Maryland

The American Way of Life in Maryland erleben 

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Der an der Atlantikküste liegende US-Bundesstaat Maryland ist durch seine zahlreichen Wasserstraßen und Küstenregionen bekannt. Die größte Stadt des Bundesstaats ist Baltimore, die auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Die Hauptstadt ist Annapolis.

Maryland ist auch unter den Namen „Old Line State“ oder „Free State“ bekannt. Er war der 7. Staat von 13 Gründerstaaten, die der Union beitraten. Mit einer Fläche von 6.447 Quadratkilometern ist Maryland recht klein, dafür aber vielseitig. Besucher finden hier große Metropolen, aber auch verschlafene Fischerdörfer und abseits gelegene Hügel der Appalachen. Trotz seiner kleinen Fläche gehört Maryland zu den dicht besiedelsten Bundesstaaten der USA.

Maryland: Fakten

  • Fläche: 32.133 qkm
  • Einwohner: 3.773.552
  • Abkürzung: MD
  • Hauptstadt: Annapolis
  • Ortszeit: GMT -4
  • Spitzname: The Old Line State

Karte von Maryland

Maryland Karte
Karte von Maryland | © nationalmap.gov

Maryland: Geografie

Das Gebiet von Maryland ist rund 32.100 Quadratkilometer groß und liegt 105 Meter über dem Meeresspiegel. Die größte Flussmündung der USA ist die Cheasapeake Bay, die von Maryland und Virginia umgeben ist. Die Wasserfläche ist über 300 Kilometer lang. Der schmalste Punkt mit seinen 6,5 Kilometern liegt bei Annapolis, der Hauptstadt des Bundesstaats.

Rund 20 Prozent der Fläche Marylands ist mit Wasser bedeckt. Im Norden liegt Pennsylvania und Delaware und der Atlantik. Im Süden und im Westen liegen Virginia, West Virginia und Washington, D.C. Die Besucher treffen hier auf sandige Ufer und in Küstengebiete herrschen Sumpfgebiete vor. Auf einer Länge von 2.400 Kilometern erstrecken sich die Appalachen. Sie beginnen in der kanadischen Provinz Quebac und enden in Alabama.

Geografisch ungefähr in der Mitte der Ostküste gelegen hat der Bundesstaat Maryland eine eigenartige Form. Der dicht besiedelte Staat mit dem Ballungsraum Baltimore und einigen Vororten von Washington D.C. bietet einige Gegensätze.

Auf der einen Seiten städtisches Leben, auf der anderen Seite ruhige Appalachendörfer und die tief ins Binnenland einschneidende Chesapeake Bay mit ihren einstmals reichen Austernbänken und hohem Fischbestand, die aber heute leider an Überfischung leiden. So kann man in Maryland ruhige Fischerdörfer entdecken oder durch die hügelige Landschaft wandern oder die hiesigen Metropolen besuchen. Aufgrund seiner Vielfalt nennt man Maryland auch gerne Amerika im Kleinformat.

Annapolis Maritimes Flair
Annapolis an der Chesapeake Bay bietet reichlich maritimes Flair

Der Hove Crest ist mit 1.024 m der höchste Punkt auf dem Staatsgebiet, dass bei Hancock die schmalste Stelle (gerade einmal 2 km) besitzt. Hier kann man innerhalb weniger Minuten drei Bundesstaaten besuchen: Pennsylvania, Maryland und Virginia. Etwas größer als Belgien ist Maryland einer der kleineren US-Bundesstaaten, sein Motto ist ebenfalls besonders, denn es ist auf Italienisch formuliert: Fatti Maschii parole femine, was in etwa bedeutet, dass „männliche Taten und weibliche Worte“ die ideale Kombination ergeben.

Maryland: Klima und Wetter

Das Klima in Maryland ist maritim-gemäßigt mit häufigen Niederschlägen. Die durchschnittliche Maximaltemperatur liegt bei 31 °C, die Minimaltemperatur bei -2 °C. Die Niederschlagsmengen sind in den Monaten Juli bis September am höchsten.

Klimatabelle

 Temperatur °CNiederschlagrelative
Feuchte
Sonne
Wasser
Jahr1991274-677,1 16
max. Ømin. ØmmTageh/Tag°C
Jan6,9-1,2 769664,93
Feb7,8-1,2 589635,63
Mär12,2 2,28710616,88
Apr18,9 7,68210597,314
Mai24,513,2 11010658,220
Jun29,1 18,21068699,825
Jul3120,6 1478709,228
Aug29,9 19,81868728,528
Sep26,315,9 1447737,8 25
Okt20,3 9,8 1268716,8 18
Nov13,7 4,1 83967612
Dez7,7 -0,5 699664,65

Aktuelles Wetter

Maryland - 20 August
28° 28°

Aufgelockerte Bewölkung

28°

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Hinweis: Für die hier zur Verfügung gestellten Klima und Wetterdaten kann USA-Info.net keine Gewähr geben.

Sehenswürdigkeiten in Maryland

Baltimore

Zweifellos ist die Stadt ein beliebter Anziehungspunkt für die Besucher. Ein besonderer Besuchermagnet ist das Hafenviertel Inner Harbor. Wassertaxis verbinden die wichtigsten Punkte der Stadt miteinander. Besonders interessant ist das Baltimore maritime Museum oder das Maryland Science Center.

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Annapolis

Die Hauptstadt liegt 50 Kilometer von Baltimore entfernt. Der historische Stadtkern ist besonders sehenswert. eine weitere Attraktion ist die U.S. Naval Academy. Hier werden die Marineoffiziere ausgebildet und Besucher können hier an Rundfahrten teilnehmen.

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Chesapeake & Ohio Canal National Historical Park

Der Kanal wurde gebaut, um Washington D.C. mit Pittsburgh zu verbinden. Er ist seit 1828 unverändert und zieht sich von Cumberland bis Georgetown. Besonders interessant ist die Route für die Mountainbiker.

Ocean City

Der Strand am Atlantik zieht mit seinen zehn Meilen jedes Wochenende viele Besucher an.

Baltimore Hubschrauber Tour

Wen es hoch in die Lüfte zieht, der sollte einen Hubschrauberflug über Blatimore nicht versäumen. Aus der Vogelperspektive bietet sich den Passagieren ein atemberaubender Ausblick auf die Stadt.

Fort McHenry

Das ehemalige Fort wurde im britisch-amerikanischen Krieg während der Nacht des 14. September 1814 bombardiert. Diese Schlacht war eine der wichtigsten im britisch-amerikanischen Krieg. Heute ist es eine Gedenkstätte und der zeremonielle Flaggenwechsel zieht immer wieder die Besucher an.

Chesapeake Bay Bridge

Sie ist mit einer Länge von 37 Kilometern eine der größten Brückentunnel weltweit. Zwischen 1960–1964 entstand der erste Bauabschnitt. Fertiggestellt wurde sie zwischen 1995–1999. Sie verbindet Hampton Roads, Virginia mit der Delmarva Halbinsel. Der Bau der Brücke wurde notwendig, weil ansonsten die Strecke mehrere hundert Kilometer lang war.

Assateague Island

Diese unbewohnte Insel erstreckt sich von Maryland bis Virginia. Sie hat eine Länge von 60 Kilometer. Hier gibt es Sandstrände, Buchten Marschland. Das Besondere an der Insel sind die noch wild lebenden Ponys. Die Insel ist für Touristen geöffnet.

Flüsse und Seen in Maryland

Charakteristisch für Maryland sind die vielen Seen und Flüsse, an denen man Wildwasser-Rafting, Bootfahren oder einfach nur die Seele baumeln lassen kann. ein besonderes Highlight ist Great Falls. Es sind die wildesten Stromschnellen des Potomac. Es führt ein rund acht Kilometer langer Wanderweg entlang, der einen atemberaubenden Blick auf die Fluten des Flusses gibt.

Weitere Seen gibt es in Garrett County. Hier liegt der Deep Lake, der größte See in Maryland mit vielen Freizeiteinrichtungen. Wasserski, Segeln, Schwimmen oder Kanufahren sorgen für einen abenteuerlichen Aufenthalt.

Überhaupt ist diese Region voller Wasserstraßen, die nur darauf warten, von den Besuchern erforscht zu werden. Ein Besuch der Insel verspricht ein ereignisreicher Tag zu werden, denn wo bekommt man noch freilaufende wilde Ponys zu sehen. Ein weitere Sehenswürdigkeit auf der Insel ist der Leuchtturm aus dem Jahr 1867.

Aktivitäten in Maryland

Die Geschichte von Maryland

Maryland erhielt seinen Namen durch Lord Baltimore, der das Gebiet nach der Königin Henrietta Maria (Ehefrau von König Karl I. von England) benannte. In Maryland entstanden das erste katholische Bistum und die erste katholische Kathedrale der USA, überhaupt war die religiöse Toleranz hier höher als in den anderen Kolonien. Am 28. April 1788 wurde Maryland ein vollständiger US-Bundesstaat. Politisch gilt Maryland eher als Blue State, also als Unterstützer der Demokratischen Partei der USA.

Als die Briten 1814 versuchten Fort McHenry bei Baltimore einzunehmen und am anderen Morgen immer noch die US-Flagge über der Festung wehte, schrieb Francis Scott Key die Nationalhymne der USA. Maryland schaffte die Sklaverei 1864 ab und stand auf den Seiten der Nordstaaten.

Die ersten Siedler kamen 1634 nach Maryland. Unter den protestantischen Kolonien war der Bundesstaat der einzig katholische. Hier entstand das erste katholische Bistum und die erste katholische Kathedrale in den USA.

Im 17. Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Glaubensgruppen der Katholiken, Anglikanern und Puritaners. Im Jahr 1649 entstand das Maryland Toleranz Gesetz. Es tolerierte ausdrücklich andere Konfessionen und gilt seitdem als Vorläufer des 1. Verfassungszusatzes.

In den 1760er Jahren geriet der Bundesstaat wieder in den Fokus der Öffentlichkeit durch den Bau der Mason-Dixon-Linie. Die Namensgeber waren die Geometer Charles Mason und Jeremiah Dixon, die aufgrund Territorialzwistigkeiten zwischen den Familien Penn und Calvert diese Linie ziehen sollten um zu schlichten. Diese Grenze trennt traditionell die Südstaaten von den Nordstaaten. Wenig später entstand die Hauptstadt des Landes, Washington D.C.

Einen Namen machte sich der Bundesstaat während des Unabhängigkeitskrieges. Die Briten hatten vergeblich versucht, Zugriff zu erlangen. Die Entscheidung fiel in der Schlacht von Baltimore in der Niederlage der Briten. Die Truppen wurden daraufhin von Präsident George Washington als „Retter der Nation“ geehrt.

Heute gehört Maryland zu den reichsten Bundesstaaten der USA. Der Hauptwirtschaftsfaktor war zunächst die Fischerei. Seitdem wuchs der Staat ständig weiter. Heute ist Maryland das Zentrum für Technologie und Raumfahrt.

Flagge von Maryland

Maryland FlaggeMaryland Flagge Wappen

Maryland, My Maryland

Die Hymne des Staates, Maryland, My Maryland, ist dagegen eher deutschen Herkunft und geht auf das Lied „O Tannenbaum“ zurück. Maryland nennt man auch „The Old Line State„, was militärischen Ursprungs ist, „Free State“ bezieht sich auf die liberale Haltung und „Chesapeake Bay State“ auf die geografischen Gegebenheiten. Etwa 60% der Bewohner des Staats sind europäischen Abstammung, der Anteil der Afroamerikaner liegt ungefähr bei einem Drittel. Ansonsten leben hier noch Asiaten und wenige indigene Gruppen. Hispanics machen ungefähr 6% der Bevölkerung aus.

Baltimore ist mit weitem Abstand die größte Stadt in Maryland, neben dieser Metropole gibt es noch andere Städte wie Frederick, Rockville, Gaithersburg, Bowie und Hagerstown sowie die Hauptstadt Annapolis. Wirtschaftlich spielen immer noch der Agrarsektor mit Geflügel- und Rinderzucht, Getreide- und Sojaanbau sowie Milchwirtschaft und die Fischerei eine wichtige Rolle. Daneben kommen moderne Industriezweige wie Bio- und Medizintechnologie, Elektronik und Maschinenbau sowie die chemische Industrie hinzu.

Auch der Tourismus spielt eine gewisse Rolle, insbesondere auch im Naherholungsbereich aus den großen Metropolen wie Washington D.C., Baltimore und Philadelphia. Maryland ist auch ein beliebter Bildungsstandort, die Universitäten wie die University of Maryland, die Johns Hopkins University sowie die Militärakademie der Navy (United States Naval Academy) haben ihren Sitz in Maryland.

Auch die National Security Agency (NSA) hat ihren Sitz der Crypto City im Staatsgebiet von Maryland, nämlich in Fort Meade einige Kilometer nördlich von Washington D.C.

Segelgebiete, einsame Strände und Wildpferde

Strategisch liegt Maryland nicht nur nah an der Hauptstadt der USA, sondern auch im Schnittpunkt zwischen den Nord- und den Südstaaten. Wer sich für den Amerikanischen Bürgerkrieg (Sezessionskrieg) interessiert, kann mehr über die Geschichte dieser Zeit an den Civil War Trails erfahren.

In diesem Zusammenhang ist auch die Schlacht von Antietam zu nennen, die eine der blutigsten im Bürgerkrieg war und an die bis heute das Antietam National Battlefielderinnert. Im nahen Frederick kann man dazu das National Museum of Civil War Medicinebesuchen, das älteste Haus der Stadt heißt übrigens Schifferstadt, ein vom deutschen Einwanderer Joseph Brunner um 1750 erbautes Haus, dass heute das Schifferstadt Architectural Museum beinhaltet.

Die Metropole Baltimore bietet reichlich Sehenswürdigkeiten wie etwa das imposante Nationalheiligtum, die Basilika Mariä Himmelfahrt oder das Wohnhaus und Grab von Edgar Allan Poe. Interessant ist auch die von deutschen Lutheranern gegründete Zion Church of the City of Baltimore, wo seit 1755 Gottesdienste in deutscher Sprache abgehalten werden. Kunstinteressierte werden sich in Baltimore wohlfühlen, Besuche im Baltimore Museum of Art, im Walters Art Museum und im Contemporary Museum bieten sich an.

Wassersportfreunde und Angler werden die Möglichkeiten an der Chesapeake Bay zu schätzen wissen. Diese größte Flussmündung der USA ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und bietet allerlei Zerstreuung in der Natur. Annapolis liegt ebenfalls an dieser Bucht und ist eine florierende Hafenstadt mit zahlreichen kleinen Häfen und Marinas sowie schönen Segelyachten.

Die Segelsaison ist aufgrund des milden Klimas eigentlich ganzjährig und so ist hier immer etwas zu entdecken. Was viele nicht wissen: neun Monate hatte Annapolis nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg die Funktion der Hauptstadt der USA!

Sehenswert ist auch die Marineakademie der Vereinigten Staaten, die sich ebenfalls hier befindet, außerdem sollte man sich das Maryland State House anschauen, das einige Jahre älter ist als das von Washington D.C. Wer sich für die Geschichte interessiert, der sollte das Hammond-Harwood-House oder das Banneker-Douglass Museum besuchen. Das U.S. Naval Academy Museum befindet sich in der Preble Hall der Stadt.

Eine sehenswerte Anlage ist auch das Paca House and Garden, ein gepflegtes historisches Anwesen.

Unberührte Strände und interessante Marschzonen findet man auch im Assateague Island National Seashore. Entlang der Wanderwege trifft man auf Wildpferde und andere interessante Tiere. Auch das Blackwater-Naturreservat ist einen Besuch wert.

Während des Spring Breaks, also den ein- bis zweiwöchigen Frühlingsferien an den US-amerikanischen Colleges ist Ocean City ein beliebter Ort geworden. Dann ist es eigentlich schon überlaufen, der Ort lohnt mit seinen Attraktionen und besonders mit dem langen Sandstrand immer einen Besuch.

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