Atlantic City

Atlantic City: ehemaliges Glücksspielmekka und Heimat von Miss America

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Atlantic City ist eine der bekanntesten Glücksspielstädte der Welt und bekannt für seine Casinos. Diese leiden allerdings unter der Konkurrenz. Die Stadt ging kurzzeitig sogar insolvent. Alle Informationen zum Urlaubsort an der Atlantikküste von New Jersey und was US-Präsident Donald Trump mit Atlantic City zu tun hat erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Atlantic City New Jersey

Neben Las Vegas ist auch Atlantic City ein beliebtes Ziel für GlücksspielerLas Vegas gilt als das Spielerparadies schlechthin. Hierhin verschlägt es jedoch nicht nur Menschen, die am Roulettetisch und einarmigen Banditen ihr Glück versuchen, sondern auch Touristen aus aller Welt, die nicht mal wissen, wie ein gepflegtes Pokerspiel ablauft. Die Wüstenstadt in Nevada gilt aufgrund der zahllosen gigantischen Hotelanlagen und Leuchtreklame selbst als Sehenswürdigkeit.

Dabei gibt es eine gepflegte Alternative am anderen Ende der USA, an der Ostküste, etwa 200 Kilometer von New York entfernt: Atlantik City. Es wird Zeit, dieser Ostküstenstadt mit der wechselvollen Geschichte vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken und die Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote und Casinos dieser Stadt kennenzulernen. Schnell stellt sich heraus, ein Besuch der kleinen Schwester von Las Vegas lohnt sich ganz bestimmt.

Atlantic City hat neben den eigenen Annehmlichkeiten auch eine sehr gute geografische Ausgangslage für einen Urlaub in den USA. Hier wohnen gerade mal 38.735 Einwohner. Daher findet man in dieser Stadt häufig mehr Urlauber und Tagesgäste als Menschen, die hier ihre Heimat gefunden haben.

Atlantic City und seine Casinos

Obwohl Atlantic City sehr viel mehr zu bieten hat als nur Casinos und die damit verbundenen Hotels, ist diese Branche jedoch nach wie vor die einkommensstärkste der Stadt. Ihren Ruf als Spielerparadies konnte diese beschauliche Stadt am Atlantik bisher jedoch nicht komplett ablegen, obwohl in den vergangenen Jahren mehr als zwei Milliarden Dollar investiert wurden.

Blick auf das Harrahs Casino in Atlantic City
Blick auf das Harrahs Casino in Atlantic City

Daher wird es Zeit, einmal einen näheren Blick auf die Casinos und die damit verbundenen Hotels zu werfen. Am Boardwalk befinden sich Casinos, die einen Vergleich mit ihren Vorbildern in Las Vegas nicht scheuen müssen. Nicht zufällig gibt es auch teilweise Namensgleichheiten, etwa bei dem Caesars at Atlantic City, dem Golden Nugget Atlantic City und dem Tropicana Casino Resort. Das große und kleine Spiel wartet an buchstäblich an jede Ecke, besonders jedoch am Boardwalk. Kleiderordnung, Speisen und Getränke sind von kreativ über ideenreich bis edel und ausgefallen. Auf der Halbinsel Absecon in Atlantic City kann jeder Gast über ab 21 Jahren sein Glück im Spiel versuchen. Wer nicht die Möglichkeit hat nach Atlantic City zu reisen hat auch online die Möglichkeiten 777 Spielautomaten auszutesten.

Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote in Atlantic City

Was hat Atlantic City zu bieten außer Casinos? Sehr viel, denn diese Stadt ist nicht nur ein Spieler-, sondern auch ein Freizeitparadies. Jetzt aber genug des Lobes und hin zu den Tatsachen. Durch die Lage am Atlantik umweht die Stadt ein gewisses mediterranes Flair, auch wenn die Temperaturen nicht immer mitspielen. Einer der schönsten Aufenthaltsorte ist der Boardwalk, eine weitläufige Strandpromenade zwischen der Skyline der Stadt und dem Atlantik. Nachts können Spaziergänger auf der Promenade das Lichterspiel im Meer beobachten, das von den Millionen großen und kleinen Glühbirnen der Luxushotels und Casinos seinen Weg hierher findet.

Die Strandpromenade Boardwalk in Atlantic City
Die Strandpromenade Boardwalk in Atlantic City

Am Boardwalk befinden sich jedoch nicht nur luxuriöse und schicke Casinos, sondern auch Hotel- und Wellnessanlagen, die eine breitere Zielgruppe als nur die Glücksspieler im Blickfeld haben: Alle Besucher, die nicht hierherkommen, um ihr Glück beim Spielen zu suchen, sondern um zu entspannen und herrlich ruhige Wellnesstage zu verbringen. In Kombination mit einem hochwertigen Gastronomie- und Einkaufsangebot ist ein kurzweiliger und schöner Urlaub in Atlantik City garantiert.

Hinsichtlich der Restaurants ist zu erwähnen, dass hier viele große Namen aus der Gastronomieszene vertreten sind wie etwa Wolfgang Puck. Wer nicht über entsprechende Beziehungen verfügt, hat es schwer, einen der begehrten Tische zu ergattern. Dieses Problem lässt sich jedoch durch eine Direktbuchung über die Hotels lösen.

Dieses breit gefächerte Angebot für verschiedene Zielgruppen zeigt die ernsthafte Absicht der Stadtväter, Atlantic City aus einer wechselvollen Geschichte mit vielen Aufs und Abs herauszuholen und es zu einem interessanten Ausflugs- und Urlaubsziel für Jedermann zu machen.

Einkaufen in Atlantic City

Einkaufen, ganz gleich, ob es sich um den täglichen Bedarf oder nur um schöne Dinge handelt, die man eigentlich nicht unbedingt zum Leben braucht, gehört zu einem gepflegten Freizeitangebot dazu.

Auch in dieser Hinsicht ist Atlantic City gut aufgestellt und gar nicht mal so teuer wie man angesichts der Casinos und Luxushotels meint. Dieses Angebot ist gleichfalls auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet, denn in dieser vielseitigen Stadt am Atlantik finden Besucher mit unterschiedlich gut ausgestatteten Geldbeuteln passende Angebote. Während die Schönen und Reichen schnell ihren Weg in die Niederlassungen der großen amerikanischen und europäischen Marken wie Tiffany, Gucci und Prada finden, freuen sich ganz normale Besucher über das vielseitige Angebot der bei den Amerikanern beliebten Outlet Stores.

Der Nike Factory Store in Atlantic City
Der Nike Factory Store in Atlantic City

Diese großen Einkaufshäuser haben sich auf den Verkauf hochwertiger Designer- und Markenkleidung, Schmuck und Beautyprodukte zu erschwinglichen Preisen spezialisiert. Auf diese Weise können auch große Namen ihre Zielgruppen erweitern. Häufig handelt sich jedoch um Saisonware oder um aus anderen Gründen ausgemusterte Ware, die vielleicht hier und da einen kleinen Makel aufweist, der jedoch nicht ins Gewicht fällt.

Freizeitaktivitäten in Atlantic City genießen

Die Lage am Atlantik zieht auch Wassersport- und Golffans an. Alle Arten von Wassersport, von Surfen bis Kanufahren können hier ausgeübt werden. Wer lieber an Land bleibt, sollte die Stadt und die Umgebung mit Wandern und dem Zweirad erkunden. Gut ausgebaute Stadtstrände mit einer ebenso guten Infrastruktur erfreuen sich großer Beliebtheit und garantieren schöne Stunden direkt am Atlantik.

Atlantic City Wassersport / Hafen
Atlantic City bietet jede Menge Freizeitaktivitäten

Den höchsten Leuchtturm von New Jersey ist das Absecon Lighthouse. Diese Einrichtung ist jedoch viel mehr als nur ein klassischer Leuchtturm. Auch in dieses Wahrzeichen der Stadt wurden einige finanzielle Mittel zwecks umfangreicher Restaurierung gesteckt. Der 1857 erbaute Leuchtturm bietet neben einem Geschenkeshop auch einen Einblick in seine Geschichte mit einem Museum, das die Räumlichkeiten der früheren Leuchtturmwärter zeigt. Wer hoch hinaus möchte, muss eine gute Kondition haben, denn es gilt 228 Stufen zu nehmen, bis man oben mit einem Panoramablick auf die Stadt und den Atlantik belohnt wird.

Der Strand von Atlantic City mit Riesenrad
Der Strand von Atlantic City mit Riesenrad

In Atlantic City können Besucher Stadt- und Strandurlaub auf ideale Weise miteinander verbinden. Im Herbst und Winter laden die weitläufigen Wellness- und Golfanlagen ein, um entspannte Tage zu verbringen, auch wenn die Temperaturen draußen noch etwas ungemütlich sind. Wer einmal Pause von der entspannten Wohlfühlatmosphäre machen möchte, findet den Weg in das Nachtleben, das neben den Casinos zahlreiche Einkehrmöglichkeiten bietet.

Auftritte von bekannten und weniger bekannten Stars, Illusionisten, Sängern und Theaterschauspielern sorgen für die notwendige Abwechslung. In den Lobbys der Hotelanlagen geht es bei gepflegter Lektüre, gutem Kaffee und Gesprächen recht gesellig zu. Die Atmosphäre ist genauso entspannt wie offen. Gerne spielt man hier auch Gesellschaftsspiele wie Canasta und Bridge. Und natürlich ein besonderes Monopolyspiel, das mit den Namen von Straßen und Plätzen der Stadt aufwartet.

Die wechselvolle Geschichte der Ostküstenstadt

Atlantic City war nicht immer eine Stadt der Glücksritter und Spieler, denn das Glücksspiel wurde hier erst 1976 legalisiert. Vor und nach dieser Zeit hat die Stadt am Atlantik wechselvolle Zeiten durchgemacht. Jahre lang war Atlantic City neben Las Vegas das einzige Glücksspielmekka.

Mittlerweile haben jedoch auch andere Bundesstaaten das Potenzial der Glücksspielbranche erkannt und legalisierten seit 2006 ihrerseits zahlreiche Casinos in mehreren Städten. Diese Staaten liegen außerdem noch in unmittelbarer Nachbarschaft wie dem Bundesstaat New York, Pennsylvania und Maryland. Alleine Pennsylvania hat mit dem Glücksspiel in den letzten Jahren eine stattliche Summe von acht Milliarden Dollar erwirtschaftet und New Jersey als zweigrößten Glücksspielstaat nach Nevada abgelöst.

2013 unterzeichnete New Jerseys Gouverneur Chris Christie sogar ein Gesetz, das Glücksspiel im Internet legalisierte, in der Hoffnung, Einnahmeverluste aus dem klassischen Casino-Glücksspiel in der Stadt wettzumachen. Allerdings überschätzte Christie das Potenzial des Internets, denn diese Branche spülte nur geringe Einnahmen in die klammen Staatskassen.

Mittlerweile haben die Stadtväter jedoch einiges Geld in die Hand genommen, um die Abhängigkeit vom Glücksspiel zu reduzieren. Vielleicht hat man sich auch dieses Mal wieder das scheinbar unkaputtbare Las Vegas zum Vorbild genommen. Auch hier stellte sich in den letzten Jahrzehnten ein Rückgang der Einnahmen aus dem Glücksspiel ein, man setzte nicht mehr nur auf Roulette, klingelnde Spielautomaten und Showgrößen, sondern auch auf ganz einfache Angebote für ganz gewöhnliche Durchschnittfamilien.

Das Veranstaltungsangebot ist sehr viel breiter gefächert, denn Las Vegas will nicht mehr nur ein sündiger Glücksspielort sein, sondern Besucher aus allen Gesellschaftsschichten anziehen. Genau diesen Weg ist die Küstenstadt am Atlantik in den letzten Jahren auch gegangen und die Bemühungen zeigen erste Erfolge.

Auch der Immobilen-Mogul und derzeitige US-Präsident Donald Trump hat sein Glück schon in Atlantic City versucht und eine seiner vielen Pleiten in der Küstenstadt hingelegt, die in dem Verdacht stehen, lediglich ein Steuervermeidungsmodell zu sein. 2017 wurde dann auch das Trump Casino-Imperium in Atlantic City geschlossen.

In der ihm typischen Bescheidenheit (natürlich ist das ironisch gemeint) bezeichnete Donald Trump sein Casino Taj Mahal als achtes Weltwunder. Die Architektur passte wunderbar zu dem selbstverliebten Milliardär, denn in diesem Casino ging es ähnlich üppig, kitschig und goldbeladen zu wie im Trump Tower in New York City. 1990 wurde der Zocker-Palast mit der kitschigen Fassade pompös eingeweiht, stellte sich aber schon bald als Luftschloss auf Basis windiger Finanzierungsmodelle heraus.

Der Kronleuchter im Taj Mahal
Der Kronleuchter im Taj Mahal

Trump selbst gab zu, er habe Investoren mit vorgetäuschten Baufortschritten dazu gebracht, noch mehr Geld zu investieren. Der eine Milliarden teure Protztempel wurde schnell zum Milliardengrab, was den Baulöwen jedoch wie so oft bei gescheiterten „Deals“ nicht zu stören schien.

Als ein Freund das Casino 2009 übernahm, wurde alles nicht besser, denn der neue Hausherr lieferte sich über längere Zeit erbitterte Kämpfe mit den Gewerkschaften, eine Tatsache, die dem Ruf von Atlantic City nicht gerade zugänglich war. Als das Taj Mahal 2014 schließlich in die Insolvenz ging, prahlte Donald Trump sogar noch, selten habe er aus einem Projekt so viel Geld herausgeholt wie aus diesem Casino.

Dabei prophezeite schon der erfolgreiche Casino-Unternehmer Steve Wynn, kein Casino dieser Größe würde jemals wirtschaftlich arbeiten. Ein Analyst, der Zweifel an diesem Großprojekt äußerste, wurde durch Trump verklagt und gefeuert, bekam jedoch später einen Schadenersatz von 75.000 Dollar zugesprochen. Die Zeche zahlten indes die Kleinanleger.

Hier standen noch zwei weitere Trump-Casinos, von denen jedoch auch nichts mehr übrig ist, denn der ehemalige Hausherr bemühte sich schnell, alle Spuren, die er hier hinterlassen hatte, zu beseitigen. Goldene Namensschriftzüge wurden sorgsam abgehängt und heute sucht man vergebens nach Spuren des prominenten ehemaligen Casinoinhabers. Nur ein Schild scheint den Abbau überlebt zu haben, denn in einer wenig einladenden Seitenstraße, dort wo das Taj Mahal einst gestanden hatte, findet man doch tatsächlich noch ein Schild mit der Aufschrift „Trump Human Ressources Office“ (Trump Personalbüro).

Allerdings hielt dieser Misserfolg Trump nicht davon ab, noch zwei weitere Male in Atlantic City zu investieren, mit demselben negativen Ergebnis. Der einzige, der Geld aus den Projekten zog, war Trump selbst. In der Stadt, in der er zeitweise 25 Prozent an der Casino-Landschaft hielt, hinterließ er jedoch nach seinem Abzug eine Schneise der wirtschaftlichen Verwüstung. 2016 musste die Stadt sogar kurzzeitig Insolvenz anmelden, da man den Schuldenberg von 240 Millionen Dollar nicht mehr bewältigen konnte. Eine vollständige Übernahme durch den Staat New Jersey konnte jedoch abgewendet werden.

Bevor Atlantic City zum Glücksspielmekka wurde, war die Stadt seit Anfang des 20. Jahrhunderts vor allen ein Ort der Erholung und Entspannung. Die Stadt verstand sich der Tradition eines Seebades, was jedoch schon bald nicht mehr ausreichte, da es von diesen kurähnlichen Orten viele in den USA gibt, die jedoch deutlich mehr Attraktionen und Freizeitangebote aufweisen können.

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