Die beste Reisezeit für eine Reise nach San Francisco

San Francisco - wenn die Sonne den Nebel verscheucht

Strand von San Francisco
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Wann ist die beste Reisezeit in San Francisco? Mark Twain, der Humorist, Schriftsteller und Freund diverser amerikanischer Präsidenten, neigte zuweilen zu Übertreibungen. Und deshalb verziehen es ihm die Einwohner von San Francisco, als er eines Tages diesen Satz zu Protokoll gab: „Der kälteste Winter, den ich jemals erlebt habe, war ein Sommer in San Francisco…“. Nun war dieser Mark Twain, der sich ein Pseudonym leistete und mit richtigem Namen Samuel Langhorne Clemens hieß, Zeit seines Lebens im sonnigen Florida sowie an den nicht weniger exotischen Ufern des Mississippi zu Hause. 

Ob das allein ein Grund für ihn war, der Metropole am Pazifik ein derart schlechtes Zeugnis bei seiner Beschreibung der klimatischen Gegebenheiten auszustellen, sei dennoch dahin gestellt. Tatsache ist, dass die Golden Gate Bridge häufig von böigen Winden heimgesucht wird. Und darum sollte man sich vor einer Reise nach San Francisco Gedanken darüber machen, ob es sinnvoll ist, einen wärmenden Pullover im Reisegepäck zu haben.

Klimatabelle San Francisco

 Temperatur °CNiederschlagrelative
Feuchte
SonneWasser
max. Ømin. ØmmTageh/Tag°C
Jan14,69,9110876612
Feb15,710,9115879712
Mär18,510,980780912
Apr1912,7404771012
Mai21,315,8202761012
Jun22,917,451781012
Jul22,417,710791013
Aug23,418,40079914
Sep24,918,63172914
Okt21,81630372814
Nov17,612,170571614
Dez14,710,2120872513

Wann ist die beste Reisezeit für San Francisco?

Man sollte die Stadt in den Sommermonaten bereisen, jedoch die Monate der amerikanischen Ferien meiden, weil dann San Francisco teuer und überfüllt ist.

San Francisco – Aktuelles Wetter

San Francisco - 10 August
16° 14°

Klarer Himmel

14°

  • Di

  • Mi

  • Do

  • Fr

Hinweis: Für die hier zur Verfügung gestellten Klima und Wetterdaten kann USA-Info.net keine Gewähr geben.

Im März mehr Sonnentage als im Juli?

Merkwürdiges hat der National Weather Service der USA bei seinen Studien zur Klimatabelle der Region von San Francisco ermittelt. Danach ist es durchaus denkbar, dass in der City der Millionenstadt an einem Tag im August die mittlere Temperatur niedriger ist als jene im November. Und bei einer günstigen Konstellation könnte es sein, dass den Menschen der Metropole im März mehr Sonnentage geschenkt werden als im Wonnemonat Mai oder auch im Juli. Mit anderen Worten: In San Francisco ist nichts so beständig wie die Unbeständigkeit des Wetters. Und es kann einem Urlauber bei seiner Visite der Sehenswürdigkeiten an der Bay schon mal passieren, dass im Norden der Stadt die Sonne vom Himmel lacht, während es gleichzeitig ein paar Kilometer weiter aus düsteren Wolken regnet. Das jedenfalls hat der erfahrene Klimatologe George Persicht ermittelt.

Wenn der Nebel die Landschaft verschleiert

15 Grad Celsius auf dem Standstreifen des Highways an der Küste, weil dort ein kühler Wind weht. Das ist in den Monaten des Sommers an der Peripherie von San Francisco keine Seltenheit. Aber es ist auch eine oft bestaunte Laune der Natur, dass zum gleichen Zeitpunkt eineinhalb Kilometer weiter, auf dem Potrero Hill, wo einem die Skyline der Stadt zu Füßen liegt, das Thermometer auf angenehme 25 Grad Celsius klettert. Keine Frage: Die klimatischen Bedingungen sind in Francisco ein Phänomen. Am Saum des Pazifiks verschleiert nicht selten ein nebliger Vorhang die felsige Küste. Doch wenn sich dieser Vorhang hebt, wird der Blick frei auf eine grandiose Landschaft. Schon allein deshalb lohnt sich ein Urlaub in San Francisco.

Vom Glück, ein Kalifornier zu sein

Von den Menschen in Kalifornien sagt man, dass ihnen das Glücklichsein leichter falle als den Bewohnern anderer Regionen in den Vereinigten Staaten. Und wenn sich an der Golden Gate Bridge von San Francisco die Sonne am frühen Morgen in den stählernen Trossen spiegelt, dann sollte man dies auch als Besucher der Stadt als ein Versprechen werten, dass dieser neue Tag nur Positives bringen werde. Aber eine Visite in diesem Teil Kaliforniens ist nun mal ein Rendezvous mit der besonderen klimatischen Situation, mit der die Menschen in San Francisco leben müssen. Und mit ihnen die Gäste aus aller Welt.

Blick auf den Stadtteil Twin Peaks in San Francisco
Blick auf den Stadtteil Twin Peaks in San Francisco

Die Warmluft trifft auf kühle Gewässer

Wissenschaftler sind sich darüber einig, dass diese Wetter-Konstellation in San Francisco das Resultat einer Mixtura aus meteorologischen Erkenntnissen und der einzigartigen Topographie dieses Küstenabschnitts ist. Die Warmluft des Binnenlandes trifft auf die kühlen Gewässer des Kalifornienstroms. Das ist der Grund, warum San Francisco zu den an Nebel reichsten Städten der Welt zählt und warum von der Lime Point Light Station nördlich der Golden Gate Bridge sehr oft Nebelhörner ihre Signale über die Meerenge schicken. Der sommerliche Nebel tritt in San Francisco aber vorwiegend nachts auf und verschwindet beim Sonnenaufgang. Nun sind aber an nebligen Tagen nicht alle Bezirke der Stadt betroffen. Die weniger als dreihundert Meter hohen Hügel von San Francisco, die Twin Peaks und der Potrero Hill, sind von der Sonne überflutet, wenn weiter unten die Passanten in den Straßenschluchten frösteln.

Die Brücke mit einem weißen Kleid

Bei all‘ diesen Unwägbarkeiten eines Aufenthalts in San Francisco stellt sich die Frage nach der besten Reisezeit. Wer sie beantwortet, ist sich bewusst, dass es in dieser Stadt immer Ausnahmen von der Regel gibt. Auch deshalb, weil die Bewegungen des Luftdrucks häufig unerklärbaren Phänomenen unterliegen. Immerhin ist der Anblick außerordentlich fotogen, wenn sich von der Golden Gate Bridge nur die Türme aus dem wabernden Einerlei heraus heben und sich der Rest der faszinierenden Anlage ein weißes Kleid zugelegt hat. So gesehen haben die Kapriolen des Wetters in diesem Zipfel Kaliforniens ihre ganz besonderen Reize.

Golden Gate Bridge im Nebel
Golden Gate Bridge im Nebel

Eine Stadt mit „drei Jahreszeiten“

Einige klimatische Gegebenheiten sind in San Francisco allerdings unverrückbar. Die Stadt erfreut sich grundsätzlich eines mediterranen Klimas mit feuchten und relativ milden Wintern sowie fast immer trockenen Monaten des Sommers. Es ist das kalte Meer, das sich auf drei Seiten wie ein nasser Schal um San Francisco legt, das dieses Klima wesentlich beeinflusst. Aber es beschert der Stadt auch Schwankungen der Temperatur, die sich saisonal kaum voneinander unterscheiden. Im Sommer bewegen sie sich zwischen 15 und 24 Grad Celsius und im Winter zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Spötter meinen, in San Francisco gebe es im Grunde nur „drei Jahreszeiten“: Winter, Sommer und den Nebel…

Keine heiße Luft aus der Sierra Nevada

Grundsätzlich kann man als Urlauber davon ausgehen, dass die hügelige Landschaft des östlichen San Francisco eher für ein ruhiges Wetter steht. Der Nebel vom Meer dringt selten bis hierher und beschert der Region rund 260 Tage pro Jahr und einen mehr oder minder wolkenlosen Himmel. Aber die heiße Luft aus der Sierra Nevada schafft es lediglich in Ausnahmefällen, ihre Hitzegrade bis nach San Francisco zu schicken. In der Metropole kann man auch im Sommer genüsslich durchatmen, wenn man sich auf eine Tour zu den Sehenswürdigkeiten dieser interessanten Stadt begibt. Wenn nicht gerade ein heftiger Wind vom Meer das Klima in der City bestimmt, klettern die Temperaturen im Sommer selten über die Marke von 25 Grad Celsius.

Das Wort „Smog“ gilt als ein Fremdwort

Das Wort „Smog“ ist in San Francisco eher unbekannt. Die Statistiker unter den Meteorologen haben ermittelt, dass es in dieser Stadt bestenfalls 18 Smog-Tage pro Kalenderjahr gibt. Im gut sechshundert Kilometer entfernten Los Angeles leiden die Menschen an immerhin 231 Tagen im Jahr unter der hohen Luftverschmutzung. Auch deshalb, weil die Temperaturen im Süden wesentlich höhere Hitzegrade erreichen. Frost und Schnee sind in San Francisco ebenso Fremdworte wie der Begriff „Smog“. Im Sommer sind Regentage eher eine Seltenheit. Wer jedoch die Stadt allein deshalb als Ziel seiner Fernreise gewählt hat, weil er am Strand baden möchte, der sollte wissen, dass sich das Wasser des Pazifiks selbst im Sommer auf höchstens 16 Grad erwärmt.

Sommerkleidung: T-Shirt und Pullover

Als beste Reisezeit empfehlen Kenner San Franciscos die Monate Mai, Juni und Oktober. Das hat zwei Gründe. Die Temperaturen bewegen sich in diesem Abschnitt des Kalenderjahres in erträglichen Graden, und die Gäste gehen vor allem den langen amerikanischen Schulferien aus dem Wege.

Denn während der familienfreundlichen Urlaubszeit ist San Francisco sehr oft überfüllt, und die Hotelpreise erreichen Höchstwerte. Angenehme Temperaturen darf ein Urlauber bereits im Frühling erwarten. Dann hat die Wahrscheinlichkeit, gleich mehrere Regentage hintereinander erleiden zu müssen, stark abgenommen und das Thermometer klettert bei bis zu zehn Sonnenstunden am Tag auf Werte um die 18 Grad. Bei einem Urlaub im Sommer sollte man neben dem T-Shirt aber immer auch einen Pullover zu seinen Exkursionen im Rucksack haben.

Painted Ladies bei Sonnenschein und grünen Bäumen im Vordergrund
Painted Ladies bei Sonnenschein und grünen Bäumen im Vordergrund

Es gibt kein „schlechtes Wetter“

Wer in San Francisco während seines Aufenthalts in den Straßen nicht über Touristen stolpern möchte, der ist in der Pazifik-Metropole auch in den Monaten Mai und September gut aufgehoben. Allerdings öffnet dann der Himmel häufiger alle Schleusen, und den Regenschirm sollte man stets griffbereit haben.

Wie oft regnet es in San Francisco?

Zwischen Mai und September kann man in San Francisco den Regenschirm getrost im Hotel lassen. Bis zu zehn Regentage im Monat gibt es dort vor allem in den Monaten Januar bis März und im Dezember.

Die Winter bringen der Stadt fast immer milde Temperaturen, doch weil sich dann fast täglich eine Nebelwand an der Bay aufbaut, ist dieser Zeitraum eher ein Fall für Menschen, die nicht nur hart gesotten sind, sondern denen die Kapriolen des Wetters wenig ausmachen. Getreu der alten Redewendung, wonach es kein „schlechtes Wetter“ gibt sondern lediglich eine „falsche Kleidung“. Und: Auch bei Regen verkehren die Cable Cars, öffnen sich die Tore am Exploratorium und jene auf der historischen Gefängnisinsel Alcatraz.

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