Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg 1775 bis 1783

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Mitte des 18. Jahrhunderts verschlechterten sich die Beziehungen zwischen dem britischen Mutterland und den amerikanischen Kolonien zusehends. Die Folge war der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg von 1775 bis 1783, in dem die Amerikanische Kontinentalarmee mit der Unterstützung Frankreichs gegen die britischen Kolonialtruppen kämpfte.

Zur damaligen Zeit war Amerika von seiner heutigen Staatsform noch weit entfernt. In dem größtenteils noch unbekannten und wenig erschlossenen Nordamerika existierten gerade einmal 13 Kolonien. Der Unabhängigkeitskrieg dauerte von 1775 bis 1783 und wurde in mehreren Schlachten entschieden.

Das britische Mutterland bestimmte, wie die Bürger in der neuen Welt zu leben hatten. Die Briten verboten eine weitere Besiedlung westlich der Appalachen, untersagten die Ausgabe eigenen Papiergeldes und legten Steuern auf verschiedene Lebensmittel und Produkte fest. Die Amerikaner, die eigentlich größtenteils keine waren, sondern meistens Einwanderer aus Europa, wollten diese Fremdbestimmung jedoch nicht hinnehmen.

Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg: George Washington überquert am 26. Dezember 1776 den Delaware River
Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg: George Washington überquert am 26. Dezember 1776 den Delaware River by Emanuel Leutze [Public domain]

Die Vorgeschichte

Als es 1770 zu einer ersten anfangs noch gewaltfreien Auseinandersetzung zwischen Amerikanern und britischen Soldaten kam, feuerten diese schließlich auf die Zivilisten, von denen fünf tödlich getroffen wurden.

Die Spannungen und Unruhen wuchsen, England lenkte ein und nahm die eingeführten Steuern zurück, lediglich die Teesteuer blieb. Diese Entscheidung führte zu der berühmten Boston Tea Party.1773 warfen als Indianer verkleidete Bürger die Teeladung dreier englischer Schiffe im Hafen von Boston über Bord. Die Briten schlossen daraufhin den Hafen mit der Absicht, diesen erst wieder zu öffnen, wenn der entstandene Schaden in Höhe von 10.000 Pfund ersetzt würde. Dem englischen König wurden noch mehr Machtbefugnisse eingeräumt.

Alle 13 nordamerikanischen Kolonien beschlossen daraufhin ein Handels- und Konsumboykott. George Washington wurde zum Oberbefehlshaber der Kolonialstreitkräfte ernannt, als es 1775 zum ersten Gefecht zwischen Amerikanern und Briten kam. Der genaue Verlauf der Vorgeschichte ist unter unserem Beitrag „Boston Tea Party“ abrufbar.

Der Wendepunkt 1777: die Franzosen greifen in das Kriegsgeschehen ein

In den nächsten Jahren folgten zahlreiche weitere militärische Auseinandersetzungen, die mal die eine, mal die andere Seite für sich entscheiden konnte. Dennoch waren die amerikanischen, wenig ausgebildeten Streitkräfte dem Gegner in vielerlei Hinsicht unterlegen. Den Mangel an Ausbildung, Munition und Ausrüstung machten die Amerikaner jedoch durch einen unbändigen Unabhängigkeitswillen wett. Sie zeigten sich zäh, ausdauernd und hart im Nehmen.

Obwohl die Lage der drei Millionen Kolonisten zwischendurch immer wieder aussichtslos erschien, ließen sich die amerikanischen Streitkräfte nicht entmutigen. Verschiedene Überraschungsangriffe und taktisch gut durchdachte Manöver brachten einen entscheidenden Zwischensieg über die rotberockten Briten in dem nördlich von New York gelegenen Saratoga im Jahr 1777.

Dieses Jahr markierte jedoch einige Rückschläge, denn der Zustand der Truppe war schlecht, von 23.000 Mann standen nur 8.000 zur Verfügung. Dem Gesandten am Hofe Ludwigs XVI gelang es, den König davon zu überzeugen, die Aufständischen mit Waffen und Soldaten zu versorgen. Der französische Monarch hielt seine Zusage, 1780 landeten 5.000 seiner Soldaten in New Port, wo sich 5.000 britische Soldaten verschanzt hatten.

Im September landeten 3.000 weitere Soldaten des Königs in Yorktown, wo sich 8.000 Briten verschanzt hielten. Amerikaner und Franzosen bildeten zusammen eine schlagkräftige Armee, deren Überlegenheit die Briten 1781 schließlich zur Kapitulation zwang.

1783: Der Frieden von Paris

Am 03. September 1783 entließ das britische Mutterland die amerikanischen Kolonien in die Freiheit. Das bis dahin von den Briten beanspruchte Herrschaftsgebiet zwischen Florida bis zur kanadischen Grenze fiel an die 13 amerikanischen Kolonien. Das Gebiet westlich der Appalachen war nun freigegeben zur Eroberung und Besiedlung. Das amerikanische Territorium hatte sich fast verdoppelt.

Im April 1789 wurde George Washington zum ersten Präsidenten der neu gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Er blieb bis 1797 im Amt. Den Text der Unabhängigkeitserklärung hatte Thomas Jefferson verfasst. Von 1801 bis 1809 war er selbst Präsident.

Das Bild Georgs Washingtons und Thomas Jeffersons zieren mehrere amerikanische Dollarscheine und Münzen. Bis heute gedenken die Amerikaner am 4. Juli mit landesweiten großen Feierlichkeiten der Unabhängigkeitserklärung der Gründerväter am 4. Juli 1776.

Bewaffnete Konflikte und kriegsentscheidende Schlachten

19. April 1775

Feinseligkeiten zwischen amerikanischen Siedlern und britischer Armee in Lexington und Concord.

10. Mai 1775

Erfolgreicher Überfall amerikanischer Rebellen auf das für die Engländer strategisch wichtige Fort Ticonderoga.

Juni 1775 bis März 1776

General George Washington
George Washington als Oberbefehlshaber der Armee

Erfolgreiche Belagerung der Stadt Boston durch die amerikanischen Aufständischen. Hier fand die erste größere Schlacht des Unabhängigkeitskrieges statt. General George Washington hatte das formale Kommando übernommen. Die Briten erlitten Verluste von 1.000 Mann, zweieinhalb Mal so viel wie die Amerikaner.

1775/1776

Der Kontinentalkongress genehmigte die Invasion Kanadas. Die Hoffnung bestand dahingehend, die Engländer, die neben den amerikanischen Kolonien auch große Teile Kanadas für sich beanspruchten, mithilfe der Franzosen aus Nordamerika zu vertreiben. Die Amerikaner hofften auf Kanada als 14. Kolonie. Da die Franzosen gleichfalls ein großes Interesse an dem kanadischen Territorium hatten, hoffte man auf eine militärische Zusammenarbeit.

Die Schlacht von Quebec forderte 199 Tote aufseiten der Amerikaner, unter denen sich auch ihr Anführer Brigadegeneral Montgomery befand. Die Engländer widerstanden den Angriffen der Amerikaner und konnten diese Auseinandersetzung schließlich für sich entscheiden.

Februar bis Juni 1776

Während einige bewaffnete Auseinandersetzungen in den südlichen Kolonien erfolgreich verliefen, zogen die Amerikaner bei der Schlacht um New York den Kürzeren. Dennoch versuchte man sich in Friedensgesprächen, die jedoch an der Forderung der Briten, die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung aufzuheben scheiterten.

Dezember 1776/Januar 1777

Die bewaffneten Auseinandersetzungen in Trenton New Jersey und Princeton in Pennsylvania verliefen für beide Seiten mal positiv, mal negativ. Entscheidende Impulse gaben diese beiden Schlachten jedoch nicht. General George Washington und der britische General Howe zogen sich in ihre Winterquartiere zurück. Es war eine Art Patt-Situation entstanden, in der beide Generäle nur sehr eingeschränkte und wenig Erfolg versprechende militärische Optionen hatten.

Juli bis Oktober 1777

Die Schlacht von Saratoga stellte einen Wendepunkt für die amerikanische Kontinentalarmee dar, denn nach zahlreichen Scharmützeln konnten die Amerikaner diese Auseinandersetzung für sich entscheiden.

September bis Oktober 1777

Die Schlachten in Brandywine und Germantown konnten die Briten für sich entscheiden. Nach den anfänglichen Erfolgen von Saratoga bedeuteten diese verlorenen Auseinandersetzungen einen schweren moralischen Rückschlag für die Amerikaner.

28. Juni 1778

Die Schlacht von Mamouth hätte durchaus erfolgreich für die Amerikaner verlaufen können. Allerdings nutzte ihr Anführer, General Lee, einige strategisch wichtige Vorteile nicht aus und zog sich im entscheidenden Moment zurück. General George Washington übernahm das Kommando. Allerdings konnten weder die Briten noch die Amerikaner diese Schlacht für sich entscheiden.

Ab Dezember 1778

Im Dezember 1778 kehrte die französische Flotte aus der Karibik zurück und griff nun zugunsten der Amerikaner in das Kriegsgeschehen ein, da die Franzosen gleichfalls ein Interesse an der Zurückdrängung der Engländer hatten. Unter Leitung von General Benjamin Lincoln und Admiral Jean-Baptiste d’Estaing konnten 1.500 Amerikaner und 5.000 Franzosen 3.200 Briten aus Savannah vertreiben.

März bis Mai 1780

Die schwerste Niederlage für die Amerikaner war die Belagerung von Charleston, die die Briten für sich entscheiden konnten.

Cowpens, Januar 1781

Die strategisch wichtige Schlacht von Cowpens am 17. Januar 1781 brachte für die Amerikaner endlich wieder einen Erfolg, denn hier wurde ein großer Teil der britischen Armee vernichtend geschlagen.

März bis Mai 1781

In den Schlachten um Pensacola, Florida, eroberten die Spanier die letzte noch bestehende britische Marinebasis im Golf von Mexiko. Die Spanier brachten der britischen Armee eine entscheidende Schwächung bei, von der auch die Amerikaner profitierten.

September bis Oktober 1781

In diese Zeit fielen die strategisch wichtigen und letztendlich für den Ausgang des Unabhängigkeitskrieges entscheidenden Schlachten um Yorktown. General George Washington war der Aufbau einer Nordarmee gelungen, die von 4.800 Franzosen unter dem Kommando von Generalleutnant Jean Baptiste de Rochambeau unterstützt wurden. Wenig später kamen noch einmal 3.800 französische Soldaten aus einer anderen Einheit hinzu.

Insgesamt bildeten Amerikaner und Franzosen eine 15.000 Mann starke Truppe, der 7.200 Briten gegenüberstanden. An diesem Tag bat der britische Kommandeur Cornwallis um einen Waffenstillstand, nachdem Versuche, strategisch wichtige Punkte zurückzuerobern, gescheitert waren. Mit dem Frieden von Paris erkannten die Briten schließlich die Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien an. Die britische Herrschaft in der Neuen Welt war damit beendet.

Die Gründerväter

Nicht nur der Mut, Kampfgeist und Durchhaltewillen entschieden den Unabhängigkeitskrieg letztendlich für die amerikanischen Kolonisten, sondern auch die Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, die nur zwei Jahre nach Beendigung des Krieges aus der Taufe gehoben wurden.

Neben dem ersten Präsidenten, George Washington, befanden sich unter diesen Gründervätern weitere spätere US-Präsidenten wie Thomas Jefferson, John Adams, James Madison, James Monroe, John Quincy Adams und Andrew Jackson. John Adams und Thomas Jefferson waren unter den 56 Unterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung.

Thomas Jefferson gilt als Hauptautor dieser für die Amerikaner bis zum heutigen Tage wichtigsten Erklärung ihrer Geschichte. Neben George Washington unterzeichnete ein weiterer späterer Präsident, James Madison, die bis zum heutigen Tage geltende amerikanische Verfassung.

Unter den 39 Unterzeichnern dieses Dokumentes befand sich auch der erste Finanzminister der USA, Alexander Hamilton, ein ehemaliger politischer Weggefährte Thomas Jeffersons. Die beiden Männer entzweiten sich jedoch wenig später aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen betreffend die politische Ausrichtung der noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika.

Auf diesen politischen Streit ist auch die Gründung der beiden großen Parteien, den Demokraten und Republikanern zurückzuführen. Thomas Jefferson war an der Formulierung und Unterzeichnung der Verfassung nicht beteiligt, da zu diesem Zeitpunkt als Botschafter in Paris weilte. Allerdings gelten nicht nur die Unterzeichner dieser beiden wichtigen Dokumente als Gründerväter Amerikas, sondern alle diejenigen, die sich in der einen oder anderen Weise um die Unabhängigkeitsbewegung und den daraus resultierenden Unabhängigkeitskrieg verdient gemacht hatten.

Viele dieser Namen sind heute nicht mehr geläufig, die bekanntesten sind neben George Washington und Thomas Jefferson einige weitere US-Präsidenten. Obwohl Benjamin Franklin nie Präsident war, gehört er zu den bekanntesten Gründervätern der Nation. Er ist der einzige, der sowohl die Unabhängigkeitserklärung, die amerikanische Verfassung und den Friedensvertrag mit dem britischen Königreich nach dem gewonnenen Unabhängigkeitskrieg unterzeichnete. Er war Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann.

Der Wagemut der Gründerväter

Ohne den Wagemut dieser Männer und der herausragenden politischen, wirtschaftlichen und juristischen Bildung der Führungsfiguren wäre die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung vermutlich nicht so schnell entstanden und der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg vielleicht weniger erfolgreich gewesen.

Die Mehrheit der Gründerväter verfügte über eine überdurchschnittliche Universitätsbildung, einige von ihnen waren Juristen, obwohl nicht alle von ihnen damit auch ihren Lebensunterhalt bestritten. Einige dieser Männer verfügte über weitgehende politische Erfahrungen in verschiedenen Ämtern, unter ihnen Thomas Jefferson und Alexander Hamilton. Hinzu kam Erfahrung in den einzelnen Kolonial- und Staatsregierungen.

Unter den Mitgliedern befanden sich auch viele Kaufleute, Bankiers und sogar einige Farmer. Einige dieser Mitglieder besaßen Sklaven wie Thomas Jefferson und James Madison, andere waren Vorarbeiter auf großen Plantagen. Ferner verfügten viele der Mitglieder über eine entsprechende Kolonieerfahrung, da sie in mehreren der Gründerstaaten gelebt hatten. Fast alle Kongressmitglieder waren in den Kolonien geboren, nur wenige von ihnen kamen aus Übersee wie Irland, Schottland und den Westindischen Inseln.

Neben den späteren Präsidenten führten auch viele der weiteren Kongressmitglieder später ein Leben, das sie in den Dienst der neu gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika stellten. Schließlich hatten sie mit ihrer Unabhängigkeitsbewegung und dem Unabhängigkeitskrieg genau für diese Sache gekämpft.

So führte der Weg einiger der Männer in öffentliche Staatsämter, manche waren in diplomatischer Mission unterwegs, wiederum andere führten Banken. Alexander Hamilton wurde erster Finanzminister unter dem ersten Präsidenten George Washington.

Ein weiterer Vorteil war, dass viele dieser Gründerväter auch Mitglied des Kontinentalkongresses waren, der zwischen 1774 und 1789 immer wieder tagte. Gegenstand der Beratungen waren stets die Unabhängigkeitsbestrebungen, die schließlich zum Unabhängigkeitskrieg gegen das britische Mutterland führen sollten.

Der Kontinentalkongress

Der Erste Kontinentalkongress wehrte sich gegen das Einquartierungsgesetz der britischen Regierung, das die Kolonisten zwang, britische Soldaten bei sich einzuquartieren und zu beherbergen. Ferner beschlossen die Mitglieder eine einjährige Im- und Exportsperre gegenüber Großbritannien. Einer der wichtigen Berater war John Adams, der spätere zweite Präsident.

Virginia entsandte George Washington, den späteren ersten Präsidenten. Hauptaufgabe des Zweiten Kontinentalkongresses war die Vorbereitung des Unabhängigkeitskriegs. Thomas Jefferson legte seine erste Fassung der Unabhängigkeitserklärung vor, die durch den Präsidenten des Kongresses, John Hancock angenommen und unterzeichnet wurde.

Der Konföderationskongress

Der Konföderationskongress wurde während der letzten Phase des Unabhängigkeitskrieges im März 1781 gegründet. Die rechtliche Grundlage bildeten die Konföderationsartikel, die am 15. November 1777 als erste Verfassung vom Zweiten Kontinentalkongress verabschiedet worden waren. Diese traten am Gründungstag des Kontinentalkongresses in Kraft, nachdem die 13 Gründerstaaten die Konföderationsartikel während der vorausgegangenen drei Jahre ratifiziert hatten.

So mutig und erfolgreich die Unabhängigkeitsbewegung mit der Unabhängigkeitserklärung vom 04. Juli 1776 und die darauffolgende Bildung der Konföderation auch waren, so brauchte es dennoch mehr als die gut gebildeten und politisch erfahrenen Gründerväter, um den Unabhängigkeitskrieg zu gewinnen. Erst das aktive Eingreifen durch die Franzosen zugunsten der amerikanischen Kolonien wendete das bis dahin siegreiche Blatt für die gut ausgebildete und erfahrene Armee Englands.

Die Hauptkampfhandlungen zogen sich bis 1781 hin und endeten erst mit der Schlacht um Yorktown. Offiziell endete der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg mit dem Vorfrieden vom 30. November 1782 und dem Frieden von Paris am 3. September 1883.

Die Ausgangslage der Amerikaner war denkbar schlecht

Die Ausgangslage der 2,5 Millionen aufständischen amerikanischen Siedler war am Anfang trotz allen Mutes, gut gebildeter Anführer und dem Führungskommando von General George Washington denkbar schlecht. Im Gegensatz zu den Briten verfügten die Amerikaner über keine gut strukturierte und ausgebildete Armee. Die während der Unabhängigkeitsbewegung entstandene Kontinentalarmee konnte sich kaum so nennen, denn sie bestand aus einer 15.000 Mann starken Milizentruppe aus unterschiedlichen Kolonien. Die Engländer hatten nicht nur den Vorteil einer gut ausgebildeten und erfahrenen Armee, sondern auch noch die Verstärkung von 30.000 aus den deutschen Staaten angeheuerten Söldnern.

Die Loyalisten der britischen Krone

Allerdings hatte es auch aufseiten der Amerikaner sogenannte Loyalisten gegeben, die sich während des Unabhängigkeitskrieges und auch anschließend auf die Seite der britischen Monarchie stellten. Sie verließen den neuen Unabhängigkeitsbereich der 13 Gründerkolonien und ließen sich in anderen Teilen der britischen Überseegebiete oder in Großbritannien nieder. Unter den Loyalisten befanden sich auch viele Schwarze, die bei einem Sieg Großbritanniens auf die Beendigung der Sklaverei hoffen.

Selbst aufseiten der amerikanischen Eliten gab es Anhänger der britischen Monarchie. Sie beabsichtigen nicht, die komplette Unabhängigkeit vom britischen Mutterland herbeizuführen, sondern wollten lediglich den Einfluss des britischen Parlaments in den 13 Kolonien reduzieren.

Ihre politischen Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht, als dieses Ansinnen in Großbritannien abgelehnt wurde. Dennoch waren einige Loyalisten gegen die Unabhängigkeitsbewegung oder standen ihr zumindest abwartend gegenüber.

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