Watergate Affäre

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Mitte Juni 1972 erschütterte die Geschichte eines Einbruchs in Washington D.C. die Weltöffentlichkeit. Es handelt sich um einen Einbruch, der als Watergate-Affäre Eingang in die Geschichtsbücher fand und noch heute als Synonym für gravierende Missbräuche von Regierungsvollmachten steht, und zwar nicht nur die, die sich während der Amtszeit von Präsident Richard Nixon von 1968 bis 1974 ereignet haben.

Die US-Top-Reporter der Washington Post, Carl Bernstein und Bob Woodward, deckten die Geschichte rund um diesen Einbruch in das Watergate-Gebäude der Demokraten auf und präsentierten der Weltöffentlichkeit einen US-Präsidenten Richard Nixon, den sie so nicht kannte.

Eine starke Mehrheit für eine zweite Amtszeit, trotz Watergate

Der Watergate-Gebäudekomplex befindet sich im Zentrum Washingtons, in dem die Demokratische Partei zu diesem Zeitpunkt ihren Hauptsitz hatte. Am 17. Juni 1972 versuchten fünf Einbrecher, Abhörwanzen im demokratischen Hauptquartier anzubringen und Dokumente abzufotografieren, wurden dabei jedoch von einem Wachmann entdeckt, der daraufhin die Polizei verständigte. Wenig später wurden die erfolglosen Einbrecher verhaftet.

Der Watergate-Gebäudekomplex in Washington
Der Watergate-Gebäudekomplex in Washington ist Schauplatz des Einbruchs | Indutiomarus at English Wikipedia [Public domain]
Schon stellte sich heraus, dass die Einbrecher zum engsten Beraterkreis des amerikanischen Präsidenten beziehungsweise zu dessen Wahlkomitee gehörten. Trotz umfangreicher FBI-Untersuchungen trat Richard Nixon zu den Präsidentschaftswahlen im November 1972 an und schaffte es tatsächlich, für eine zweite Amtsperiode gewählt zu werden.

Der abgeschirmte Präsident

Richard Nixon hatte eine Abneigung gegen Kabinettssitzungen und den Einfluss politisch wichtiger Persönlichkeiten. Daher arbeitete er von Anfang an ausschließlich mit einem engen Beraterkreis, deren Mitglieder er vertraute und die ihn von der politischen Bühne Washingtons komplett abschirmten.

Dieser zentralistische und hierarchische Regierungsstil führte zu einer großen Machtfülle dieser engsten Mitarbeiter, die selbst den Präsidenten von vielen Vorgängen abschirmten und häufig Anweisungen und Befehle an Untergebene erteilten, die nur scheinbar von Nixon abgesegnet waren.

Selbst das als wichtig angesehene Verteidigungsministerium verlor an Einfluss, weil die zuständigen Minister nicht zum exklusiven inneren Kreis des Präsidenten gehörten.

Welche Rolle spielte Henry Kissinger?

Nixon berät sich mit Kissinger 1971
Nixon berät sich mit Kissinger 1971 | White House Photo [Public domain]
Der bis heute noch hochgeachtete Henry Kissinger spielte, wenn auch nicht eine direkte, so doch zumindest eine indirekte Rolle im Watergate-Skandal. Als nationaler Sicherheitsberater verlagerte er die Verantwortung für die Außenpolitik vom State Department hin zum Weißen Haus.

Diese Entwicklungen trugen dazu bei, den Weg zu Watergate zu ebnen. Bewiesen ist jedoch, dass Henry Kissinger zwar mit einer großen Machtfülle ausgestattet und durchaus nicht unumstritten war, jedoch nicht in die Rechtsbrüche, die schließlich zu Watergate führten, verstrickt war.

So war der als Palastgarde bezeichnete Beraterkreis um Richard Nixon direkt beteiligt an allen Vorgängen, die zu Rechtsbrüchen des Weißen Hauses zum Nachteil der Demokraten führten. Drei von diesen Beratern verbüßten später eine Freiheitsstrafe. Die zweite Amtsperiode Richard Nixons war geprägt von der Frage, was der Präsident von diesen Vorgängen wusste, wie viel er wusste oder ob er überhaupt etwas wusste.

Diese Affäre belastete die republikanische Partei und die US-Regierung dermaßen, dass es sogar eine Verfassungskrise gab, die schließlich zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen den Präsidenten führte. Nixon versuchte jedoch, den Einbruch in das Hauptquartier der Demokraten herunterzuspielen und bezeichnete diesen Versuch als drittklassig und dilettantisch.

Nixon war viel mehr als nur Watergate

Er versuchte, auf der politischen Weltbühne zu punkten, denn die größte Herausforderung, die er bei seinem Amtsantritt 1968 erbte, war der Vietnamkrieg. Mit der Watergate-Affäre zerstörte er jedoch seine politische Laufbahn, denn was von seiner Präsidentschaft blieb, war eben dieser Politskandal.

An das, was Richard Nixon während seiner Amtszeit erreichte, denkt kaum noch jemand. So war er schon vor Antritt seiner Präsidentschaft im Sommer 1969 darauf aus, den Vietnamkrieg bald möglichst zu beenden. Er versprach dem von den USA unterstützten Südvietnam günstigere Bedingungen, wenn sie es jetzt noch schaffen würden, die Verhandlungen mit dem Nordvietnam hinauszuzögern.

Umfangreiche Gespräche zwischen Nixons Beratern und den Südvietnamesen wurden umgehend eingeleitet. Außerdem entschloss sich Nixon, 560.000 amerikanische Soldaten aus Vietnam abzuziehen. Gleichzeitig weitete der nationale Sicherheitsberater Henry Kissinger den Vietnamkrieg jedoch auf Laos und Kambodscha aus. Von den guten Absichten der Beratungsgespräche blieb jedoch wenig, denn mit zahlreichen Bombardements versuchte Nixon, denn nordvietnamesischen Gegner einfach wegzubomben.

Nixon fiel auch mit einigen innenpolitischen Maßnahmen mehr oder weniger positiv auf. Einige umweltpolitische Maßnahmen fanden sogar Beachtung bei der NATO, denn die USA sollten hier eine Vorreiterrolle in Sachen Erkennung von Umweltgefahren wie Treibhauseffekt und sauren Regen spielen. Obwohl diese Initiative nicht zustande kam, wurden umweltpolitische Aspekte jedoch erstmals auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Stockholm besprochen.

Der US-Präsident gründete einige Behörden, darunter die Environmental Protection Agency. Ferner versuchte Nixon, die wirtschaftlichen Bedingungen zu verbessern und der Inflation Herr zu werden. Außenpolitisch konnte er punkten, denn in seine Amtszeit fallen zwei bedeutsame Verträge, SALT und ABM. SALT steht für Strategic Arms Limitation Talks und beinhaltet ein Rüstungsbegrenzungsabkommen.

Der zweite wichtige Vertrag war ABM, was für Anti-Ballistic Missile Treaty steht. Mit diesem Vertrag sollten die anitballistischen Raketenabwehrsysteme begrenzt werden. Diese Verträge wurden im Februar 1972 mit dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew geschlossen. In dieser Zeit reiste Richard Nixon auch auf Staatsbesuch nach China, wo er Staatschef Mao Zedong traf.

Nixon war der erste US-Präsident, der in den Zeiten des Kalten Krieges auf Staatsbesuch in diese beiden Länder reiste, die den USA und den europäischen Staaten im Westen von der Ideologie her diametral gegenüberstanden.

Insgesamt traf Nixons um Entspannung bemühte Politik mit den Staaten jenseits des Eisernen Vorhangs auf breiten Zuspruch in der amerikanischen Bevölkerung, die sich längst auf breiter Front gegen den immer weiter ausufernden Vietnamkrieg stellten. Dieser forderte immer größere Opferzahlen unter den GIs, ohne jedoch auf der anderen Seite nennenswerte Erfolge einzufahren.

Nixon galt als Hoffnungsträger, der diesen ungeliebten Krieg endlich beenden würde. So war es nicht verwunderlich, als Richard Nixon seinen Herausforderer George McGovern im November 1972 bei den Präsidentschaftswahlen trotz der Watergate-Affäre mit einer Mehrheit von sechzig Prozent besiegte.

CIA gegen FBI?

Dies war jedoch nur möglich, da zu diesem Zeitpunkt die ganze Wahrheit noch nicht ans Tageslicht gekommen war und die Öffentlichkeit vergleichsweise desinformiert blieb. Erst als die FBI-Untersuchungen weitere unschöne Details aufdeckten, die den Präsidenten und seine Berater in einem wenig guten Licht erscheinen ließen, wurde es zunehmend schwierig für Nixon, sich aus der Affäre herauszureden und deren politische Bedeutung herunterzuspielen.

Er versuchte, die Ermittlung mit verschiedenen Methoden herauszögern und zu behindern. Nixon schaltete die CIA ein, die diese Untersuchungen mit Hinweis auf die nationale Sicherheit beenden sollte. Dieser Versuch blieb jedoch erfolglos.

Obwohl Nixon den Einbruch in den Watergate-Komplex in seinen Memoiren als „idiotisch“ und „völlig sinnlos“ bezeichnete, da seiner Meinung nach im Hauptquartier der Demokraten „absolut nichts zu finden war, das nicht schon bekannt war“, war er zum Zeitpunkt des Geschehens vermutlich anderer Meinung.

Der Watergate-Einbruch wurde durch einige Mitarbeiter im Beraterstab Nixons von langer Hand vorbereitet und durch den Präsidenten abgesegnet. Umfragewerte zeigten, dass seine Wiederwahl im November 1972 durchaus nicht so sicher war, wie er sich das wünschte.

In den mehr als 40 Jahren, die seit dem Watergate-Skandal vergangen sind, wurden zahlreiche Bücher über Nixon geschrieben. Bekannt ist, dass Richard Nixon extrem paranoid veranlagt war und stets in der Furcht lebte, seine politischen Gegner könnten belastendes Informationsmaterial gegen ihn in der Hand haben und dieses notfalls gegen ihn einsetzen.

Diese Befürchtung war gar nicht mal so abwegig, denn Watergate führte genau das zutage, was Nixon gerne unter den Teppich gekehrt hätte: unsaubere Machenschaften während seiner Amtszeit.

Der mächtige Beraterstab als Palastgarde und Klempnertruppe

Organisationen wie die von Nixons Beratern, die sich mehr oder weniger am Rand legaler Grauzonen bewegen und sich auch nicht scheuten, politische Gegner mit unsauberen Methoden an das sprichwörtliche Messer zu liefern, gab und gib es jedoch bei beiden großen amerikanischen Parteien der USA, den Demokraten und Republikanern.

Vor allem die wenig feinen und legalen Aspekte des Wahlkampfes sind nicht als Erfindung Nixons anzusehen und waren damals üblich. Einige konnten jedoch besser damit umgehen als Nixon und blieben nach außen hin immer sauber, ihnen war kaum etwas nachzuweisen. Auch die Methoden der Nixon-Regierung wären vermutlich niemals ans Tageslicht gekommen, hätten seine Berater ihren Präsidenten nicht zu dem Watergate-Vorhaben gedrängt.

Angesichts der bekannten paranoiden Einstellung ihres Chefs wusste der Beraterstab, dass er leichtes Spiel haben würde. Die sogenannte „Klempner“-Truppe der Palastgarde rund um Richard Nixon war mit verdeckten Operationen gegen den politischen Gegner, die Demokraten, beschäftigt.

Die Gerichtsverhandlung im Januar 1973

Als im Januar 1973 die Gerichtsverhandlungen gegen die Anführer Howard Hunt und Gordon Liddy begannen, war das mehr als unangenehm für Nixon. Die Anklage lautete auf „Verschwörung, Einbruch und illegales Abhören“.

Ein weiteres unschönes Detail fand den Weg an die Öffentlichkeit. Die beiden Angeklagten waren dafür bezahlt worden, sich schuldig zu bekennen, weitere Aussagen jedoch zu verweigern. Diese Tatsache machte den vorsitzenden Richter so wütend, dass er die Höchststrafe für die beiden Angeklagten, dreißig Jahre, forderte.

Selbst Mörder kamen mit einer Strafe von 20 bis 25 Jahren davon und wurden meistens nach 15 Jahren guter Führung wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Richter deutete jedoch an, dass er seine Forderungen überdenken würde, wenn sich die Angeklagten kooperativ zeigten. Ein weiterer Beteiligter des Einbruchs, James McCord, stimmte schließlich zu, mit dem Gericht zusammenarbeiten.

Daraufhin wurden die gerichtlichen Untersuchungen ausgeweitet und brachten weitere belastende Details ans Tageslicht, über die schließlich öffentlich verhandelt wurde.

Die Reporter der Washington Post

Hinzu kam, dass zwei Journalisten der Washington Post, Carl Bernstein und Bob Woodward, Interesse an dieser vielversprechenden Story bekundeten. Zahlreiche Geheimtreffen fanden zwischen Bob Woodward und einem wichtigen Informanten an geheimen Orten statt.

Der Informant, der nur als Deep Throat bekannt war, versorgte die beiden Journalisten nicht nur mit wichtigen Informationen, sondern auch mit entsprechenden Dokumenten, die seine Aussagen bestätigten. Mehr als drei Jahrzehnte lang wurde die Identität dieses Informanten geheim gehalten. Heute ist bekannt, dass Mark Felt, seinerzeit der zweite Mann in der FBI-Organisation, Deep Throat war.

Im April 1973 musste Nixon reagieren und erste Konsequenzen ziehen, auch wenn es noch nicht ihn selbst traf. Er entließ zwei seiner einflussreichsten Berater, H. R. Bob Haldeman und John Ehrlichman. Beide verbüßten später eine Freiheitsstreife.

John Ehrlichman und Harry Robbins Haldeman im April 1973
John Ehrlichman und Harry Robbins Haldeman im April 1973

Der Rechtsberater des Weißen Hauses, John Dean, musste gleichfalls gehen. Für Nixon wurde es jetzt zunehmend enger, denn er ernannte einen Justizminister, der sich vom Präsidenten die Zusage geben ließ, dass der Sonderstaatsanwalt in den sich ausweitenden Ermittlungen freie Hand haben würde.

Insgesamt wurden sieben von Nixons Beratern am 01. März 1974 wegen Behinderung der Justiz und der Verschwörung für schuldig befunden.

Die Tonbandaufnahmen

Lange Zeit weigerte sich Nixon, die Tonbandaufnahmen, die er heimlich anlässlich der Treffen im Oval Office angefertigt hatte, an die Staatsanwaltschaft auszuhändigen. Diese Gewohnheit, Gesprächsmitschnitte anzufertigen, war jedoch nicht eine paranoide Erfindung Nixons, sondern ging auf John F. Kennedy zurück. Aus dieser Zeit kam auch die Tonbandtechnik.

Als Nixon die Tonbänder schließlich widerwillig aushändigt hatte, stellte man enttäuscht fest, dass die Tonqualität einiges zu wünschen übrig ließ. An manchen Stellen konnte man nicht einmal feststellen, was von wem gesagt wurde. Anscheinend hatte sich nie jemand um die Wartung dieser Anlage gekümmert.

Bis es zur Aushändigung der Tonbänder kam, vergingen jedoch einige Monate, denn Nixon stimmte zunächst nur der Anfertigung von Tonbandabschriften zu. Schließlich landete die Angelegenheit sogar vor Gericht und Nixon verlor diese Auseinandersetzung.

Letztendlich entschloss man sich, ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten einzuleiten. Vizepräsident Spiro Agnew musste wegen Vorwürfen der Bestechlichkeit zurücktreten. Sein Nachfolger wurde Gerald Ford.

Die Smoking Gun

Als wenn die Situation für Nixon nicht schon schlimm genug war, kam nun auch noch ein Tonbandmitschnitt vom 23. Juni 1972, der wenige Tage nach dem Einbruch angefertigt wurde, zum Vorschein.

Auf dem Mitschnitt war zu hören, wie Nixon und sein Stabschef John Haldeman vereinbarten, die Ermittlungen durch fiktive Gründe, die die nationale Sicherheit betrafen, zu blockieren. Dieses Tonband werteten die Ermittler als sogenannte „Smoking Gun“, einen unumstößlichen Beweis.

Mit diesem neuesten Beweis stand Richard Nixon mit dem Rücken zur Wand, denn nun kehrten ihm auch noch seine letzten Getreuen den Rücken. Barry Goldwater, einer der einflussreichsten Anführer des konservativen Parteiflügels im Kongress teilte dem Präsidenten mit, dass Nixon ab sofort nicht mehr mit seiner Unterstützung rechnen konnte.

Ferner verzeichnete das Repräsentantenhaus eine Mehrheit für die Einleitung des Amtsenthebungsverfahrens. Goldwater nahm an, „dass im Weißen Haus psychisch nicht alles in Ordnung ist“. Diese Annahme bezog sich auf die ausgesprochen gute Laune Nixons, die unnatürlich in so einer Situation ist.

Es bestanden einige Anzeichen, dass der Präsident den zunehmenden Druck nicht mehr lange würde aushalten können, obwohl er sich noch immer weigerte, freiwillig von seinem Amt zurückzutreten.

Rücktrittserklärung

Dann kam plötzlich die Wende. Am 09. August 1974 erklärte Richard Nixon seinen Rücktritt vom Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Eine andere Wahl blieb auch kaum, denn jeder wusste, das Amtsenthebungsverfahren würde nicht zu Nixons Gunsten ausgehen. Außerdem musste er mit einer gerichtlichen Verurteilung und den damit empfindlichen Strafen rechnen.

Gerald Ford kündigt im September 1974 Nixons Begnadigung an
Gerald Ford kündigt im September 1974 Nixons Begnadigung an | University of Michigan [Public domain]
Schließlich kam es nicht dazu, denn durch den Rücktritt wurde das Verfahren eingestellt. Eine zivile Klage gegen Richard Nixon erfolgte nicht. Sein Nachfolger wurde der erst kürzlich eingesetzte Vizepräsident Gerald Ford, der seinen Vorgänger am 08. September 1974 begnadigte und ihn vollumfänglich von allen Vorwürfen freisprach.

Der tiefe Fall des Richard Nixon

Diese Begnadigung hatte jedoch nur eine formale Wirkung, die Richard Nixon persönlich wenig nützte. Mittlerweile wusste wohl jeder Amerikaner, in welche Machenschaften ihr ehemaliger Präsident verstrickt war. Der Ex-Präsident stand nun nachweislich in Verbindung mit einem Einbruch sowie illegalen Machenschaften und Verschwörungen.

Die Machthaber im Weißen Haus hatten eben diese Machtfülle missbräuchlich ausgespielt und geltendes Recht gebrochen. Obwohl nie offiziell Anklage gegen Richard Nixon erhoben wurde, war seine politische Karriere beendet.

Die Republikaner verloren die Mehrheit im Kongress und die Demokraten bestimmten nun maßgeblich die Politik des neuen Präsidenten Gerald Ford mit. Auch im persönlichen Bereich traf Watergate Nixon hart. Ihm wurde die Anwaltslizenz entzogen. Er hatte nun nicht mehr die Chance, als Anwalt in der freien Wirtschaft Fuß zu fassen und musste deutliche Vermögenseinbußen hinnehmen.

Was bleibt von Richard Nixon?

Gesellschaftlich galt er lange als Aussätziger. Er verfasste schließlich seine Memoiren, die schnell zum Bestseller wurden und seine finanzielle Lage etwas entspannten. In den Folgejahren verfasste er noch weitere Bücher und versuchte sich gelegentlich als Elder Statesman. Bis zu seinem Tod im Jahr 1994 erholte sich Richard Nixon jedoch nicht mehr von diesem einschneidenden Ereignis.

Er war eine tragische Figur, die sich selbst zu Fall gebracht hatte. Aufgrund seiner durchaus erfolgreichen Entspannungspolitik in Richtung Sowjetunion und China und der Wiederwahl mit einer großen Mehrheit von sechzig Prozent hätte Richard vielleicht durchaus als beliebter und in mancherlei Hinsicht erfolgreicher Präsident in die Geschichtsbücher eingehen können, wäre da nur nicht die Watergate Affäre gewesen.

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