkane und Tsunamis

Die USA sind auch bekannt für ihre Erdbeben, insbesondere in Kalifornien und an der pazifische Westküste, unter der sich einige tektonische Verwerfungen befinden. Als Teil des Pazifischen Feuerrings (Ring of Fire) sind hier Erdbeben an der Tagesordnung. Als besonders gefährdet gelten leider auch einige Großstädte wie Los Angeles (besonders bekannt ist hier die San-Andreas-Verwerfung) und San Francisco sowie deren dicht besiedelte Regionen des Umlands.

Das große Erdbeben (The Big One) wird schon seit Jahrzehnten erwartet. Allerdings gelten auch Seattle im Bundesstaat Washington als gefährdet und auch das in den Medien weniger präsente kanadische Vancouver. Geologen betonen oft, dass es keine Frage ist ob, sondern nur wann es soweit sein wird. Man kann nur hoffen, dass wenn es soweit ist die Katastrophendienste und auch die Bevölkerung entsprechend gerüstet sein werden, um die schlimmsten Befürchtungen zu vermeiden.

Insbesondere bestehen auch Gefahren, mit denen man zunächst nicht rechnet. So befindet sich im Nordwesten von San Diego das Kernkraftwerk San Onofre, das von seiner Lage her in erdbebentechnischer Sicht kritisch betrachtet werden muss.

Erdbebengefährdet ist auch der Bereich um den Yellowstone-Nationalpark. Geologen betrachten allerdings den dortigen Supervulkan und seine Caldera als noch viel größere Bedrohung. Sollte dieser mit seiner riesigen Magmakammer ausbrechen, würde dies weltweit spürbare und klimatisch verheerende Folgen haben. Mittlerweile gibt es bereits mehrere Dokumentationen und auch Filme über das Szenario.

Der Mount St. Helens (2.549 m) im Bundesstaat Washington brach am 18. Mai 1980 aus und war bis dahin eigentlich als ruhend eingestuft worden. Der Ausbruch kam so überraschend, dass 57 Todesopfer zu beklagen waren. Betroffen war eine Fläche von 500 qkm und bis heute sind die Zerstörungen erkennbar. Bekannt für seine vulkanischen Aktivitäten ist auch Hawaii, insbesondere die Hauptinsel Big Island.

Der Kilauea ist seit 1983 ununterbrochen aktiv und im Volcanoes Nationalpark gibt es nahezu täglich interessante Lavaströme zu besichten. Hawaii liegt allerdings aufgrund seiner Lage zwischen Kalifornien, Chile und Japan im Bereich zerstörerischer Tsunamis. Glücklicherweise liegt die Inselgruppe so isoliert im Pazifik, dass meist genügend Zeit zur Evakuierung bleibt.

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