Los Angeles County Museum of Art (LACMA)

Das große Kunstmuseum in Los Angeles

Los Angeles County Museum of Art, by Carol M. Highsmith / Public domain
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Das größte Kunstmuseum im Westen der Vereinigten Staaten ist das LACMA in Los Angeles. Du kannst ungefähr 130.000 Kunstwerke bestaunen. Der Bogen spannt sich von der Antike bis zur Gegenwart. Das Los Angeles County Museum of Art, wie das Kunstmuseum offiziell heißt, ist aufgrund einer Kunstinstallation von Laternen zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Los Angeles geworden.

Das Gebäude befindet sich im Hancock Park und begeistert mit seiner Architektur. Das Hauptgebäude beherbergt eine Dauerausstellung. Inzwischen wurden weitere Gebäude errichtet. Das Museum ist im Laufe der Zeit zu einem Gebäudekomplex geworden.

Die verschiedenen Pavillons, die zum LA County Museum gehören, zeigen unterschiedliche Ausstellungen. Sie beeindrucken teilweise auch mit ihrem Stil und ihrer Architektur.

Los Angeles County Museum of Art
Los Angeles County Museum of Art, by Carol M. Highsmith / Public domain

Die Geschichte des LACMA

Die Geschichte des LA County Museums beginnt bereits 1910. Damals wurde das Museum of Science, History and Art, also das Museum für Wissenschaft, Geschichte und Kunst, gegründet.

Das Museum im Exposition Park im Süden von Los Angeles hatte damals keinen Ankaufsetat und keine eigene Kunstsammlung. Daher waren nur private Leihgaben ausgestellt.

Zu den Leihgaben kamen in den 1920er und 1930er Jahren Schenkungen hinzu. Finanzielle Unterstützung erhielt das Museum von privater Seite. Die ersten Ankäufe wurden möglich.

Die Abteilung für asiatische Kunst gehörte damals zu den am stärksten wachsenden Bereichen des Museums. Der ursprüngliche Museumsbau musste für die wachsende Sammlung um einen Flügel erweitert werden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Sammlung vor allem um traditionelle Werke der europäischen und amerikanischen Kunst sowie um Kunstgegenstände aus Ägypten erweitert. William Randolph Hearst trug mit seinen Schenkungen wesentlich zum Erfolg bei.

Das Kuratorium sah in den 1950er Jahren die Gründung eines unabhängigen Kunstmuseums vor. Alan Hancock spendete zu dieser Zeit ein Grundstück am Wilshire Boulevard.

Das Los Angeles County Museum of Art wurde 1961 unabhängig vom Museum of Natural History. Das vom Kuratorium geplante Museum sollte unter den kunsthistorischen Museen einen hohen Rang einnehmen.

Das LACMA wurde 1965 an seinem heutigen Standort eröffnet. Damals bestand es aus drei Museumsgebäuden, die von William Pereira entworfen wurden. Das LACMA war damals das größte neugebaute Museum in den USA nach der National Gallery of Art in Washington. Zu dieser Zeit wurde die Dauerausstellung im Ahmanson Building präsentiert. Ein Saal für Vorlesungen stand im Bing Theatre zur Verfügung. Im Jahr 1967 wurde im LA County Museum ein eigenes Zentrum für Konservierung und Restaurierung der Sammlung gegründet.

Ein Gebäude für moderne Kunst und zeitgenössische Kunst wurde 1986 fertiggestellt. Der Pavillon of Japanese Art und der B. Gerald Cantor Sculpture Garden wurden 1988 eröffnet.

Das LACMA expandierte 1989 weiter. Die Bibliothek Balch Art Research Library wurde restauriert. Das an das Museum angrenzende May-Department-Stores Gebäude wurde 1991 und 1992 erworben. Das Museum konnte seine Fläche damit um 30 Prozent erweitern.

Das Los Angeles County Museum of Art wurde 2000 erneut renoviert. Der Park um das Museum wurde neu bepflanzt. Für Freilichtveranstaltungen wurde ein Amphitheater eröffnet. Unter Leitung des bekannten Architekten Renzo Piano wurde das Museum 2004 umgestaltet. Das LACMA zählt seitdem zu den führenden Kunstmuseen der Vereinigten Staaten und ist eine wichtige Kultureinrichtung in Kalifornien. Die Umgestaltung wurde 2011 abgeschlossen. Dafür wurden 188 Millionen Euro gespendet. Unterstützt wurde die Umgestaltung unter anderem von BP.

Die Sammlung des Museums

Das LACMA verfügt über eine Sammlung von mehr als 130.000 Kunstwerken. Die Sammlung ist in Schwerpunkte von verschiedenen Kontinenten eingeteilt.

Zur Sammlung gehören afrikanische Kunst, ägyptische Kunst und altorientalische Kunst. Aus dem asiatischen Raum kannst du chinesische Kunst, islamische Kunst, japanische Kunst, koreanische Kunst sowie süd- und südostasiatische Kunst bewundern. Auch Kunst aus Europa ist in der Sammlung zu sehen. Du kannst europäische Bildhauerei, europäische Malerei, griechische und römische Kunst sowie deutsche expressionistische Kunst bewundern. Kunst aus Amerika darf in der Sammlung des LACMA nicht fehlen. Du triffst auf Kunst des alten Amerika, amerikanische Kunst sowie Lateinamerikanische Kunst.

Abgerundet wird die Sammlung mit zeitgenössischer Kunst, Kostümen und Textilien, Kunsthandwerk und Design, moderner Kunst, Fotografie sowie Drucken und Zeichnungen.

Die Bibliothek des Museums

In der Mr. and Mrs. Balch Art Research Library, die zum Museum gehört, befinden sich 175.000 Bücher, Magazine und Zeitungen. Monographien zu verschiedenen Künstlern und Kunststilen sind dort zu finden.

In der Bibliothek sind auch Ausstellungskataloge von privaten Sammlern und Museen sowie Auktionskataloge vorhanden. Möchtest du die Bibliothek besuchen, musst du dich vorher anmelden.

Die Laternen vor dem LACMA

Der Besucher wird von einer beeindruckenden Laterneninstallation vor dem LACMA begrüßt. Die Kunstinstallation ist inzwischen zu einer beliebten Sehenswürdigkeit von Los Angeles geworden. Vermutlich halten sich die meisten Besucher des LACMA bei den Laternen auf.

Los Angeles County Museum of Art Laterneninstallation
Los Angeles County Museum of Art Laterneninstallation

Die Laternen wurden 2008 aufgestellt, um den Vorplatz vor dem Museum zu gestalten. Laternen aus den 1920er und 1930er Jahren wurden vom Künstler Chris Burden vor der Ausmusterung gerettet. Er strich die Laternen weiß an.

Nicht nur in der Nacht ist die Installation mit den weißen Laternen sehenswert. Sie begeistert auch am Tage und sind ein beliebtes Fotomotiv. Viele Besucher halten sich auch in der Nacht bei den Laternen auf. Eine imposante Kulisse bilden die Laternen im Wechsel mit den Palmen.

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