Fisherman’s Wharf

Fisherman’s Wharf: das maritime Stadtviertel

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Der frühere Fischmarkt von San Francisco Fisherman’s Wharf ist heute ein viel besuchtes Stadtviertel der Metropole an der Westküste der USA. Fisherman’s Wharf gehört noch vor der Golden Gate Bridge zu einem der meistbesuchten Touristenziele San Franciscos.

Mit einer Größe von ungefähr 130 Quadratkilometern gehört San Francisco sicherlich nicht zu den größten Städten der USA. Auf diesem schönen Fleckchen Erde direkt am Pazifik im sonnigen Kalifornien wohnen noch nicht einmal eine Million Menschen. Zum Vergleich: Alleine der berühmte Bahnhof in New York transportiert täglich ungefähr 600.000 Einwohner.
Fisherman's Wharf
Fisherman’s Wharf: das maritime Stadtviertel San Franciscos

Dennoch zählt San Francisco zu den beliebtesten Städten weltweit. Viele Sehenswürdigkeiten und individuelle Stadtviertel machen diese Stadt so besonders. Ein viel besuchtes Viertel ist Fisherman’s Wharf. Der Name ist Programm, denn hier gibt es zahlreiche Restaurants, die die besten fangfrischen Fischgerichte auf den Teller zaubern. Der Fisch in dem kleinen Bistro schmeckt dabei genauso gut wie im Edelrestaurant.

Man merkt, dass der Fischfang hier eine lange Tradition hat. Es sind jedoch nicht nur die schmackhaften Fischgerichte, die für Wohlfühlatmosphäre sorgen, sondern auch die charmante Umgebung, die weit weg von dem modernen Tourismus zu sein scheint.

So finden Besucher Fisherman’s Wharf

Ursprünglich war die Gegend alles andere als ein viel besuchter Touristenmagnet, sondern eine Ansiedlung von Fischern, die hier ihrem täglichen Geschäft nachgingen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der traditionelle Fischfang der kleinen Fischer ist mittlerweile zwar nicht mehr so präsent wie früher, die charmante Seefahreratmosphäre ist jedoch geblieben.

Boote in Fisherman's Wharf
Seefahreratmosphäre in Fisherman’s Wharf

Das Zentrum von Fisherman’s Wharf bildet Pier 39. Diese besondere Gegend erstreckt sich zwischen der Van Ness Avenue im Westen bis Fort Mason über Pier 39 im Westen und der Bay Street im Süden. Häufig wird auch Pier 33 zu Fisherman’s Wharf gezählt. Von hier aus, am Embarcadero, legen die Schiffe ab in Richtung Alcatraz, der berühmten historischen Gefängnisinsel.

Attraktionen in Fisherman’s Wharf

Wer San Francisco ganz bequem erkunden möchte, nimmt einen der Hop-on/Hop-off-Busse, die hier ablegen und den ganzen Tag die Sehenswürdigkeiten der Stadt anfahren. Im Westen von Fisherman’s Wharf liegt Fort Mason, ein ehemaliges Militärgelände mit der Golden Gate Bridge als perfektes Hintergrundbild.

Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge in San Francisco, Kalifornien

Die maritime Atmosphäre rund um Pier 39 bietet die ideale Möglichkeit für einen Familienausflug und Entspannung von einem aufregenden Sightseeing-Programm. Dabei ist Pier 39 selbst keine Sehenswürdigkeit der Superlative, sondern lediglich ein schlichter, aber gepflegter Holzsteg entlang der Bucht von San Francisco mit zahlreichen Imbissen, Restaurants und kleinen Geschäften mit sehr individuellen Angeboten. Hier schmeckt das Fischbrötchen aus dem Imbiss genauso gut wie das Seelachsfilet aus dem Sternerestaurant gleich nebenan.

Pier 39 ist auf den Besuch von Touristen und dem Verkauf von Souvenirs und Snacks ausgelegt. Ein bisschen erinnert dieser Bereich an einen Jahrmarkt, denn hier treten Straßenkünstler auf. Weitere Künstler zeigen ihr Können auf einer Bühne direkt neben dem historischen Kinderkarussell. Wer eine kleine Pause machen möchte, schaut sich das Treiben von einem der zahlreichen Bänke entlang des 300 Meter langen Piers an. Natürlich will man auch an dieser Stelle gute Umsätze einfahren. Ein bisschen Kommerz an diesem charmanten Ort ist also unvermeidbar. Die liebevolle Gestaltung der Geschäfte, Restaurants und die gepflegte Umgebung in Fisherman’s Wharf macht diesen Ort trotz des Kommerzes jedoch so besonders. Wer nicht zu viel erwartet, ist mit einem Familienausflug in dieses beliebte Stadtviertel sicherlich zufrieden.

Fisherman's Wharf mit Blick auf Alcatraz
Fisherman’s Wharf mit Blick auf Alcatraz

Ghiradelli Square ist eine ehemalige Schokoladenfabrik, die zu einem Shopping-Center umgebaut wurde. Ja, der großangelegte Kommerz darf auch in einem charmanten Stadtviertel wie Fisherman’s Wharf nicht fehlen. Dennoch haben die Stadtväter darauf geachtet, dass die Architektur der ehemaligen Schokoladenfabrik erhalten geblieben ist. So ist Ghiradelli Square kein typisch kalt-modernes Shopping-Center, sondern eher ein kleiner, schicker Ort zum Einkaufen und Essen. Die Anzahl der kleinen Geschäfte und Restaurants ist recht überschaubar geblieben. Alles andere hätte der besonderen Atmosphäre in Fisherman’s Wharf nur geschadet. Im Ghiradelli Shop gibt es leckere Schokoladenvariationen zu kaufen. Eine kostenlose Schokoprobe bietet einen ersten Eindruck von der süßen Leckerei. Das Maritime Museum ist ein kleiner Ort, der die Geschichte der Fischerei rund um San Francisco erzählt. Das Gebäude in Form eines Schiffes ist ein beliebtes Fotomotiv. Ein Nachtleben gibt es rund um Pier 39 jedoch nicht, daher sollten Nachteulen eher auf andere Stadtviertel ausweichen.

Die Seelöwen von Fisherman’s Wharf

Ein besonderes Highlight sind die Seelöwen in der Bucht von San Francisco. Wer hat schon die Gelegenheit, Seelöwen außerhalb eines Zoos in freier Wildbahn zu sehen? Die großen, aber dennoch flinken Seelöwen können hier täglich besucht werden, denn das Meer rund um die Bucht ist ihr angestammtes Revier.

Vormittags ist in Fisherman’s Wharf noch nicht allzu viel los. Allerdings muss man sich dann mit dem Besucheransturm arrangieren, die sich um die Kolonie der Seelöwen drängen. Zur Mittagszeit genießen die Seelöwen auf den Anlegestellen ein Sonnenbad. Häufig sind hier mehr als 1.500 dieser großen Tiere zu sehen. Diese ehemalige Dockgegend ist für Boote gesperrt, sodass die Seelöwen hier ganz ungestört sind. Die bewundernden Blicke der Menschen sind sie jedoch gewöhnt und stören sich nicht daran. Sie können sogar Schwimmpontons nutzen.

Gegenüber dieser Schwimminseln ist eine Tribüne aufgebaut, in der die Besucher das Treiben der Seelöwen ganz bequem im Sitzen verfolgen können. Ein weiteres interessantes Ausflugsziel ist das Marine Mammal Center, von wo aus die Seelöwen noch besser zu beobachten sind.

Seelöwen am Pier 39
Seelöwen am Pier 39, einem Teil von Fisherman’s Wharf.

Die Cable Cars in Fisherman’s Wharf

Die Cable Cars sind eines der vielen Wahrzeichen San Franciscos und dürfen natürlich auch an einem Ort wie Fisherman’s Wharf nicht fehlen. Jeder, der einmal in der Stadt weilt, sollte eine Fahrt mit dieser bunten, auf Kabeln gezogenen Straßenbahn unternehmen. Auch wenn es sich längst nicht mehr um das modernste Fortbewegungsmittel handelt, nehmen die Cable Cars einem den doch manchmal beschwerlichen Fußmarsch durch die Innenstadt ab. Man darf nicht vergessen, dass San Francisco eine auf vierzig Hügeln erbaute Stadt ist.

Cable Car in San Francisco
San Franciscos berühmte Cable Cars.

In Fisherman’s Wharf an der Kreuzung Hyde und Beach Street befindet sich der nördlichste Wendepunkt dieser historischen Straßenbahn, denn hier drehen die Fahrzeuge der Powell/Hyde Line um. Einsteigen sollte man an dieser Station allerdings nur, wenn nicht allzu viel Betrieb herrscht, was jedoch recht selten der Fall ist. Wer von Fisherman’s Wharf zurück in die Innenstadt fahren möchte, steigt am besten eine Haltestelle weiter ein.

Gleichfalls an Pier 39 befindet sich das Aquarium of the Bay. Die anschauliche Gestaltung vermittelt einen guten Einblick in die bunte Unterwasserwelt. Sehenswert ist der Unterwassertunnel. Allerdings ist der Eintritt nicht ganz günstig. Abwechslungsreich gestaltet sich ein Besuch bei Ripley’s Believe It or Not und Madame Tussauds. Insgesamt gesehen haben sich die Straßenzüge rund um Fisherman’s Wharf seit Mitte des letzten Jahrhunderts nicht groß verändert. Die Architektur der zahlreichen Gebäude entlang der breiten Straßen fällt recht unterschiedlich aus und vermittelt daher einen bunten, aber gut zusammenpassenden Gesamteindruck.

Hotels und Parkplätze in Fisherman’s Wharf

Wer etwas mehr Budget zur Verfügung hat, sollte sich eines der schicken Hotels in Fisherman’s Wharf gönnen. Selbst die kleinen, auf den ersten Blick unscheinbaren Hotels punkten mit einer stilvollen Inneneinrichtung und komfortabel eingerichteten Zimmern. Das Hotelangebot ist recht vielseitig aufgestellt, denn hier ist für jede Altersklasse und jeden Geschmack die passende Unterkunft dabei. Reisende müssen allerdings beachten, dass sich Fisherman’s Wharf in einiger Entfernung von dem eigentlichen Stadtkern rund um den Union Place befindet. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einer Fahrt mit den Cable Cars ist diese Distanz jedoch leicht zu überwinden.

Frühstück ist meistens nicht im Übernachtungspreis inbegriffen, genauso wie die Parkplätze. Wer mit dem Auto nach San Francisco kommt, sollte sich um einen Abstellplatz außerhalb der Stadt bemühen und dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren, und zwar aus gutem Grund: Die Preise für Parkplätze in der Stadt sind nicht gerade günstig. 50 bis 70 USD pro Nacht sind durchaus keine Seltenheit. 12 USD pro Stunde sind dagegen schon vergleichsweise preiswert.

Fisherman’s Wharf ist einen Ausflug wert

Fisherman’s Wharf mit seiner maritimen Atmosphäre an der Bucht von San Francisco bietet die optimalen Bedingungen für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie. Restaurants und Imbissbuden mit ihren leckeren Fischgerichten und Snacks sorgen für das leibliche Wohl. Zahlreiche kleine Geschäfte, ein Shopping-Center und ein historisches Kinderkarussell mitten auf Pier 39 unterhalten Besucher jeder Altersklasse und vermitteln eine maritime Atmosphäre. Ein weiteres Highlight sind die Seelöwen, die stets eine große Menschenmasse anziehen.

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