Jetzt bürokratische Vorbereitungen für die USA-Reise treffen

Blauer Koffer mit Reisepass
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Noch listet das RKI die USA als Risikogebiet. Doch wer sich jetzt entscheidet, eine Reise in die USA unternehmen zu wollen, der konnte vor der Corona-Pandemie nicht einfach in ein Flugzeug steigen – und nun eben auch nicht. Stattdessen sind für die Einreise zahlreiche Vorbereitungen nötig, um einreisen zu dürfen und den Aufenthalt zu sichern. Nun ist Zeit genug, die pandemische Lage zu nutzen – um sich in aller Ruhe auf die Zeit in den Staaten vorzubereiten.

Einreise USA
Abbildung 1: Mit einem US-amerikanischen Pass geht es am einfachsten in die Staaten. Wer keine US-amerikanische Staatsangehörigkeit hat, der muss einen ESTA-Antrag stellen oder ein Visum beantragen.

Eine Einreisegenehmigung beantragen – so geht’s!

ESTA heißt die Einreisegenehmigung, die all jene brauchen, die die USA als Unternehmer oder als Privatperson bereisen oder die Staaten gar nur passieren („Transitregelung“). Ausgenommen von der ESTA-Regelung sind diejenigen, die nicht einfliegen, sondern über den Landweg einreisen. Auch Personen mit amerikanischem Pass oder einem amerikanischen Visum können ohne ESTA einreisen. Lange vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war ESTA bereits digital verfügbar. Als Electronic System for Travel Authorization fungiert es als elektronische Einreisegenehmigung. Sprich: Per ESTA wird vorab geprüft, ob eine Person in die Staaten einreisen kann oder nicht.

Im Internet lässt sich das ESTA für die USA Einreise online beantragen und das kann durchaus schon jetzt erfolgen, denn: Ein ESTA gilt für zwei Jahre. Das heißt auch: Wer heute ein ESTA beantragt, könnte mit einer genehmigten Einreisegenehmigung zwei Jahre lang ein- und ausreisen, bevor die Genehmigung abläuft und ein neuer ESTA-Antrag gestellt werden muss. Nachdem die ESTA an die Passnummer gekoppelt ist, gilt die Genehmigung nur solange, wie der Pass nicht abläuft. Zudem darf ein Aufenthalt nicht länger als 90 Tage dauern.

Übrigens: Es besteht kein Grund zur Sorge, wenn das Feld „Nationale Identitätsnummer“ auf dem genehmigten ESTA-Antrag leer bleibt. Vielmehr müsste – für den Fall, dass der Einreisende keine nationale Identitätsnummer hat – das Feld mit dem Wort „unknown“ befüllt werden. Bis dato hatten Personen mit deutscher, französischer, irischer, italienischer, englischer oder schweizer Staatsangehörigkeit keine nationale Identitätsnummer. Für Bürger aus Spanien, Luxemburg, Belgien und die Niederlande gibt es diese hingegen durchaus.

ESTA vs. Visum. Reicht eine Einreisegenehmigung eigentlich aus?

Visa USA
Abbildung 2: Der ESTA-Antrag ist die vergleichsweise unbürokratische Variante, um eine Einreisegenehmigung zu erhalten, denn: Der Antrag lässt sich online stellen und gilt zwei Jahre.

Als Faustregel gilt: Wer als Reisegrund „vacation“ angibt, sagt damit aus, dass er nur zu Urlaubszwecken in die USA reisen will. Für diese Zwecke ist ESTA die einfachere Variante als ein Visum. Ein Visumsantrag ist dann nötig, wenn der Aufenthalt länger als 90 Tage dauern wird, oder wenn der Aufenthalt nicht der Erholung dient, nicht einen Geschäftstermin oder gar eine medizinische Behandlung beinhaltet. Der Aufenthalt oder die Staatsangehörigkeit in Ländern wie Somalia, Libyen, Jemen, Nordkorea, Sudan, Iran und Irak wird keinen positiven ESTA-Bescheid nach sich ziehen. Stattdessen müssen eine oder mehrere Sicherheitsabfragen mit „nein“ beantwortet werden, was zur Ablehnung des ESTA-Antrags führen wird.

Ein Visum ist nötig – doch welches?

Ist klar, dass ein Visum für die Einreise benötigt wird, wird es meist nicht nur teurer, sondern erstmal unübersichtlich, denn der Einreisegrund hat einen großen Einfluss auf die Art des Visums. Auch die Dauer ist ein entscheidender Faktor. Eine Übersicht über alle Visa-Varianten gibt es auf der Seite der US-Botschaft und der Konsulate in Deutschland. Unterschieden wird jedoch in der Praxis meist in diese häufigsten Visa-Varianten:

Ein Visum für Urlaubs- und Geschäftsreisen:

Wer nicht mit ESTA einreisen kann, weil die Aufenthaltsdauer in den Staaten das 90-Tage-Limit übersteigen wird, reist in den meisten Fällen mit einem B-1-Visum, einem B-2-Visum oder der Kombination aus beiden Visa-Arten ein. Damit wird die Einreise bis zu 180 Tagen möglich. Das B-1-Visum richtet sich an Geschäftsleute, die Meetings und Konferenzen besuchen oder als Montagearbeiter tätig sind. Das B-2-Visum ist für längere Urlaube, Besuche bei Freunden und Bekannten, medizinische Behandlungen sowie die Teilnahme an Wettbewerben, Veranstaltungen und kurzen (!) Ausbildungen das passende Einreisedokument.

Ein Visum für Schüler, Studenten und Mitarbeiter:

Visum für die USA für Schüler, Studenten und Co.
Abbildung 3: Wer als Schüler, Student, wissenschaftliche Fachkraft oder als Profi-Sportler, Musiker oder im Zuge eines Austauschprogramms einreist, braucht ein Visum.

Es gibt eine Reihe von Buchstaben, die nicht selbsterklärend sind und hinter denen sich doch spezifische Einreiseerlaubnisse in die USA verbergen. Das F-Visum brauchen Studenten, die an einer amerikanischen Hochschule oder Universität studieren. Mit dem H-Visum reisen meist hochqualifizierte Arbeiter ein, die vorübergehend in den Staaten tätig sind. Das J-Visum bekommen Au-pairs sowie die Teilnehmer an Austauschprogrammen. Das L-Visum können Personen beantragen, die mindestens ein Jahr bei einem Unternehmen tätig sind, das den Hauptsitz in den Staaten hat.

Das M-Visum ist die Eintrittskarte für Schüler, die an einem außer-universitäten Studienprogramm teilnehmen. Via O-Visum reisen Spezialisten ein, die beispielsweise in Kunst, Sport, Wissenschaft, Handel und Bildung besonders erfolgreich sind. Eine ähnliche Zielgruppe hat das P-Visum für Künstler, Entertainer, Sportler, allerdings bekommen das P-Visum auch die Teammitglieder, wie etwa die Crew einer Band. Das Q-Visum ist die richtige Wahl bei der Teilnahme an einem interkulturellen Tauschprogramm.

Final entscheidet die Customer Border Protection darüber, ob eine Einreise möglich ist. In aller Regel jedoch sind wahrheitsgemäß ausgefüllte Einreiseunterlagen ein Schlüssel in die Staaten.

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