Nebraska

Maisspeicher und Beef-Staat

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Nebraska gehörte ursprünglich zu den Durchzugsgebieten der Planwagenkolonnen auf ihrem Weg in Richtung Westen durch die Great Plains. Im Norden Nebraskas befinden sich die Great Plains östlich von den Rocky Mountains und westlich von Missouri. Im Westen prägen hügelige Sandflächen und im Osten fruchtbarer Lössboden das Landschaftsbild. Die Badlands, eine vegetationsarme, wüstenähnliche Landschaft, liegt im äußersten Nordwesten Nebraskas. 

Die Highways im Staat folgen größtenteils dem Verlauf der Mormon und Oregon Trails. Indianerreservate sind unter den Namen Santee, Fox, Sac, Omaha und Winnebago zu finden. Der offizielle Spitzname von Nebraska lautet Cornhusker State, was soviel bedeutet wie „Staat der Maisschäler“.

Nebraska Fakten

  • Fläche: 200.520 qkm
  • Einwohner: 1.826.341
  • Abkürzung: NE
  • Hauptstadt: Lincoln
  • Ortszeit: UTC -7
  • Spitzname: Cornhusker State

Karte von Nebraska

Nebraska Karte
Karte von Nebraska | © nationalmap.gov

Nebraska: Klima und Wetter

In Nebraska herrscht Kontinentalklima mit kalten Wintern und heißen Sommern. Nebraska wird durch das feuchtwarme Klima aus dem Golf von Mexiko beeinflusst. Daher treten häufiger Gewitter, Hagel- und Wirbelstürme auf.

Klimatabelle

 Temperatur °CNiederschlagSonne
Jahr
max. Ømin. ØmmTageh/Tag
Jan0,2-11,3203,55
Feb3,4-8,62345,6
Mär9,9-2,65956,5
Apr17,74,17877,2
Mai23,710,510898
Jun28,915,710698,9
Jul31,318,511188,8
Aug29,916,810278,3
Sep25,311,79467,3
Okt19,35,16556,5
Nov10,4-1,74135,2
Dez2,2-8,52944,6

Aktuelles Wetter

Nebraska - 17 Dezember
-2° -4°

Klarer Himmel

-2°

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Hinweis: Für die hier zur Verfügung gestellten Klima und Wetterdaten kann USA-Info.net keine Gewähr geben.

Ein Blick zurück in die Geschichte

Zur Zeit der Besiedlung des Wilden Westens im 17., 18. und frühen 19. Jahrhundert war Nebraska Teil eines Territoriums, das als Great American Desert bezeichnet wurde. Dieser Begriff beschreibt den westlichen Teil der Great Plains, der größten Gebirgskette östlich der Rocky Mountains, die sich durch mehrere Staaten des Mittleren Westens, so auch Nebraska, zieht. Der Name einer der bekanntesten Städte, Omaha, geht auf den gleichnamigen Indianerstamm zurück. In der Zeit von 1700 bis 1763 war Nebraska französisches Kolonialgebiet. 1803 war Nebraska Teil des „Louisiana-Purchase“, mit dem die Amerikaner den Franzosen ein Gebiet von mehr als 2 Millionen Quadratkilometern Größe für 251 Millionen US-Dollar abkauften. Es handelt sich um den größten Grundstücksverkauf der amerikanischen Geschichte.

Das damalige Gebiet war allerdings wesentlich größer als das heutige Staatsgebiet Louisiana. Die damalige Kolonie Louisiana umfasste die Staaten bis hin zu den kanadischen Provinzen Manitoba, Alberta und Saskatchewan. Neben Nebraska gehörten auch die Nachbarstaaten Missouri, Kansas, Iowa, Wyoming, South Dakota, Wyoming und Teile Colorados zu diesem Gebiet. 1834 wurde Nebraska zum Indianerterritorium erklärt. Diese Tatsache hielt die Siedler, die über den Oregon- und California-Trail zogen, jedoch nicht davon ab, dieses Gebiet einzunehmen. Am 01. März 1867 trat Nebraska als 37. Staat der amerikanischen Union bei.

Nebraska ist einer der größten Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse in den USA. Daher trägt dieser Bundesstaat auch die Beinamen „Cornhusker State“ (Maisspeicher-Staat). Noch vor einhundert Jahren streiften zahlreiche Büffel durch die Prärielandschaft. Heute leben sie nur noch in geringer Anzahl in den Reservaten. Daher der weitere Beiname „Beef“-State. Etwa 95 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Hier finden sich zahlreiche Rinder-Ranches und Farmen. Auch Getreide, Mais, Hafer und Sojabohnen werden angebaut. Ferner lebt die Landwirtschaft von der Schweine- und Geflügelzucht. Die Industrie mit verschiedenen Erwerbszweigen trägt etwa 13 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei. 1982 veröffentliche Bruce Springsteen sein Album „Nebraska“.

Nebraska und der Mittlere Westen

Mit einer Fläche von 200.375 Quadratkilometern ist Nebraska genauso weitläufig wie der scheinbar endlose Himmel und Teil des Mittleren Westens. Neben Nebraska gehören noch elf weitere Staaten zu diesem Teil der USA. Der Name entstand ursprünglich aus dem Bedürfnis heraus, sich von der Ostküste abzugrenzen. Eine gesetzlich festgelegte Abgrenzung existiert jedoch nicht. Abhängig von der historischen oder geografischen Einteilung werden mal mehr, mal weniger Staaten zu dieser Region gezählt, die sich zudem noch in einen West- und einen Ostteil unterteilen. Zusammen mit seinen direkten Nachbarn North- und South Dakota, Kansas, Minnesota, Missouri und Iowa gehört Nebraska zu den westlichen Staaten des Mittleren Westens.

Dieser Begriff ist historischen Ursprungs, denn er geht zurück auf die Erschließung und Besiedlung des amerikanischen Westens. Die Siedler machten sich von den größeren Städten der Ostküste auf in den damals noch weitgehend unbekannten Westen. Mit der Bezeichnung Mittlerer Westen fand eine Abgrenzung zu der Ostküste statt. Die zu diesem Landstrich zugehörigen Staaten galten als Tor zum Westen, da die Siedlertrecks auf ihrem Weg in den als Frontier (Grenze) bezeichnen Wilden Westen durch diese Staaten zogen. Die Bezeichnung Nebraska geht auf die indianische Sprache zurück und wird mit „flaches Land“ übersetzt. Diese Beschreibung ist dem Platte River zu verdanken, der durch den ganzen Staat von Ost nach West fließt. Nebraska ist der Bundesstaat mit den längsten Flußläufen.

Vielseitige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung

Der riesige Staat hat einiges zu bieten, denn er ist nicht nur der Geburtsort des von den Amerikanern vielfach zelebrierten Rodeos, sondern ist auch Heimat vieler historischer Wahrzeichen wie dem Lewis and Clark Trail, dem Ashfall Fossil Beds State Historical Park sowie zahlreicher militärischer Festungsanlagen. Obwohl Nebraska geografisch gesehen noch zum Mittleren Westen gehört, fühlt sich jeder, der einmal hier weilt wie im Wilden Westen. Wenn die Sonne über den beeindruckenden Sandhills untergeht, tauchen Bilder großer Wagentrecks mit Siedlern, die ihr Glück im unbekannten Westen suchten und auf dem Weg dorthin diese lange Grasebene durchquerten vor dem inneren Auge auf.

Ein authentisches Bild vermitteln die geführten Farmtours, in denen einige der schönsten Ranches des Landes besucht werden. Abendessen in den sogenannten Farm-to-Tables-Restaurants bieten einen gelungenen Abschluss eines erlebnisreichen Tages. Die Steaks sind hier so gut, dass sie eine wahre Gaumenfreude sind. Wer dieses saftige Fleisch genießt, weiß, warum Nebraska auch den Beinamen „Beef State“ trägt.

Sehenswürdigkeiten, die man in Nebraska keinesfalls verpassen darf

Die Sandhills

Diese weitläufige Panoramastraße, über die die Siedler vor ungefähr 250 Jahren auf dem Weg nach Westen mit ihren Trecks fuhren, schlängelt sich durch die sanfte Hügellandschaft Nebraskas. Entlang dieser Strecke befinden sich zahlreiche Ranches, Farmen, größere und kleinere Städte, die einen authentischen Ausblick auf diesen Bundesstaat erlauben.

Toadstool Geologic Park

Diese unwirklich erscheinende riesige Steinformation erinnert an eine Mondlandschaft. Manche Gebilde dieser Felslandschaft sehen aus wie Giftpilze. Noch beeindruckender ist dieser Anblick, wenn schnell ziehende Wolkenformationen den Himmel über dieser Mondlandschaft verdunkeln.

Chimney Rock National Historic Site

Charakteristisch für diese Felslandschaft ist der weit herausragende zerklüftete Turm, der zum wichtigen Orientierungspunkt für die westwärts ziehenden Siedlertrecks wurde. Wer sich für die Geschichte der Erschließung des Wilden Westens interessiert, sollte das Besucherzentrum im Park aufsuchen, um mehr über diesen Zeitabschnitt der amerikanischen Geschichte zu erfahren.

Niobrara National Scenic River

Dieser große Fluss, der sich durch eine hügelige, saftig grüne Landschaft schlängelt, kann mit dem Kajak befahren werden. Eine ausgedehnte Wanderung durch diese idyllische Landschaft gibt den Blick frei auf eine artenreiche Fauna mit mehr als 500 Pflanzen und 200 Wasserfällen.

Scotts Bluff National Monument

Dieses 1.200 Hektar umfassende Schutzgebiet mit den markanten Felsformationen durchquerten schon die Siedler auf ihrem Weg nach Westen. Die Ausstellung im angeschlossenen Museum bietet einen umfassenden Einblick in die Erschließung des Wilden Westens. Wer sich selbst wie ein Pionier fühlen möchte, nimmt an einer Ranger-Tour teil, unternimmt eine Wanderung auf dem Saddle Rock Trail oder fährt die Summit Road bis zum Gipfel dieser Felsformation hinauf, der einen beeindruckenden Panoramablick auf das weitläufige Land freigibt.

Grand Island

Grand Island entstand einst durch den Bau der Eisenbahn. Überall im Ort warten interessante Geschichten und Einblicke über diesen faszinierenden Zeitabschnitt, der die Vereinigten Staaten von Amerika zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Die Schienen einer der größten historischen Eisenbahngesellschaften, der Union Pacific Railroad, verlaufen direkt durch das Zentrum von Grand Island. In dieser Pionierstadt mit Postkartenidylle scheint die Zeit stillzustehen. Im liebevoll restaurierten Grand Theatre mit dem Flair der 1930er-Jahre werden regelmäßig Filme gezeigt, die historische Dampflok der Union Pacific mit der Nummer 844 findet ihren Weg noch immer in die Stadt. Perfekt in dieses historische Bild passt der 1911 erbaute Bahnhof und die Antiques Avenue mit Kunstgalerien, Geschäften, Boutiquen und Märkten.

Im Stuhr Museum of the Prairie Pioneer erfahren die Besucher mehr über die Geschichte der Stadt und der Pioniere. Rund um Grand Island befindet sich ein wahres Paradies für Natur- und Vogelliebhaber. Nicht weniger als 500.000 dieser Exemplare lassen sich auf den umliegenden Sandbänken nieder. Dieser Landstrich wird auch als „Nebraska Flyaway“ bezeichnet.

Omaha

Obwohl die Geschichte der bevölkerungsreichsten Stadt Nebraskas eng mit der Landwirtschaft verknüpft ist, handelt es sich um eine kosmopolitische Stadt. Ein Einkaufsbummel durch das Stadtviertel Old Market oder ein Spaziergang über die Straßenmärkte der Innenstadt bieten für jeden Geschmack etwas. Einen faszinierenden Ausblick erschließt sich von der hohen und weitläufigen Fußgängerbrücke, die Nebraska mit Iowa verbindet. Endlose Highways und unbefestigte Pisten rund um die Stadt führen in alle Landesteile. Unvergessliche Erlebnisse sind das Oktoberfest der German American Society und ein Feuerwerk über der Bob Kerry Pedstrian Bridge am Missouri River. Ein großer Teil der kulturellen Einrichtungen befindet sich im Stadtviertel Old Market. Zwei Flüsse und fünf Seen machen die Umgebung von Omaha zum Abenteuerspielplatz für Outdoor-Enthusiasten. Auch einen Besuch wert ist der viel gelobte Henry Doorly Zoo.

Lincoln

Die quirlige Hauptstadt von Nebraska ist zugleich Universitätsstadt. 125 Parks, zahlreiche Kultureinrichtungen und Museen, ein hochwertiges Gastronomieangebot und eine lebendige Musikszene prägen diese traditionsbewusste und zugleich moderne Stadt. Das historische Viertel Hay Market lässt keine Wünsche offen, denn hier reihen sich zahlreiche Galerien, Einkaufsmöglichkeiten, Boutiquen, Museen und Restaurants aneinander. Die Vergnügungsmeile Railyard Lincoln ist für ihre vielen Liveshows bekannt.

Flagge von Nebraska

Nebraska Flagge
Nebraska Flagge

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