Denali Nationalpark

Der Denali-Nationalpark: Das größte geschützte Ökosystem der Erde

Denali Nationalpark
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Für Besucher von Alaska ist der Denali Nationalpark absolut sehenswert. Er ist das größte Ökosystem der Erde. Dort befindet sich auch der Mount McKinley, der höchste Berg Nordamerikas.

Wer die unberührte Wildnis erleben und seltene Tiere beobachten will, ist im Denali Nationalpark an der richtigen Adresse. Der Park ist Heimat von Grizzlybären, Karibus und anderen Tieren. Er bietet aber auch zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten wie Wandern oder Bergsteigen.

Der Park kann mit dem Auto erkundet werden. Alle, die entspannt die Natur genießen wollen, können auch eine geführte Tour mit dem Shuttlebus buchen.

Steckbrief und Wissenswertes

Denali Nationalpark
Denali Nationalpark

Hier sind die wichtigsten Fakten über den Denali Nationalpark auf einen Blick:

  • Lage: US-Bundesstaat Alaska
  • Größe: knapp 24.000 Quadratkilometer
  • Nächste größere Stadt: Healy
  • Höchste Erhebung: Mount McKinley
  • Gründung: Februar 1917
  • Öffnungszeiten: Mai bis Anfang September per Bus zu erkunden, ansonsten ganzjährig

Der Denali Nationalpark ist das größte geschützte Ökosystem der Erde. Der Mount McKinley ist der höchste Berg im Nationalpark und in Nordamerika. Er ist 6.194 Meter hoch und gehört zur Alaska Range, einer etwa 1.000 Kilometer langen Bergkette. Inzwischen wurde der Mount McKinley in Denali umbenannt, was in der Sprache der Athabaskan Indianer „Der Hohe“ bedeutet.

Der Denali Nationalpark bietet atemberaubende Landschaften und eine grandiose Aussicht. Er ist Heimat von ungefähr 750 Pflanzenarten, 165 Vogelarten und 39 Säugetierarten.

Besucher können den Park auf verschiedene Weise erkunden. Der Park bietet auch zahlreiche Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten. Solche sportlichen Aktivitäten sind beispielsweise Golf oder Riverrafting.

Wer möchte, kann im Park übernachten. Es gibt Campingplätze und Wilderness Lodges.

Aufgrund der Lage des Parks wird es von Ende Juni bis Mitte Juli im Park nicht dunkel. Besucher können in dieser Zeit die Mitternachtssonne erleben.

In jedem Jahr zählt der Park mehr als 400.000 Besucher.

Anfahrt zum Nationalpark

Wer den Denali Nationalpark besuchen möchte, kann mit dem Auto über den Highway 3 anreisen. Direkt am Highway befindet sich der Parkeingang. Er ist etwa 20 Kilometer südlich von Healy, 190 Kilometer südlich von Fairbanks und 380 Kilometer nördlich von Anchorage gelegen.

Bei der Meile 237 führt vom Parks Highway die Denali Park Road zum Savage River. Von dort aus ist sie für den normalen Verkehr gesperrt. Der Park ist von dort mit Shuttlebussen erreichbar.

Öffnungszeiten des Parks

Der Denali Nationalpark ist von Mai bis September mit dem Shuttlebus zu erkunden. Ab dem 20. Mai beginnt zumeist der Busservice. Die gesamte Straße kann jedoch meistens erst ab der zweiten Juniwoche befahren werden.

In der Regel fahren die Shuttlebusse bis zum 13. September. Die Besucher können die Dienstleistungen im Park meistens von Ende Mai bis Anfang September nutzen.

Klima und Wetter

Im Denali Nationalpark wird das Klima von zwei wichtigen Klimazonen in Alaska bestimmt. Südlich der Alaska Range befindet sich die maritime Zone, in der mehr Niederschläge fallen als in der kontinentalen Zone im Norden der Gebirgskette. In der maritimen Zone fallen die Temperaturunterschiede auch nicht so stark aus wie in der Kontinentalzone.

In der Kontinentalzone kann die Quecksilbersäule im Winter durchaus auf minus 50 Grad Celsius oder niedriger rutschen. Die Sommer sind in der kontinentalen Zone wärmer als in der maritimen Zone. Mitunter werden in der Kontinentalzone im Sommer Temperaturen von 32 Grad Celsius verzeichnet. Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, dass die Temperaturen im Sommer unter den Gefrierpunkt fallen.

Der Januar ist der kälteste Monat mit Höchstwerten um minus 13 Grad Celsius und Tiefstwerten um minus 22 Grad Celsius. Am wärmsten wird es im Juli mit Höchsttemperaturen um 19 Grad Celsius und Tiefsttemperaturen um 6 Grad Celsius.

Die Winter sind lang, während die Sommer nur kurz sind. Ende Juni und Anfang Juli wird es auch in der Nacht nicht dunkel. Dagegen ist Ende Dezember die Tageslichtphase extrem kurz.

Das Klima ist subarktisch. Die meisten Niederschläge fallen im Winter als Schnee. Im Sommer fallen nur selten Niederschläge, doch ist auch dann Schnee keine Seltenheit.

Eintrittspreise

Pro Person liegen die Eintrittspreise für den Denali Nationalpark bei 10 US-Dollar. Kinder bis zum Alter von 15 Jahren haben freien Eintritt. Ein Ticket ist 7 Tage lang gültig.

Wer eine Bustour oder einen Stellplatz auf dem Campground bucht, bezahlt bereits die Eintrittsgebühr, da sie schon im Preis enthalten ist.

Sparen können Besitzer des America the Beautiful Annual Pass. Dieser Pass gilt ein ganzes Jahr lang und kostet 80 US-Dollar. Ab dem Kaufdatum ermöglicht er den Besuch von 2.000 Erholungsgebieten und Nationalparks. Der Pass gilt für den Fahrer eines privaten PKW und weitere drei Erwachsene. Kinder bis 16 Jahren haben freien Eintritt.

Der Pass ist in vielen Geschäften in den USA erhältlich. Er kann allerdings auch schon in Deutschland online gebucht werden.

Lage und Größe

Der Denali Nationalpark liegt im US-Bundesstaat Alaska, in einer reizvollen Tundralandschaft. Er erstreckt sich entlang der Alaska Range, einer Gebirgskette mit vielen Bergen und Gletschern.

Der Denali Nationalpark ist direkt über den Highway 3 mit dem Auto erreichbar. Das etwa 20 Kilometer entfernte Healy ist die nächstgelegene Stadt.

Der Park hat eine Größe von knapp 24.000 Quadratkilometern.

Geschichte des Nationalparks

Der Denali Nationalpark hat eine ziemlich lange Geschichte. Als er am 26. Februar 1917 gegründet wurde, trug er noch den Namen McKinley Nationalpark. Er wurde nach dem höchsten Berg im Park benannt. Noch heute trägt er den Namen des Berges, doch Park und Berg wurden mittlerweile in Denali umbenannt.

Den Namen Denali Park erhielt der Park aufgrund einer Abstimmung. Die Sprache der Indianer wurde dabei berücksichtigt.

Die Umbenennung erfolgte 1980, als der Park auf das Dreifache seiner ursprünglichen Größe erweitert wurde. Vor der Umbenennung 1980 wurde der Park noch um etwa 10.000 Quadratkilometer erweitert.

Ursprünglicher Namensgeber für den Mount McKinley war William McKinley, ein US-amerikanischer Politiker und 25. US-Präsident.

Seit 1976 ist der Denali Nationalpark internationales Biosphärenreservat. Von der Weltnaturschutzunion wurde der Park als geschützte Landschaft eingestuft. Der Schutzstatus der neu hinzugekommenen Flächen ist geringer als die des ursprünglichen Parks. Die Jagd ist dort erlaubt.

Wanderungen im Denali Nationalpark

Mount McKinley
Mount McKinley

Der Denali Nationalpark lädt zu zahlreichen Wanderungen ein. Informationen über Wanderwege und die besten Aussichtspunkte bekommen Gäste im Besucherzentrum am Eingang des Parks.

Ein Höhepunkt ist der Aufstieg zum McKinley, der mit einer Höhe von knapp 6.200 Metern eine echte Herausforderung darstellt und nur für erfahrene Bergsteiger zu empfehlen ist.

Es gibt jedoch auch kürzere und leichtere Touren, die zum Teil auch von Wanderern mit wenig Übung und Erfahrung zu bewältigen sind. Zum Wandern eignen sich auch felsgesäumte Bergpfade.

Gute Wandermöglichkeiten gibt es auch im Kantishna Mining District und an den Ufern des Savage River oder am Wonder Lake. Auch der Sanctuary River und der Polychrome Pass bieten gute Möglichkeiten zum Wandern.

Wer gut zu Fuß ist, kann eine geführte Wanderung, ein sogenanntes Rangerprogramm, buchen. Informationen über diese Rangerprogramme bieten die Besucherzentren. Ein Rangerprogramm kann eine Wanderung mit einem Diavortrag kombinieren. Auch Touren mit dem Hundeschlitten sind im Rahmen der Rangerprogramme möglich.

Eine Alternative zum Wandern können Touren mit dem Fahrrad durch den Nationalpark sein.

Weitere Aktivitäten im Denali Nationalpark

Wem das Wandern zu lange dauert, kann eine geführte Bustour, eine sogenannte Wildlife-Bustour, buchen. Die Busfahrer sind gleichzeitig Fremdenführer und bieten vielfältige Informationen über den Park sowie die Flora und Fauna. Eine solche Bustour dauert etwa sechs Stunden.

Vom Parkeingang und von Talkeetna, einem südlich gelegenen Ort, werden sogenannte Flightseeing-Touren mit dem Helikopter oder mit dem Buschflugzeug angeboten. Solche Rundflüge dauern etwa 60 bis 70 Minuten.

Auch ein Transferflug zu einem Campground im Park kann gebucht werden. Solche Transfers führen auch nach Kantishna und zum Wonder Lake.

Backcountry Safaris werden mit dem Jeep angeboten. Sie führen über die Stampede Road, deren erste Kilometer noch asphaltiert sind. Der Rest der Tour kann eine Herausforderung für Fahrer und Fahrzeug sein. Solche Touren finden mehrmals täglich statt. Eine Tour dauert ungefähr 3,5 Stunden.

River Rafting ist eine beliebte Aktivität im Denali Nationalpark. Schlauchboottouren werden auf dem Nenana River angeboten. Zweistündige Touren sind ebenso verfügbar wie Ganztagestouren. Floating Trips sind auf langsam fließenden Gewässern möglich. Durch unruhiges Wasser führen Wildwasser-Touren.

Im Denali Nationalpark befindet sich auch eine 9-Loch-Golfanlage. Wer noch über keine Erfahrungen beim Golfen verfügt, kann es mit Minigolf in der Tundra versuchen.

Weitere mögliche Aktivitäten im Park sind Schneeschuh- oder Skifahren, Angeln oder Fahrten mit dem Schneemobil. Bei allen diesen Aktivitäten haben Besucher die Chance, die einzigartige Flora und Fauna des Parks zu bestaunen.

Top Sehenswürdigkeiten im Denali Nationalpark

Die Top Sehenswürdigkeit schlechthin im Denali Nationalpark ist der Mount McKinley. Auch die Gletscher der Alaska Range sind beeindruckend. Einer dieser Gletscher ist der Ruth-Gletscher. Er ist 50 Kilometer lang.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehört das Diner-Theater Alaska Cabin Nite. Es informiert über das frühere Leben in Alaska. Im Mittelpunkt steht die Heldin Fannie Quigley. Zusammen mit anderen Charakteren stellt sie den Goldrausch nach, der um 1900 begann.

Die Theateraufführung ist Musical, Comedy und Theater. Während der Vorführung wird ein All-ou-can-eat-Menü serviert. Die Besucher können Alaska-typische Köstlichkeiten genießen. Das Theater befindet sich im McKinley Chalet Resort.

Landschaftlich reizvoll sind die Feuchtgebiete und Fichtenwälder, die sich im Park abwechseln.

Der Wonder Lake ist eine weitere landschaftliche Sehenswürdigkeit. Er bietet einen hervorragenden Blick auf den Mount McKinley. Das Wasser des Sees ist kristallklar.

Flora und Fauna

Murmeltier
Murmeltier

Der Denali Nationalpark begeistert mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Die meisten der Pflanzen und Tiere im Park stehen unter Naturschutz.

In den niedrigen Lagen besteht die Vegetation hauptsächlich aus Mischwald, während in höheren Lagen die Tundra mit spärlichem Baumbewuchs dominiert. Bei den zahlreichen Pflanzen im Denali Nationalpark handelt es sich um Nadelbäume wie Kiefern und Fichten, aber auch um Flechten und Moose sowie zahlreiche Wildkräuter, die in den Sommermonaten mit farbenprächtigen Blüten erfreuen.

Die Fauna ist artenreich. Die wichtigsten Vertreter sind Grizzlybären, Karibus, Elche, Dall-Schafe, Wölfe, Füchse und Murmeltiere. Die Dall-Schafe können Besucher häufig aus nächster Nähe beobachten. Es wird aber empfohlen, dass Besucher zu den Tieren mindestens einen Abstand von 25 Metern halten sollten.

Auch Otter und Bergziegen sind anzutreffen. Die bekanntesten Vögel sind Weißkopfseeadler und Schneehühner. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Vogelarten im Denali Nationalpark.

Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten

Wer über längere Zeit im Denali Nationalpark bleiben möchte, findet dort verschiedene Campingplätze. Sie befinden sich meistens an so interessanten Plätzen wie dem Wonder Lake oder dem Sanctuary River.

Die Campingplätze im Denali Nationalpark sind mit dem Auto nur schlecht oder nicht erreichbar. Sie sollten rechtzeitig gebucht werden. Shuttlebusse bringen die Camper zu den Campingplätzen. Diese Shuttlebusse pendeln den ganzen Tag über. Die Besucher können beliebig aus- und zusteigen.

Campingplätze befinden sich an verschiedenen Stellen im Park. Eine Alternative zu den Campingplätzen sind die Wilderness Lodges. Sie befinden sich bei Kantishna, in der Nähe des Wonder Lakes und am Ende der Schotterpiste. Sie sollten rechtzeitig gebucht werden.

Wer es komfortabler mag, kann im Hotel McKinley Chalet Resort übernachten, in dem sich auch das Theater befindet.

Häufige Fragen & Antworten zum Denali Nationalpark

Wie sind die Öffnungszeiten des Denali Nationalpark?

Der Denali Nationalpark ist das ganze Jahr über zugänglich, doch die meisten Dienstleistungen werden von Ende Mai bis Mitte September angeboten. In dieser Zeit ist auch der Shuttleservice verfügbar.

Wer den Park selbst mit dem Auto erkunden möchte, muss bis zur zweiten Juniwoche warten. Ungefähr Mitte September sind die Straßen nicht mehr befahrbar.

Welche Tiere leben im Denali Nationalpark?

Im Denali Nationalpark leben 39 Säugetierarten, darunter Murmeltiere, Grizzlybären, Karibus, Elche, Bergziegen, Otter, Dall-Schafe, Wölfe und Füchse. Es gibt auch 165 Vogelarten, darunter Weißkopfseeadler und Schneehühner.

Wo kann man im Denali Nationalpark wandern?

Im Denali Nationalpark gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern. Bergpfade sind vor allem in den Sommermonaten eine gute Möglichkeit zum Wandern. Besucher können auch entlang der Gletscher wandern oder die Alaska Range erkunden.

Auch der Wonder Lake, der Savage River und der Kantishna Mining District bieten gute Wandermöglichkeiten.

Informationen über Wandermöglichkeiten halten die Besucherzentren im Park bereit. Geführte Wanderungen können im Rahmen der Rangerprogramme gebucht werden.

Wie groß ist die Chance, Bären im Denali Nationalpark zu sehen?

Grizzlybären sind zwar wichtige Vertreter der Fauna im Denali Nationalpark, doch sind sie eher scheu. Die Chancen, einen Grizzlybären zu sehen, sind eher gering. Wer einen Bären sehen möchte, sollte ein Rangerprogramm oder eine geführte Bustour buchen. Die Ranger und die Busfahrer wissen, wo die besten Chancen bestehen, die Bären zu erblicken.

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