Martin Luther King Day

Martin Luther King Day – ein geschichtsträchtiger Gedenktag

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Seit 1986 wird in den USA ein ganz besonderer Tag gefeiert – der Martin Luther King Day. Als Sprachrohr der afroamerikanischen Bevölkerung der USA erlangte Martin Luther King Jr. im gesamten Land große Bekanntheit. Seine Predigten von Gewaltlosigkeit mitsamt friedlicher Protestbewegungen halfen, die Gleichberechtigung der Afroamerikaner voranzutreiben. Inzwischen wird der geschichtsträchtige Gedenktag immer am dritten Montag im Januar gefeiert.

Wann findet der Martin Luther King Day in den nächsten Jahren statt?

  • Montag, 20. Januar 2020
  • Montag, 18. Januar 2021
  • Montag, 17. Januar 2022
  • Montag, 16. Januar 2023
  • Montag, 15. Januar 2024
  • Montag, 20. Januar 2025
  • Montag, 19. Januar 2026
  • Montag, 18. Januar 2027
  • Montag, 17. Januar 2028

Wer war Martin Luther King Jr.?

 

Martin Luther King im Steckbrief
Martin Luther King im Steckbrief

Martin Luther King Jr. wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta im Bundesstaat Georgia geboren. Zu seinen Lebzeiten war er als schwarzer Geistlicher tätig, sodass er den Titel Doktor trug. Neben seiner Arbeit als Baptistenpfarrer erlangte er nationale Bekanntheit als Bürgerrechtler. Er setzte sich vermehrt gegen die soziale Ungerechtigkeit sowie Unterdrückung der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA ein. Zudem galt er als einer der herausragendsten Vertreter der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegungen.

Seine Bekanntheit erlangte Martin Luther King zwischen Mitte der 1950er und 1960er Jahre. Bis heute gilt er als der bekannteste Sprecher des sogenannten Civil Rights Movements. Mitte des 20. Jahrhunderts besaß die afroamerikanische Bevölkerung der USA zwar das Bürgerrecht. Dennoch herrschte noch immer eine Rassentrennung.

Vor allem in den Südstaaten trat diese vermehrt auf. Martin Luther King wollte die Rassentrennung im gesamten Land mit seiner friedlichen Bewegung beenden, indem er religiöse Begründungen predigte und an entsprechenden Aktionen teilnahm.

Durch Kings Einsatz mitsamt seiner Wirkkraft gelang es dem Civil Rights Movement, letztendlich zu einer Massenbewegung zu werden. Die meist friedlichen Protestbewegungen sorgten dafür, dass die Rassentrennung in den gesamten Vereinigten Staaten aufgehoben wurde. Somit erhielten die Afroamerikaner in den USA nicht nur das volle Bürgerrecht, sondern ebenso ein uneingeschränktes Wahlrecht. Dies war vor allem in den Südstaaten neu. Zugleich wurden öffentliche Einrichtungen wie etwa Schulen und Busse, in welchen zuvor eine strikte Rassentrennung herrschte, für alle Bewohner zugänglich.

Durch seinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit erhielt Martin Luther King Jr. schließlich 1964 den Friedensnobelpreis. Obwohl King mit seinem Engagement der afroamerikanischen Bevölkerung wesentlich half, stoppte er seine Reden nicht. Am 28. August 1963 hielt er im Rahmen eines Friedensmarsches auf Washington seine berühmte Rede „I have a dream“. Die Rede hörten mehr als 250.000 Menschen, welche sich am Lincoln Memorial versammelten. In seiner Rede gab er kund, dass alle Menschen gleich sind und er hoffe, dass die Nation eines Tages diese Bedeutung auch verstehen werde.

Obwohl sein Engagement national von Weißen wie Farbigen anerkannt wurde, besaß King viele Feinde. Schließlich wurde er am 4. April 1968 durch einen rassistischen Attentäter ermordet. Seine Beisetzung fand am 9. April 1968 statt. Martin Luther King Jr. wurde am South View Cemetery in Atlanta beerdigt. Der South View Cemetery galt als Friedhof für Schwarze. An seiner Beerdigung nahmen 50.000 Menschen teil.

Die Geschichte des Martin Luther King Days

Martin Luther King Jrs. Einsatz für die Gleichberechtigung der afroamerikanischen Bevölkerung zeigte nicht nur Zuspruch während seiner Lebzeiten. Bereits kurz nach seiner Ermordung kam die Idee auf, dem Bürgerrechtler einen eigenen Feiertag zu widmen. Der Wunsch stammte hierbei von John Conyers, einem afroamerikanischen Kongressabgeordneten.

Dennoch dauerte es bis 1986, bis King einen eigenen Gedenktag erhielt. Knapp 20 Jahre nach seinem Tod wurde Martin Luther King Jr. mit dem Martin Luther King Day überall in den USA gedacht. Anders als viele Feiertage besitzt der Gedenktag kein fixes Datum. Er wird immer jedes Jahr am dritten Montag im Januar gefeiert. Folglich findet er um Kings Geburtstag am den 15. Januar herum statt.

Feierlichkeiten zum Martin Luther King Day

Zu Beginn wurde der Martin Luther King Day nahezu nur in Bundesstaaten gefeiert, in welchen die Bevölkerung vermehrt aus Afroamerikanern bestand. Erst im Jahr 2000 wurde er als offizieller Feiertag in sämtlichen Bundesstaaten eingeführt.

Aufgrund seines jungen Alters besitzt der Martin Luther King Day anders als viele Feier- und Gedenktage noch relativ wenig Bräuche. In manchen Städten finden vereinzelt kleine Feste statt, welche Martin Luther King und seinem Bemühen gedenken. Zugleich besuchen viele Afroamerikaner an diesem Tag die Kirche, da in vielen Gemeinden dort gesungen wird.

Seit 1994 nimmt zugleich die Idee der Freiwilligenarbeit vermehrt zu. Der sogenannte „Martin Luther King Day of Service“ wurde diesbezüglich von John Lewis, einem Kongressabgeordneten, und Harris Wofford, einem ehemaligen US-Senator, ins Leben gerufen. Teilnehmer engagieren sich an diesem Tag sozial in ihren Kommunen und Gemeinden. Auch Nichtregierungsorganisationen und gemeinnützige Organisationen setzen sich an diesem Tag vermehrt sozial ein.

Große Akzeptanz erhält der Martin Luther King Day in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Am inzwischen nationalen Feiertag wird dort über das Leben Martin Luther Kings sowie über sein Werk gesprochen. Somit werden Schüler mit dem Einsatz des Bürgerrechtlers vertraut gemacht. Manche Bundesstaaten in den USA kombinieren außerdem den Gedenktag mit anderen Feiertagen.

In Arizona und New Hampshire zum Beispiel findet zeitgleich der Civil Rights Day statt. In Idaho hingegen wird am selben Tag der Human Rights Day begangen. Auch der Geburtstag von General Robert E. Lee, welcher durch den amerikanischen Bürgerkrieg bekannt wurde, wird in manchen Bundesstaaten gleichzeitig mit dem Martin Luther Kings Day gefeiert.

Soziale Akzeptanz des Martin Luther King Days

Martin Luther King Jrs. Engagement für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner in den USA erhielt während seiner Lebzeiten nicht überall Zuspruch. Während viele Afroamerikaner sich den Bürgerrechtsbewegungen anschlossen, wehrten sich dafür zahlreiche Weiße gegen die Abschaffung der Rassentrennung.

Nach wie vor erhält der Gedenktag nicht bei allen Bewohnern der USA Akzeptanz und Zuspruch. Lediglich 33 Prozent aller Arbeiter haben am Martin Luther King Day frei und können den Feiertag uneingeschränkt für einen sozialen Einsatz nutzen. Beamte und Angestellte des Staates hingegen müssen am Gedenktag definitiv nicht arbeiten. Der Anspruch auf einen arbeitsfreien Tag besitzen Weiße wie Afroamerikaner gleichermaßen, sodass hier keine Ausnahme gemacht wird.

Flexibler Gedenktag

Anders als viele Gedenktage in den USA wird der Martin Luther King Day als flexibler Feiertag gehandhabt. Unabhängig von Kings Geburtstag findet der Gedenktag immer am dritten Montag im Januar statt. Die Tradition stammt aus dem angelsächsischen Raum, wo der Geburtstag der geehrten Person für den Gedenktag herangezogen wird. In den USA wird dafür meist der Todestag der Person verwendet.

Neben der Tradition zeigt sich das Datum für viele Personen praktisch, da sie ein verlängertes Wochenende erhalten. Jene Personen, welche sich an diesem Tag nicht sozial engagieren, verreisen meist auf einen Kurztrip oder besuchen mit Freunden und Familien Einrichtungen sowie Events.

Je nach Jahr kann es passieren, dass der Gedenktag tatsächlich auf den Geburtstag von Martin Luther King fällt. Somit wird er meist zwischen 15. Und 21. Januar gefeiert. Zugleich ist der Gedenktag für viele USA-Reisende interessant, da sie besondere Feierlichkeiten und Events beiwohnen können. Die Teilnahme an sozialen Arbeiten oder Veranstaltungen ist hierbei ebenfalls für Urlauber möglich. Wer nach eigenen Events am Martin Luther King Day sucht, muss seine Reise allerdings speziell in Städten planen, in welchen der Tag als arbeitsfreier Tag für alle gilt.

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