Black Belt

Dunkle, fruchtbare Böden und Afroamerikaner

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Der Black Belt ist ein Gebiet in den USA, das sich über die beiden Bundesstaaten Mississippi und Alabama erstreckt. Da es unterschiedliche Gründe für diese Bezeichnung gibt, können auch noch weitere Bundesstaaten zu diesem Gebiet gezählt werden. Anders als verschiedene andere Regionen, die als Belt bezeichnet werden, nimmt der Black Belt nur einen vergleichsweise kleinen Teil der USA ein. Die Bezeichnung geht einerseits auf die fruchtbaren dunklen Böden, andererseits auf die zahlreichen dort lebenden Afroamerikaner zurück.

Wichtigste Fakten – Key Takeaways

Alabama
Alabama
  • Der Black Belt (Schwarzer Gürtel) ist eine Region in den USA, die sich über die US-Bundesstaaten Mississippi und Alabama erstreckt. Aufgrund des soziologischen Hintergrunds für die Bezeichnung können noch andere Bundesstaaten dazu zählen.
  • Black Belt bezeichnet einerseits die dunklen, fruchtbaren Böden, auf denen Baumwolle angebaut wurde, andererseits den hohen Anteil der afroamerikanischen Bevölkerung, der 1936 schon ungefähr 50 Prozent an der Gesamtbevölkerung ausmachte.
  • Die Region zählt zu den ärmeren Gebieten in den USA. Er ist durch ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen und einen niedrigen Bildungsstand der Bevölkerung geprägt.

Was ist der Black Belt?

Der Black Belt ist ein Gebiet in den USA, das sich im Südosten des Landes befindet. Das Gebiet lässt sich schwer abgrenzen. Da es sich wie ein Gürtel durch die Südstaaten, vor allem die Bundesstaaten Mississippi und Alabama, zieht, wird es als Belt bezeichnet.

Anders als verschiedene andere als Belt bezeichnete Gebiete ist der Black Belt USA vergleichsweise klein. Der Raum umfasst verschiedene Countys in Mississippi, Alabama und weiteren Bundesstaaten.

Die Bezeichnung Black Belt für Schwarzer Gürtel kann aus zwei verschiedenen Gründen vergeben worden sein. Diese Region verfügt über schwarzen, fruchtbaren Boden. Ein weiterer Grund für diese Bezeichnung ist der hohe Anteil an Afroamerikanern in dieser Region.

Die Region gehört zu den sozial schwächeren Gebieten in den USA. Er ist durch ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen des Großteils der Bevölkerung gekennzeichnet. Auch der Bildungsstand der Bevölkerung ist vergleichsweise niedrig.

Was bedeutet der Black Belt?

Baumwollanbau
Baumwollanbau

Black Belt bedeutet „Schwarzer Gürtel“. Diese Bedeutung kann physiogeographisch und soziologisch geprägt sein.

Aus physiogeographischer Sicht geht die Bezeichnung Black Belt auf den dunklen, fruchtbaren Boden zurück, der reich an Kalk ist. Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff für die Gebiete in den Bundesstaaten Mississippi und Alabama geprägt. Wie ein Gürtel zieht sich die Region durch diese Bundesstaaten.

Aus physiogeographischer Sicht ist der Black Belt ein schmales, langes Band mit einer Länge von 480 Kilometern und einer Breite von 40 bis 50 Kilometern.

Die Region erstreckt sich von der Nordgrenze des Bundesstaates Mississippi in Richtung Südosten bis in die Mitte von Alabama. Bis zum Sezessionskrieg war diese Region eines der Hauptanbaugebiete von Baumwolle. Auch heute wird noch Baumwolle angebaut. Weiterhin werden Sojabohnen angebaut und Rinderzucht betrieben.

Die Bezeichnung Black Belt wurde auch aus soziologischer Sicht vergeben. Es geht dabei um Regionen in den Südstaaten, in denen die Afroamerikaner einen hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung haben.

Lage des Black Belts

Der Black Belt erstreckt sich im Südosten der USA. Er reicht vom Mittleren Westen bis kurz vor die Ostküste der USA. Er umfasst hauptsächlich die Bundesstaaten Alabama und Mississippi.

Da es einen physiogeologischen und einen soziologischen Grund für die Bezeichnung Black Belt gibt, kann die genaue Lage nicht immer klar angegeben werden. Es handelt sich um einen schmalen, langen Gürtel, der sich durch elf Südstaaten zieht.

Staaten im Black Belt

Geht es um den physiogeologischen Hintergrund für die Bezeichnung Black Belt, gehören die Bundesstaaten Mississippi und Alabama dazu. Aus soziologischer Sicht umfasst die Region sogar elf US-Bundesstaaten:

Soziologisch gesehen umfasst die Region 623 Countys dieser Bundesstaaten. Vom US-Bundesstaat Florida zählt nur der nördliche Teil dazu. Der südliche Teil, die Halbinsel, gehört nicht dazu.

Einige Teile des Black Belt überschneiden sich mit dem Bible Belt, der sich von Texas bis in den Südosten erstreckt. Der Bible Belt hat seine Bezeichnung aufgrund des religiösen Hintergrunds erhalten.

Geschichte des Black Belts

Aus physiogeologischer Sicht wurde der Begriff Black Belt bereits im 19. Jahrhundert, um 1820, geprägt. Der fruchtbare dunkle Boden veranlasste viele Menschen, Plantagen anzulegen und Baumwolle anzubauen.

Um diese Zeit kamen auch viele Afroamerikaner in die Region. Sie waren als Sklaven auf den Plantagen tätig. Schon bald stieg der Anteil der Afroamerikaner an der Gesamtbevölkerung der Region auf 50 Prozent.

Als die Verfassung von Alabama 1901 geschrieben wurde, bekam der Begriff Black Belt eine tiefere Bedeutung. Aufgrund des hohen Anteils der Afroamerikaner bekam der Begriff einen politischen Hintergrund.

Da viele Afroamerikaner in den Norden siedelten, vergrößerte sich das Gebiet mit einem hohen Anteil afroamerikanischer Bewohner. Das machte den Raum entsprechend größer.

Aufgrund der einfachen Technik für die Landwirtschaft und der Monokulturen wurde der einst fruchtbare Boden mehr und mehr ausgebeutet. Das Gebiet wurde zunehmend von den Nachkommen der Sklaven übernommen. Die ursprüngliche Bedeutung der Bezeichnung Black Belt, die auf die Landwirtschaft zurückgeht, ging verloren.

Der Black Belt heute

Mississippi
Mississippi

Heute ist der Begriff Black Belt zumeist aus soziologischer Sicht geprägt. Der Anteil der afroamerikanischen Bevölkerung ist hcoh. Die Countys, die aus soziologischer Sicht dazu zählen, sind überwiegend ländlich geprägt. Sie sind daher wirtschaftlich strukturschwach.

Aufgrund der historischen Entwicklung ist die Region noch immer sozial schwach. Der Anteil der Einwohner mit afroamerikanischem Hintergrund ist höher als in anderen Teilen der USA.

Im Jahr 2000 fand eine Volkszählung statt. In Jefferson County im US-Bundesstaat Mississippi ist der Anteil der Afroamerikaner mit 86,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung am höchsten. Er ist deutlich höher als in anderen Countys.

Als sozial schwächstes Gebiet in den USA ist der Black Belt durch die typischen Merkmale geprägt:

  • geringstes Pro-Kopf-Einkommen in den USA
  • geringster durchschnittlicher Bildungsstand
  • höchste Arbeitslosigkeit in den USA.

Auch eine hohe Sterblichkeitsrate ist für den Raum als sozial schwaches Gebiet typisch.

Die Zusammensetzung der Bevölkerung in diesem Gebiet wirkt sich auch auf die politische Situation aus. Die Südstaaten sind von der Republikanischen Partei dominiert. Da die Südstaaten nicht komplett, sondern nur mehrere Countys aus diesen Staaten zum Black Belt gehören, hat bei den Wahlen in diesen Staaten der Kandidat der Demokraten die Mehrheit.

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