Wer ist Donald Trump?

Der MilliardĂ€r im Weißen Haus

US-PrÀsident Donald Trump
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Diese Lebensgeschichte ist nahezu einzigartig, und sie passt ganz sicher nicht zum amerikanischen Traum vom TellerwÀscher, der zum MillionÀr wurde. Bei Donald Trump war einiges anders, denn als der zum mÀchtigsten Mann der westlichen Welt aufstieg, war er bereits MilliardÀr.

Trump – diese fĂŒnf Buchstaben standen und stehen in den Vereinigten Staaten fĂŒr Macht, Einfluss und Reichtum. Und mit seinem sogenannten „Trump Tower“ an der Fifth Avenue in New York schuf sich Donald Trump auf seinem Weg zum PrĂ€sidenten der USA ein fĂŒr alle sichtbares Symbol. Etliche Amerikaner vertraten in den vier Jahren dieser Amtszeit allerdings die Ansicht, dass Trump ihre Nation spaltete. Doch es lohnt sich, einen Blick hinter die Kulissen seiner Familie zu werfen und die Geschichte dieses Mannes zu beleuchten.

Steckbrief: Donald Trump

  • US-PrĂ€sident Donald Trump
    US-PrÀsident Donald Trump

    Name: Donald John Trump

  • Geburtsdatum: 14. Juni 1946
  • Geburtsort: Queens, New York
  • GrĂ¶ĂŸe: 188 cm
  • Augenfarbe: blau
  • Ehepartnerinnen: Melanie Trump (verh. 2005), Marla Maples (1993 – 1999), Ivana Trump (1977 – 1992)
  • Kinder: Ivanka Trump (Tochter), Barron Trump (Sohn), Donald Trump Jr. (Sohn), Tiffany Trump (Tochter), Eric Trump (Sohn)
  • Eltern: Fred C. Trump, Mary Anne MacLeod Trump
  • Geschwister: Robert Trump (Bruder), Maryanne Trump Barry (Schwester), Elizabeth Trump Grau (Schwester), Fred Trump junior (Bruder)
  • Sternzeichen: Zwillinge
  • Amtszeit als PrĂ€sident: 20. Januar 2017 – 19. Januar 2021
  • Website: https://www.donaldjtrump.com

Kindheit und Jugend des Donald Trump

Keine „unschicklichen Wörter“ und keine Spitznamen. . .

Zur Kindheit und Jugendzeit des Donald Trump zĂ€hlten auch ein Familienkodex. Danach waren „unschickliche Wörter“ verpönt und Snacks zwischen den Mahlzeiten tabu. Fred C. Trump verlangte von seinem Sohn Gehorsam und LoyalitĂ€t – ohne Wenn und Aber. Er vermittelte aber auch seinen Kindern ein GefĂŒhl der Überlegenheit. Womöglich strahlte dies ab bis in die Zeit der PrĂ€sidentschaft des Donald Trump. Eines Tages soll der Vater zu seinem Sohn gesagt haben, er sei zwar ein „König“, doch er mĂŒsse ein „Killer“ werden. In der Familie Trump war es allen Kindern verboten, sich gegenseitig mit Spitz- oder Kosenamen anzusprechen. Donalds Ă€lterer Bruder Freddy hatte MĂŒhe, sich der Disziplin seines Elternhauses zu unterwerfen. Der wurde spĂ€ter alkoholabhĂ€ngig und starb daran im Alter von 41 Jahren.

Der Drill in der New York Military Academy in Cornwall

Über seine Mutter Mary Anne urteilte Donald Trump einmal so: „Sie war zwar wesentlich stiller als ihr Mann, konnte jedoch ebenso hart, stur und ehrgeizig sein.“ Das VerhĂ€ltnis zu Trumps Mutter war allem Anschein nach von einer großen Distanz und es gab wohl auch keine engeren GefĂŒhlsbindungen. Doch ein Ereignis prĂ€gte nicht nur das junge Leben des Donald Trump. Als er dreizehn Jahre alt war, verheimlichte er seinem Vater einige AusflĂŒge nach New York. Daraufhin beschloss Vater Fred, es wĂŒrde seinem Sohn guttun, wenn er fortan in einem Internat zu einem „besseren Menschen“ erzogen werde. Die Trumps meldeten Donald in der rund hundert Kilometer entfernten New York Military Academy in der provinziellen Kleinstadt Cornwall an. Dieses Internat war nicht Teil der amerikanischen Armee, war aber in seinem Verhaltenskodex straff organisiert und verstand sich als vormilitĂ€rische Ausbildungsschule. Hier blieb Donald Trump fĂŒr fĂŒnf lange Jahre.

Das sauberste Zimmer und die am besten geputzten Schuhe


In diesem Internat in Cornwall war es ĂŒblich, dass die SchĂŒler ihre Lehrer mit „Sir“ ansprachen. Vom ersten Tag an spĂŒrte es Donald Trump, dass dort eine strenge Disziplin herrschte und dass es in der Academy an Luxus mangelte. Außerdem erfuhr er sehr bald, dass es fĂŒr ihn als Sohn aus einem prominenten Haushalt keinerlei Privilegien gab. Es ist nicht ĂŒberliefert, ob Donald Trump in den fĂŒnf Jahren seiner schulischen Ausbildung im Internat durch herausragende schulische Leistungen auffiel. Tatsache ist, dass er ehrgeizig genug war, um Auszeichnungen fĂŒr sein sauberstes Zimmer oder fĂŒr seine geputzten Schuhe zu erhalten. Als er sich Donald Trump viele Jahre spĂ€ter um das höchste Amt der Vereinigen Staaten bewarb und er im Wahlkampf seinen politischen Widersacher Barack Obama als „fĂŒrchterlichen SchĂŒler“ bezeichnete, soll es aus dem Umfeld der Familie Trump BemĂŒhungen gegeben haben, an die Schulakten von Donald Trump zu gelangen. Das bestĂ€tigte der ehemalige Direktor der Academy.

Gefallen am Baseball und die Vorstellung, ein „Killer“ zu sein

Diese Schule hatte ĂŒber Jahrzehnte den Ruf, von Lehrern geleitet zu werden, die weder Nachsicht noch GefĂŒhlsregungen kannten und hin und wieder gegenĂŒber den SchĂŒlern zur Gewalt neigten. Donald Trump verstand seine Jahre in Cornwall als eine Art „Verbannung“, schaffte es aber mit Erfolg, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Alle in diesem Internat wussten, dass auch der berĂŒchtigte amerikanische Mafia-Boss John Gotti seinen Sprössling auf diese Schule schickte, um diesen auf die HĂ€rte des Lebens vorzubereiten. Vor den Toren von Westpoint fand Trump Junior Gefallen am Baseball und wurde sogar KapitĂ€n der Schul-Auswahl. Vom Sport im Allgemeinen vertrat er die Ansicht, dass es kaum eine grĂ¶ĂŸere Chance gĂ€be, sich zu einer Legende zu entwickeln, als durch eine körperliche BetĂ€tigung. Und außerdem folgte er dem Vorbild und der Devise seines Vaters, der ihm immer wieder gesagt hatte: „Wer nicht gewinnt, ist ein Verlierer und wird untergehen
“ Und die Gewinner nannte Vater Trump „Killer“. Donald Trump wollte deshalb nur eines: Er wollte im Sport ein „Killer“ sein.

Schmerzhafte Fersensporne und kein Einsatz in Vietnam

Trotz seiner ausgeprĂ€gten militĂ€risch strukturierten Schulausbildung und seiner bescheidenen Erfolge als Sportler, verstand es Donald Trump, sich aus medizinischen GrĂŒnden vor einem Einsatz in Vietnam zu drĂŒcken. Ausschlaggebend waren – nach Trumps eigenen Angaben – schmerzhafte Fersensporne. Im Jahr 1964 verließ Donald Trump die New York Military Academy und studierte einige Semester lang an der Fordham University in New York Wirtschaftswissenschaft. Danach schrieb er sich an der berĂŒhmten Wharton School in Philadelphia ein und wĂ€hlte den Studienschwerpunkt Immobilien-Wirtschaft. WĂ€hrend dieser Zeit arbeitete er jedoch neben seinem Studium im Betrieb seines Vaters. Das geht aus den Dokumenten der Trump-Biographen Michael Kranish und Marc Fisher hervor, die die beiden renommierten Reporter der „Washington Post“ unter dem Titel „Die Wahrheit ĂŒber Trump“ zusammenfassten.

Familie und Ehepartnerinnen

„Mein Instinkt sagte mir, dass er nicht nur klug sondern auch lustig war“

Im Jahr 1977 heiratete Donald Trump eine als Model arbeitende junge Frau aus der damaligen Tschechoslowakei: Ivana ZelnickovĂĄ Winklmayr. Was mit einer großen Liebe begann, sollte zwölf Jahre spĂ€ter mit einem Rosenkrieg enden. Inzwischen hatte sich die Familie Trump um die Söhne Donald Junior und Eric sowie um die Tochter Ivanka vergrĂ¶ĂŸert. Über den Anfang ihrer Beziehungen verriet Ivana, die bereits eine Ehe hinter sich hatte und mit dem österreichischen Skifahrer Alfred Winklmayr verheiratet war, in einem spĂ€ter veröffentlichten Buch: „Mein Instinkt sagte mir, dass Donald nicht nur klug sondern auch lustig war.“

Tausend GĂ€ste bei der zweiten Hochzeit im New Yorker „The Plaza“

Der inzwischen zum Immobilien-MillionĂ€r aufgestiegene GeschĂ€ftsmann hatte fĂŒr seine spĂ€tere Frau und deren Freundinnen in einem noblen Restaurant einen Tisch reserviert und sie spĂ€ter in einer Luxuskarosse ins New Yorker Hotel chauffiert. Ivana hatte Donald Trump in Kanada bei einem PR-Event vor den Olympischen Spielen von Montreal, kennengelernt. Die Ehe ging in den frĂŒhen 90-er Jahren in die BrĂŒche, als Trump mit der amerikanischen Schauspielerin Marla Maples liiert war und diese schon bald heiratete. Sie war die Tochter eines Immobilien-Entwicklers. Bei der Hochzeit mit Trump im New Yorker Hotel „The Plaza“ waren rund tausend GĂ€ste dabei. Unter ihnen befand sich der Schauspieler Orenthal James Simpson, der bald darauf wegen eines Doppelmordes beschuldigt und angeklagt wurde, sowie die Fernsehproduzentin Roseann O’Donnell. Die Ehe mit Trump hielt sechs Jahre. Aus ihr stammte die Tochter Tiffany Ariana.

Melanie Knauss-Trump – ein Kinderstar auf den Laufstegen

Von Donald Trump hieß es um die Jahrtausendwende, er sei bei seinen GefĂ€hrtinnen nicht sonderlich wĂ€hlerisch, doch er fĂŒhlte sich offenbar zu Frauen hingezogen, die aus dem europĂ€ischen Osten stammten. Und so heiratete er im Jahr 2005 die aus Slowenien stammende und in Amerika als Model arbeitende Melanie Knauss. 2006 wurde ihr gemeinsamer Sohn Barron geboren. Bereits in sehr jungen Jahren war Melanie auf den Laufstegen eine Art Kinderstar. Unter anderem warb sie fĂŒr diverse Textil-Unternehmen in Jugoslawien. Einen grĂ¶ĂŸeren Erfolg hatte die spĂ€tere „First Lady“ der Vereinigten Staaten im Jahr 1998, als sie fĂŒr die Zigarettenmarke „Camel“ als Model unter Vertrag stand. Sie trat in Talk-Shows auf – aber auch in der Reality-Fernsehshow „The Apprentice“. Diese Sendung, von NBC ausgestrahlt, wurde von der „Trump Productions LLC“ produziert. So entstand die Verbindung zu Donald Trump.

Teuerstes Brautkleid der Geschichte: 125.000 amerikanische Dollar

2005 wurde Melanie die dritte Ehefrau von Donald Trump, und sie sollte spĂ€ter die erste First Lady der amerikanischen Geschichte sein, die nicht in den USA geboren wurde und fĂŒr die Englisch eigentlich eine Fremdsprache war. Ein Jahr nach ihrer Hochzeit mit Donald Trump erhielt Melanie die amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft. Nach der Trauungszeremonie in der Episcopal Church of Bethesda-by-the-Sea in Palm Beach im amerikanischen „Sonnenstaat“ Florida fanden sich zahllose Prominente zur Feier ein. Unter ihnen befanden sich der britische Thronfolger Prinz Charles, der italienische Tenor Luciano Pavarotti, der frĂŒhere Boxweltmeister Muhammad Ali, die Entertainerin Liza Minelli, der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger und auch das Politiker-Ehepaar Bill und Hillary Clinton. Melanies Brautkleid wurde von Dior angefertigt und war mit 125.000 US-Dollar das teuerste der Geschichte. Es war mit 1500 Edelsteinen besetzt. Auch den Ring fĂŒr seine Frau ließ sich Donald Trump ein Vermögen kosten. Der britische Juwelier Graff Diamonds schickte ihm dafĂŒr eine Rechnung ĂŒber 1,5 Millionen US-Dollar.

Karriere als Unternehmer

Einstieg in die Immobilienbranche

Jeder fĂ€ngt mal klein an – das stimmt im Falle des Donald J. Trump nur bedingt, hat er durch das Business seines Vaters doch schon eine glĂŒckliche Ausgangslage fĂŒr seine eigenen GeschĂ€fte vorgefunden. 

Dass es sich bei Donald Trump um einen jungen, ambitionierten Mann handelt, hat er selbst schon frĂŒh klar gemacht. Schon zu Beginn seines Studiums soll Trump sich in der UniversitĂ€t vor den anderen Studenten als der zukĂŒnftige Immobilien-König New Yorks bezeichnet haben. Den Besuch der UniversitĂ€t ermöglichte Trumps Vater Fred, der durch den Handel mit Immobilien schon frĂŒh ein betrĂ€chtliches Vermögen anhĂ€ufte. Dieses ĂŒbertrug er mit seinem Tod seiner Frau und seinem Sohn Donald. Schon frĂŒh stieg Donald Trump in die GeschĂ€fte seiner Großmutter ein, die die Immobilienfirma Elizabeth Trump & Son gegrĂŒndet hatte. Den Grundstein fĂŒr den Einstieg Donald Trumps in die Immobilienbranche legte also vor seinem Vater Fred schon seine Großmutter Elizabeth Christ Trump. Seit 1971, damals war Trump 25  Jahre alt,  ist das Unternehmen Elizabeth Trump & Son im Besitz des heutigen PrĂ€sidenten. Mit der Übernahme der Firma hatte Donald Trump etwa 14.000 Mietwohnungen von Geringverdienern zu verwalten. 

Trumps Ego, der Kauf der Hyatt-Kette und der Bau des Trump Tower

Der Trump Tower in Manhattan, New York City
Der Trump Tower in Manhattan, New York City

Donald Trump hatte sich an der Seite seines Vaters also lĂ€ngst zu einem cleveren Immobilien-MillionĂ€r gemausert. Immer wieder nutzte er die guten Kontakte seines Vaters zu den Behörden, und in einer der Biographien ĂŒber den spĂ€teren PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten wurde aufgedeckt, dass er hin und wieder Investoren und die jeweiligen StĂ€dte gegeneinander ausspielte. Manche seiner Kritiker wollen auch wissen, dass der Erwerb der Hyatt-Hotel-Kette eine recht windige Geschichte war. Sein nĂ€chstes großes Projekt war der Bau des Trump Tower, der mit seinen 58 Etagen genau zweihundertundzwei Meter in den New Yorker Himmel wuchs. Hier leistete sich Donald Trump auch sein ganz persönliches Penthouse ĂŒber drei Stockwerke und mit 53 Zimmern. Von dem Inhaber hieß es, sein Ego sei inzwischen Ă€hnlich groß wie der Tower selbst


Das geplatzte GeschĂ€ft mit dem „Achten Weltwunder“ in Atlantic City

Aber es waren nicht nur Rosen, die auf dem beruflichen Weg des Donald Trump lagen, denn es gab auch zumindest eine herbe Niederlage. Als der Unternehmer in das GeschĂ€ft mit dem GlĂŒcksspiel einsteigen wollte und er ein Casino in Atlantic City in Auftrag gab, wurde das Projekt zu einem Millionen-Grab. UrsprĂŒnglich hatte der Investor eine Art „Achtes Weltwunder“ geplant, denn dieses GebĂ€ude sollte dem indischen Taj-Mahal Ă€hneln und mit seiner GesamtflĂ€che von 70.000 Quadratmetern und 42 Etagen das grĂ¶ĂŸte Casino der Welt sein. Die als Attraktion gedachte Großbaustelle entpuppte sich nach ihrer Fertigstellung als Flop. 2016 schloss das Casino seine Tore und das umfangreiche Inventar wurde ein paar Jahre spĂ€ter regelrecht verramscht. Donald Trump zog seine Lehren aus diesem Fiasko und gab seine GeschĂ€fte mit dem GlĂŒcksspiel fĂŒr alle Zeiten auf.

Die Reality Show „The Apprentice“ und der Satz „You’re fired“

Kurz vor der Hochzeit mit der 28 Jahre jĂŒngeren Melanie und nach dem Ableben seiner Eltern bekam Donald Trump Geschmack an einer Investition im US-Fernsehen. In der Show „The Apprentice“, was mit „Der Auszubildende“ ĂŒbersetzt werden konnte, entdeckten die Amerikaner das Showtalent des Donald Trump. Der sollte ursprĂŒnglich in dieser Reality-Show lediglich zweimal auftreten, doch dann stellte sich heraus, dass Trump die ideale Besetzung fĂŒr die Moderation war. Um die zwanzig Millionen Amerikaner verfolgten zunĂ€chst regelmĂ€ĂŸig die unterhaltsame Show. In ihr traten zwei Kandidaten-Teams gegeneinander an. Der Verlierer wurde von Trump mit den inzwischen auch bei seinen WahlkĂ€mpfen legendĂ€ren Spruch bedacht: „You’re fired“ – „Du bist gefeuert“. Die zunĂ€chst hohen Einschaltquoten brachen erst dann ein, als Trump im Jahr 2011 das GerĂŒcht verbreitete, PrĂ€sident Barack Obama sei „kein gebĂŒrtiger Amerikaner“.

Mehr Schein als Sein? – So liefen die GeschĂ€fte des Donald J. Trump 

Zahlreiche GebĂ€ude wie der Trump Tower, das Trump Taj Mahal oder das Trump Marina und unzĂ€hlige Holdinggesellschaften um Donald Trump suggerierten den Amerikanern lange Zeit ein florierendes GeschĂ€ft. Was Donald Trump in den 1990er Jahren auch erschuf, alles sollte grĂ¶ĂŸer und mĂ€chtiger sein, als alles zuvor dagewesene. Es schien, als wĂŒrde alles zu Gold werden, was Donald Trump anfasste. Doch mit der Zeit verdichteten sich die GerĂŒchte um mögliche Pleiten und dubiose GeschĂ€fte immer weiter.

Taj Mahal Trump
Taj Mahal Trump

In den 1980er und 1990er Jahren hat sich mit Blick in die Steuerunterlagen des heutigen US-PrĂ€sidenten die Situation zugespitzt. Berichten der New York Times zufolge, verlor Trump zwischen 1985 und 1994 verlor Donald Trump mit seinen zahlreichen GeschĂ€ften bis zu 1,17 Milliarden US-Dollar und damit so viel Geld wie fast kein anderer BĂŒrger der USA. Auch wenn die Berichte ĂŒber die Steuerunterlagen mit gewisser Vorsicht zu genießen sind, so scheint die Welt des Donalds Trump in den 1990er Jahren weit weniger ruhmreich gewesen zu sein, als der PrĂ€sident oftmals behauptet, denn wie man weiß zĂ€hlt Bescheidenheit nicht gerade zu den CharakterzĂŒgen des Donald J. Trump.

Ob es um die ImmobiliengeschĂ€fte mit Hotels und Appartements oder aber um das einst so von den US-BĂŒrgern gefeierte Casino-Business geht, es macht den Eindruck als habe Donald Trump etwas zu hoch gepokert, wirft man doch einmal einen Blick auf die Liste der Insolvenzen um Trumps Unternehmen. Es heißt sogar, Trump habe durch diverse Insolvenzverfahren jahrelang keine Einkommenssteuer zahlen mĂŒssen.

Richard Nixon
Richard Nixon

Klar ist, die GerĂŒchte um den wahren Wert des Vermögen von Donald J. Trump reißen nicht ab und werfen immer neue Fragen auf, ist Donald Trump seit Richard Nixon schließlich der erste PrĂ€sident, der einen Einblick in seine Steuerunterlagen verweigert. Diesen Umstand machte sich auch Hillary Clinton im Wahlkampf gegen Donald Trump zu nutze, pochte sie doch wegen seiner nicht öffentlich gemachten Steuereinblicke darauf, dass Trump weit weniger vermögend und gleichzeitig deutlich höher verschuldet sei, als er selbst angibt. 

The Trump Organization: Die Schaltzentrale des Trump-Imperiums

Breite Bekanntheit erlangte Donald J. Trump ĂŒber die Grenzen der USA als mĂ€chtiger GeschĂ€ftsmann wohl spĂ€testens mit dem Bau des legendĂ€ren Trump Towers im Jahr 1983 und dem Bau und Betrieb diverser Hotels, Appartements und Casinos in den 1990er Jahren. Doch ein Blick in die Vita des heutigen US PrĂ€sidenten und Unternehmers offenbart, dass diese GeschĂ€ftsfelder nur die Spitze des Eisbergs sind.

Über allen GeschĂ€ften des einstigen Immobilienunternehmens steht “The Trump Organization”, ein Mischkonzern und Holdinggesellschaft unter Leitung von Donald Trump und seinem Sohn Eric Trump als VizeprĂ€sident, sowie dem GeschĂ€ftsmann Allen Weisselberg. Donald Trump ist EigentĂŒmer von “The Trump Organization LLC” mit Sitz im New Yorker Trump Tower. 

Dass man den Namen Trump als echte Marke bezeichnen kann, liegt nicht nur an den diversen GeschĂ€ftsfeldern, die von mehreren Unternehmen die der Trump Organization angehören, besetzt werden. Neben dem ImmobiliengeschĂ€ft mit Luxusimmobilien durch “Trump Real Estate”, “Trump Hotels und “Trump International Realty” setzt die Trump Organization mit “Trump Golf” auf den Betrieb von insgesamt 22 GolfplĂ€tzen in den USA, Irland, Schottland und den Vereinigten Arabischen Emiraten und mit Trump Entertainment auf die Unterhaltungsbranche und das Model-Business.

Nicht zuletzt werden unter der Marke Trump schließlich AnzĂŒge, Mineralwasser aber auch Parfum verkauft. Von 2004 bis 2010 besetzte Donald Trump mit der von ihm gegrĂŒndeten “Trump University” ein neues GeschĂ€ftsfeld. Das spĂ€ter in “The Trump Entrepeneuer Initiative” umbenannte Unternehmen verkaufte Kurse und Seminare fĂŒr Jedermann, in denen die Mitarbeiter der Trump University den Teilnehmer das Geheimnis des Erfolgs von Donald Trump vermitteln und so zu schnellem Erfolg verhelfen sollten. Ab 2011 geriet die Trump University wegen BetrugsvorwĂŒrfen und wegen dem Vorwurf falsche GeschĂ€ftspraktiken zu betreiben immer wieder in das Visier der Behörden und Medien. 

DarĂŒberhinaus hat sich Donald Trump in unzĂ€hligen anderen Branchen mehr oder weniger erfolgreich versucht. Neben dem Verkauf von Möbeln unter der Marke “Trump Home” und Wein unter “Trump Winery” wollte er mit “Trump Steaks” auch der Fleischindustrie den Kampf ansagen, ist dabei allerdings gescheitert.

Der Name Trump  – Vermögen dank Lizenzierungsdeals

Wird Donald Trump in Interviews auf die diversen Casinos und andere GebĂ€ude auf der ganzen Welt angesprochen, so antwortet er stets: “Damit habe ich nichts zu tun – da steht nur mein Name drauf.” Nach den zahlreichen Insolvenzverfahren seiner Casinos, hatte er noch einige Jahre Namensrechte an den GebĂ€uden, bis er die Immobilien wie das Trump Taj Mahal schließlich ganz abgetreten hat. 

Heute tragen weltweit unzÀhlige Immobilien den Namen Trump. Viel zu tun hat Donald Trump mit diesen Immobilien allerdings nicht, wenngleich er sich die Nutzung seines Namens gut bezahlen lÀsst. Dank ausgereifter Lizenzierungsdeals sind weltweit also hunderte Bauwerke mit dem Namen Trump betitelt, wÀhrend sich die wenigsten davon allerdings in seinem Besitz befinden.

Karriere als Politiker

Politischer Aufstieg

Neben seinen unternehmerischen Interessen waren in Donald Trump schon seit Jahren Sympathien fĂŒr die Politik geweckt worden. Im Juni 2015 gab er seine Kandidatur fĂŒr die Wahl des PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten bekannt. Er startete mit dem Motto „Make America great again“. Dabei trĂ€umte er von einem erstarkten Land, in dem er lebte und gleichzeitig von einer florierenden Wirtschaft, die in der Welt ihresgleichen suchte. Noch immer hatten die Amerikaner den Schock des islamistischen Anschlags auf die ZwillingstĂŒrme des World Trade Centers in New York nicht gĂ€nzlich ĂŒberwunden. Damals hatte sich Trump dafĂŒr eingesetzt, die zerstörten Beton-Giganten nach PlĂ€nen des amerikanischen Star-Architekten Minoru Yamasaki wieder aufbauen zu lassen. Doch New York entschied sich fĂŒr das Projekt der „Freedom Towers“ des Daniel Libeskind. Doch nun bewarb sich Donald Trump um das höchste Amt des Staates als Kandidat der Republikaner.

PrÀsidentschaftskandidatur 2015/2016

Ein Stern auf der Walk of Fame und das Bekenntnis zur Kandidatur

Der Stern von Donald Trump am Walk of Fame
Der Stern von Donald Trump am Walk of Fame

Donald Trump, dem man inzwischen auf dem Hollywood Walk of Fame im Jahr 2007 einen Stern gewidmet hatte, traf bei seinen Wahl-Ambitionen unmittelbar auf ein positives Echo seiner Partei. Er behauptete sich bei der ersten Primary im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire am 9. Februar 2016 und gewann mit ĂŒberwĂ€ltigender Mehrheit der Abgeordneten. Offiziell wurde Trump am 19. Juli 2016 nominiert. Er war damit der Herausforderer von Hillary Clinton und damit jener Frau aus der Partei der Demokraten, die mit ihrem Mann Gast auf seiner Hochzeit in Palm Beach war. Donald Trump machte schon im Vorfeld der Wahl keinen Hehl daraus, dass er im Falle eines positiven Votums der Amerikaner einige internationale Handelsabkommen und Umweltvereinbarungen kĂŒndigen werde. Außerdem plĂ€dierte er fĂŒr eine rigorose Abschottung zum Nachbarn Mexiko, fĂŒr den Erlass von Strafzöllen und fĂŒr eine bedingungslose StĂ€rkung der nationalen Wirtschaft.

VerstĂ¶ĂŸe gegen die GemeinnĂŒtzigkeit und Umleitung von Spenden

Es störte Donald Trump offensichtlich auch nicht, dass im September 2016 durch den New Yorker Attorney General gegen die Donald J. Trump Foundation ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen die GemeinnĂŒtzigkeit und im Umgang mit Spendengeldern eingeleitet wurde. Stattdessen gab Trump am Weihnachtstag des Jahres 2016 bekannt, dass er diese Foundation auflösen werde, um mögliche Konflikte mit seinem Amt als PrĂ€sident zu vermeiden. Im Jahr darauf war im internationalen Wirtschaftsmagazin Forbes zu lesen, Trump habe Spenden an die gemeinnĂŒtzige Stiftung seines Sohnes Eric, die ursprĂŒnglich krebskranken Kindern zugutekommen sollten, in sein eigenes Unternehmen gesteckt. Mittlerweile wurde das Vermögen des Donald Trump auf der Schwelle zur PrĂ€sidentschaft auf mehrere Milliarden Dollar geschĂ€tzt.

Obamas Geburtsurkunde und die „Flucht“ aus dem Weißen Haus

Barack Obama
Barack Obama ist der erste US-PrÀsident afroamerikanischer Herkunft

Bereits im Jahr 2012 hatte Donald Trump mit dem Gedanken gespielt, sich als Kandidat der Republikaner bei der PrĂ€sidentenwahl zu bewerben. Auch deshalb, weil er sich in der amerikanischen Öffentlichkeit als erbitterter Gegner des amtierenden PrĂ€sidenten Barack Obama profilierte. Wiederholt hatte er Obamas „nichtamerikanische“ Geburt angezweifelt. Von dem erhielt er dann am 30. April 2011 eine Einladung zum traditionellen „White House Correspondent’s Dinner“. Als dabei Obama in einer perfekten Inszenierung seine Geburtsurkunde auf einem Großbildschirm prĂ€sentierte und sich ĂŒber Trump lustig machte, verließ dieser unter dem GelĂ€chter der Anwesenden mit einer Zornesröte im Gesicht fluchtartig das Weiße Haus. Der Wahlkampf des Jahres 2016 verlief kontrovers und spaltete die Nation. Auf den Straßen der USA kam es zu gewaltsamen ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen Trumps BefĂŒrwortern und Gegnern. Trump verbreitete Verschwörungstheorien gegen Hillary Clinton, die darin gipfelten, man solle sie verhaften.

Ein hauchdĂŒnner Wahlsieg und das Plus an WahlmĂ€nnerstimmen

Hillary Clinton
Herausfordererin Hillary Clinton

Obwohl Donald Trump wĂ€hrend des Wahlkampfes wiederholt sexistische und rassistische Äußerungen vorgeworfen wurden, fand er zahlreiche UnterstĂŒtzer. Viele Republikaner hatten in den WahlkĂ€mpfen Trumps den Eindruck gewonnen, ihr Kandidat sei mit seiner Gabe, die Massen zu begeistern, auch in der Lage, die amerikanische Politik zu erneuern und verkrustete Strukturen zu verĂ€ndern. Dennoch sprachen die Umfragen fĂŒr einen knappen Erfolg von Hillary Clinton. Aber Trump konnte am Wahltag im sogenannten „Rust Belt“ des Mittleren Westens gewinnen und auch in einem so wichtigen Swing State wie Florida punkten. Bei der AuszĂ€hlung der Stimmen hatte zwar Hillary Clinton mit 48,8 Prozent die Mehrheit der Wahlberechtigten auf sich vereint, wĂ€hrend Trump lediglich auf 46,9 Prozent kam. Doch das Plus an WahlmĂ€nnerstimmen und das etwas komplizierte Wahlrecht der USA sprachen schließlich fĂŒr Trump.

PrĂ€sidentschaft (2017 – 2021)

Der „PrĂ€sident aller Amerikaner“ und die Russland-AffĂ€re

Trump versprach am Abend seines Sieges, er wolle „der PrĂ€sident aller Amerikaner“ sein, doch da schon vor dem Wahlgang ein Riss durch die amerikanische Nation ging, glaubten ihm das nur wenige. Auf den Straßen der USA waren immer wieder Schilder mit dem Spruch zu sehen: „Not my President“ – „Nicht mein PrĂ€sident“. Der neue PrĂ€sident, der am 20. Januar 2017 durch John Roberts, dem Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes der USA, auf den Stufen der Westfront des Weißen Hauses vereidigt wurde, sah sich schon bald nach seinem Amtsantritt weiteren VorwĂŒrfen ausgesetzt. Darin wurde Trump beschuldigt, sich auf Absprachen mit dem russischen Geheimdienst eingelassen zu haben, um Hillary Clinton auf ihrem Weg zur PrĂ€sidentschaft zu schaden. Es gab danach diverse Dossiers, doch eine endgĂŒltige KlĂ€rung gab es nicht. Stattdessen wechselte Donald Trump einen betrĂ€chtlichen Teil seiner Mannschaft aus. Unter anderem entließ er den FBI-Direktor James B. Comey, der sich geweigert hatte, die Ermittlungen in der Russland-AffĂ€re gegen Trump einzustellen.

Die Verabschiedung von Partnerschaften und vom Pariser Abkommen

Ein Versprechen aus seinem Wahlkampf setzte Donald Trump allerdings um. Er verabschiedete sich von mehreren internationalen Vereinbarungen. Unter anderem kĂŒndigte er einen RĂŒckzug der USA aus der Transpazifischen Partnerschaft an, bekannte sich zu Strafzöllen auf Stahl und Aluminium und plĂ€dierte fĂŒr eine amerikanische Neuorientierung im internationalen Handelsrecht. Zudem beendete er die amerikanische Beteiligung am Pariser Klimaabkommen mit der BegrĂŒndung, dadurch werde die heimische Wirtschaft benachteiligt. Dass ist fortan nicht zu regelrechten Handelskriegen mit China und den europĂ€ischen Staaten kam, verdankte Trump letztlich den GesprĂ€chen der Diplomaten hinter den Kulissen der großen Politik.

Eine Grenzmauer zu Mexiko und das Treffen mit Kim Jong-un

Donald Trump plante den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko

Innenpolitisch beschloss Donald Trump eine Steuerreform, die vor allem den amerikanischen Unternehmen Steuerentlastungen bescherte. Außenpolitisch wurde sein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un weltweit beachtet. Allerdings blieben diese Gipfeltreffen ergebnislos. Seiner Nahost-Politik fehlten die klaren Strukturen und das VerhĂ€ltnis zum Iran bewegte sich auf dem Niveau des „kalten Krieges“ zwischen diesen beiden LĂ€ndern. DafĂŒr machte sich der amerikanische PrĂ€sident stark fĂŒr eine bessere Strafverfolgung und fĂŒr seine PlĂ€ne zum Bau einer Grenzmauer zu Mexiko, um die illegale Einwanderungswelle aus Mittelamerika zu stoppen. Im Vorfeld der Wahlen von 2020 kam es in den Vereinigten Staaten zu Rassenunruhen und zivilgesellschaftlichen Protesten. Ein erstes Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen ihn scheiterte, weil seine Republikanische Partei ĂŒber die Mehrheit verfĂŒgte. Donald Trump rĂŒstete sich zu einer zweiten Wahlperiode und fand in Joe Biden seinen demokratischen Widersacher und Herausforderer.

Amtsenthebungsverfahren

Barack Obama und Joe Biden
PrÀsidentschaftskandidat Joe Biden mit Barack Obama

Im September 2019 wurde gegen den aktuellen US PrĂ€sidenten Donald Trump ein offizielles Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Am 18. Dezember 2019 wurde Anklage gegen Trump erhoben, da ein anonymer Whistleblower den PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten beschuldigt hat den ukrainischen PrĂ€sidenten in einem Telefonat bedrĂ€ngt zu haben. Trump solle dem Whistleblower zu Folge auf den ukrainischen PrĂ€sidenten eingeredet haben, damit dieser ihm Vorteile bei der US-PrĂ€sidentschaftswahl verschafft und dafĂŒr Gegenleistungen erhalten soll. Trump solle den ukrainischen PrĂ€sidenten gedrĂ€ngt haben wegen KorruptionsvorwĂŒrfen gegen seinen Konkurrenten Joe Biden und seinen Sohn zu ermitteln. 

Wegen der sogenannten “Ukraine AffĂ€re” musste sich Trump in einem offiziellen Verfahren behaupten, welches im Januar 2020 an den Senat ĂŒbergeben wurde. Das Verfahren lief vom 15. Januar bis zum 05. Februar im Senat und wurde zugunsten des PrĂ€sidenten entschieden. Am 05. Februar wurde Donald Trump von der republikanischen Mehrheit im Senat in beiden Anklagepunkten freigesprochen. 

Wahlkampfjahr 2020

Donald Trump mit Mike Pence
PrÀsident Donald Trump mit VizeprÀsident Mike Pence

Am 03. November 2020 stellte sich PrĂ€sident Trump zur Wiederwahl gegen den ehemaligen VizeprĂ€sidenten der Demokraten Joe Biden und tritt damit zur 59. Wahl zum PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten an. Schon am Tag seiner AmtseinfĂŒhrung im Jahr 2017 kĂŒndigte Trump an 2020 erneut fĂŒr das PrĂ€sidentschaftsamt kandidieren zu wollen. Wie auch bei seiner ersten Kandidatur, trat Trump 2020 mit seinem VizeprĂ€sidenten Mike Pence zur Wahl an. 

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im MĂ€rz 2020 verlief auch der Wahlkampf anders als geplant. Medienberichten zufolge heißt es, dass Trumps Wahlkampfbudget nahezu erschöpft sei. Mehr als 800 Millioen US-Dollar von geplanten 1,1 Milliarden Dollar sollen bereits genutzt worden sein. Trump dementiert diese Berichte. 

Der Umgang mit der Corona-Pandemie hat maßgeblichen Einfluss auf Trumps Chancen zur Wiederwahl genommen. WĂ€hrend die gute Wirtschaft in 2019 noch gute Umfragewerte versprachen, sind Trumps Chancen durch sein Verhalten wĂ€hrend der Pandemie deutlich gesunken. 

Kontroverse um Briefwahl 

Donald Trump hat im Wahljahr 2020 die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen, da er den US Postal Service mehrfach beschuldigte durch die Organisation der Briefwahlen eine FĂ€lschung der Wahlergebnisse herbeizufĂŒhren. Mit dem Einsatz von Louis DeJoy, einem finanziellen UnterstĂŒtzer Trumps in das Amt des neuen Postministers, verschĂ€rfte sich die Situation. Trump gab im Rahmen eines Interviews zu dem US Postal Service Gelder vorzuenthalten um die rechtzeitige Zustellung der Briefwahlunterlagen zu verhindern. 

Trump neigte in seinen Reden zu Übertreibungen und Polarisierungen

Es folgte eine der schmutzigsten Wahlkampagnen der amerikanischen Geschichte. Bereits in den Jahren seiner Amtszeit untersuchten Rhetorik-Spezialisten Trumps Sprachgebrauch und fanden heraus, dass er sich hĂ€ufig auf dem Level antiker Redner bewegte. Er neigte zu Übertreibungen und zu Polarisierungen und bediente sich dieser Eigenschaften auch wĂ€hrend der in Amerika ĂŒblichen Fernsehdebatten. HĂ€ufiger verstieg er sich zu der Behauptung, seine vierjĂ€hrige Amtszeit sei die beste der amerikanischen Geschichte.

Doch eine breite amerikanische Öffentlichkeit warf ihm unter anderem vor, in der Corona-Pandemie, die die USA besonders hart traf, versagt zu haben. Zahlreiche Regierungen der westlichen Welt kritisierten ihn, weil er aus wichtigen internationalen Gemeinschaften ausgestiegen war. Bei der Wahl des Jahres 2020 erhielt er die Quittung. Zwar gaben ihm ĂŒber 74 Millionen Amerikaner ihre Stimme, doch sein Herausforderer Joe Biden erreichte 81 Millionen Stimmen und eine satte Mehrheit im Electoral College.

Der Sturm auf das Kapitol und ein RĂŒckzug nach Florida

Wochenlang sah es so aus, dass Donald Trump nicht freiwillig seinen Platz im Weißen Haus rĂ€umen werde. Am 6. Januar 2021, dreizehn Tage vor der AmtseinfĂŒhrung seines Nachfolgers, rief er in der Protestversammlung vor zehntausend AnhĂ€ngern zum „Save America March“ auf und ermunterte indirekt seine Sympathisanten, das Kapitol zu stĂŒrmen. An diesem Tag sollte die formale BestĂ€tigung des Wahlsieges von Joe Biden durch den Kongress erfolgen.

Dem Amtseid des neuen PrĂ€sidenten blieb Trump aus Protest fern, und als er wenige Stunden vorher das Weiße Haus verließ, war er offenbar noch immer davon ĂŒberzeugt, dass die Wahl fĂŒr ihn allein deshalb eine Niederlage brachte, weil sie manipuliert wurde. Biden verdankte den Sieg vor allem der hohen Zahl von BriefwĂ€hlern. Trump zog sich in sein Luxus-Resort Mar-a-Lago in Florida zurĂŒck und ließ die Amerikaner wissen, dass er sich vier Jahre spĂ€ter noch einmal zur Wahl stellen werde.

VerhÀltnis zu den Medien

Das VerhĂ€ltnis Donald Trumps zu den Medien ist gespalten. Trump ist bekannt fĂŒr seine intensive Nutzung der sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter. Vor allem die Twitter-Nutzung des PrĂ€sidenten kennzeichnet ihn wie keinen Zweiten. Die stĂ€ndige digitale PrĂ€senz Donald Trumps in den Netzwerken kann ihm bei der Wahl im Jahr 2016 zu seinem Erfolg verholfen haben, so erklĂ€ren Experten. Auch Zeitungen und Fernsehen berichteten in ungewöhnlicher IntensitĂ€t ĂŒber Trump, sodass er auch als “Produkt der US-Medien” bezeichnet wird, die ihn zu massiven Erfolg verholfen haben. Entgegen dem Eindruck, dass die Medien deutlich zum Erfolg des heutigen PrĂ€sidenten beigetragen haben, bezeichnet Trump die Medien und ihre Vertreter mitunter als Feinde der Regierung und als korrupt und verlogen. 

RegelmĂ€ĂŸig zieht Trump Aufmerksamkeit ĂŒber seinen Twitter Kanal auf sich, ĂŒber den er wie vermutet wird ohne Beratung kommuniziert, sodass er möglicherweise gegen Sprachregelungen des Weißen Hauses verstĂ¶ĂŸt, da er sich regelmĂ€ĂŸig zu Themen Ă€ußert die Gegenstand von Ermittlungen sind. Als bekanntes Beispiel fĂŒr seine rege Twitter-Nutzung gilt ein Tweet vom 31.Mai 2017 ĂŒber die” constant negative press covfefe“. “Covfefe” gilt dabei vermutlich als Tippfehler und soll coverage (stĂ€ndige negative Presseberichterstattung) heißen. Einige Stunden nachdem Trump diesen Tweet abgesetzt hat, wurde dieser wieder gelöscht. Sein mediales Verhalten wird immer wieder kontrovers diskutiert. Donald Trump polarisiert wie kein PrĂ€sident vor ihm mit seinen Äußerungen gegen Kritiker in den Medien und ist in der Vergangenheit immer wieder wegen Attacken gegen Medienvertreter in Erscheinung getreten. 

HĂ€ufige Fragen und Antworten

Wie viel Geld hat Trump wirklich?

Laut einer Forbes-Liste wird das Vermögen des Donald Trump auf rund 3,5 Milliarden amerikanische Dollar geschÀtzt.

Was fĂŒr eine Schulbildung hat Donald Trump?

Er ging in der New York Military Academy. Sein Abschluss war einem Abitur gleichzusetzen. Anschließend studierte Trump unter anderem Wirtschaftswissenschaft mit dem Abschluss als Bachelor.

Was machen die Geschwister von Donald Trump?

Die Ă€ltere Schwester Maryanne war bis Februar 2019 Richterin bei einem Berufungsgericht. Sein Ă€lterer Bruder Freddy war Pilot und starb im Alter von 43 Jahren. Elisabeth brachte es in die FĂŒhrungsetage der Chase Manhattan Bank, und sein jĂŒngerer Bruder Robert starb im August 2020.

Wie alt ist Donald Trump?

Donald Trump kam am 14. Juni 1946 zur Welt.

Wo ist Donald Trump geboren?

Sein Geburtsort ist Queens bei New York.

Was haben Donald Trump und Boris Johnson gemeinsam?

Beide sind blond und erfreuen sich eines wallenden Haarwuchses. 😉

Wie groß ist Donald Trump?

Die KörpergrĂ¶ĂŸe des Donald Trump misst 188 Zentimeter.

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