Joshua Tree Nationalpark

Joshua Tree Nationalpark: Bizarre Wüstenlandschaft mit Palmlilien

Joshua Tree Nationalpark
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Im Süden der USA, in Kalifornien, befindet sich der Joshua Tree Nationalpark. Er ist für seine großen Palmlilien in einer bizarren Wüstenlandschaft bekannt. Auch einige Kakteen gedeihen in der kargen Landschaft.

Auf den ersten Blick mag die Mojave-Wüste, in der sich der Park befindet, lebensfeindlich erscheinen. Sie ist jedoch Lebensraum verschiedener Tiere, die sich mit der Trockenheit arrangiert haben.

Der Joshua Tree Park ist nicht nur für seine Palmlilien bekannt. Er verfügt auch über Felsen, die bei Kletterern beliebt sind. Auch Wanderer kommen im Park auf ihre Kosten. Es gibt verschiedene Wanderwege.

Ein besonderes Erlebnis kann die Abenddämmerung sein. Die Nacht bietet mitunter einen faszinierenden Sternenhimmel.

Steckbrief und Wissenswertes über den Joshua Tree Nationalpark

Joshua Tree Nationalpark
Joshua Tree Nationalpark

Das sind die wichtigsten Fakten über den Joshua Tree Nationalpark im Überblick:

  • Lage: US-Bundesstaat Kalifornien, Südosten des Bundesstaates, am Übergang von der Mojave-Wüste zur Colorado-Wüste
  • Größe: 3.196 Quadratkilometer
  • Nächste größere Stadt: Waynesboro im US-Bundesstaat Virginia
  • Höchste Erhebung: Quail Mountain mit 1.772 Metern
  • Zahl der jährlichen Besucher: 2,942 Millionen
  • Gründung: August 1936
  • Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet, 24 Stunden am Tag
  • Eintrittspreise: 30 US-Dollar für privates Fahrzeug und seine Insassen, gültig für 7 Tage

Der Joshua Tree Nationalpark hat seinen Namen von den dort wachsenden Palmlilien, den Joshua Trees, erhalten. Diese uralten Bäume sind teilweise bis zu zwölf Meter hoch. Es gibt noch einige andere Pflanzen in dieser scheinbar unwirtlichen Gegend.

Im Nationalpark befinden sich vier Besucherzentren. Sie informieren über Wanderwege, aber auch über den Park und dessen Geschichte.

Der Nationalpark ist touristisch noch wenig entwickelt. Er ist jedoch im Kommen. Die touristische Infrastruktur wird immer weiter ausgebaut.

Wanderungen und Klettertouren sind beliebte Aktivitäten im Joshua Tree Nationalpark. Im Park gibt es verschiedene Straßen, die mit dem PKW befahrbar sind. Einige Straßen können nur mit Allradfahrzeugen befahren werden.

Anfahrt zum Joshua Tree Nationalpark

Der Joshua Tree Nationalpark verfügt über drei Eingänge, über die er mit dem Mietwagen zu erreichen ist.

Beliebt ist die Anreise über den Norden. Am Nordeingang befindet sich ein Besucherzentrum. Der Nordeingang liegt in Twentynine Palms. Er ist ungefähr drei Meilen (fünf Kilometer) von der Kreuzung Utah Trail und Highway 62 entfernt.

Der Südeingang befindet sich in Cottonwood Springs und ist etwa 40 Kilometer von Indio entfernt. Über die Interstate 10 ist der Südeingang vom Osten und vom Westen aus erreichbar.

Eine weitere Möglichkeit, den Park zu erreichen, ist der Westeingang. Er befindet sich in Joshua Tree und ist acht Kilometer (fünf Meilen) südlich von der Kreuzung Park Boulevard und Highway 62 entfernt.

Öffnungszeiten des Joshua Tree Nationalparks

Das gesamte Jahr über ist der Joshua Tree Nationalpark geöffnet. Er ist 24 Stunden am Tag zugänglich.

Der Joshua Tree Nationalpark verfügt über vier Besucherzentren, die zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet sind:

  • Joshua Tree Visitor Center: ganzjährig, 08:00 bis 17:00 Uhr
  • Oasis Visitor Center: ganzjährig, 08:00 bis 17:00 Uhr
  • Cottonwood Visitor Center: ganzjährig, Montag bis Freitag von 09:00 bis 16:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 08:00 bis 16:00 Uhr
  • Black Rock Nature Center: von Oktober bis Mai geöffnet, Samstag bis Donnerstat von 08:00 bis 16:00 Uhr, Freitag von 12:00 bis 20:00 Uhr

Klima und Wetter

Das gesamte Jahr über ist es im Joshua Tree Nationalpark warm und trocken. Die Luftfeuchtigkeit liegt zumeist bei weniger als 25 Prozent. An nahezu allen Tagen ist die Luft im Park klar.

Einige halten Frühjahr und Herbst für die beste Jahreszeit, während andere den Winter als die beste Reisezeit betrachten. Im Winter sind die Temperaturen noch mild. Das gesamte Jahr über fällt so gut wie kein Regen. In den höheren Lagen kann es schneien.

Generell ist die Zeit von Oktober bis April als Reisezeit zu empfehlen. Die Temperaturen sind angenehm, doch kann es im Winter in den Nächten frieren. Wunderschöne Blütenteppiche überziehen die Wüste im Frühjahr.

Die durchschnittliche Höchsttemperatur liegt im Frühjahr und Herbst bei 29 Grad Celsius, während die durchschnittliche Tiefsttemperatur 10 Grad Celsius beträgt.

Der Sommer ist für einen Besuch im Joshua Tree Nationalpark nicht zu empfehlen, da es einfach zu heiß ist. Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius sind im Sommer keine Seltenheit.

Der wärmste Monat ist der Juli mit Höchsttemperaturen von 41 Grad Celsius und Tiefsttemperaturen von 21 Grad Celsius.

Die kältesten Monate sind Dezember und Januar, mit Höchsttemperaturen von 17 Grad Celsius und Tiefsttemperaturen von 0 Grad Celsius.

Eintrittspreise

Ein Ticket für den Joshua Tree Nationalpark gilt für sieben Tage. Für einen privaten PKW und seine Insassen sind 30 US-Dollar Eintritt zu bezahlen.

Wer mit dem Motorrad reist, kann 7 Tage bleiben und zahlt 25 US-Dollar Eintritt. Diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, zahlen 15 US-Dollar.

Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre haben freien Eintritt.

Wer sich den America the Beautiful Annual Pass für 80 US-Dollar sichert, kann ihn ab Kaufdatum ein Jahr lang nutzen. Der Pass bietet Zutritt für ungefähr 2.000 Erholungsgebiete und Nationalparks in den USA. Der Pass gilt für ein privates Fahrzeug und bis zu 5 Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche bis zu 16 Jahren ist der Eintritt frei.

Lage und Größe

Der Joshua Tree Nationalpark befindet sich im US-Bundesstaat Kalifornien, im Süden des Bundesstaates. Palm Springs ist die nächstgrößere Stadt in der Nähe. Von Los Angeles ist der Park etwa 225 Kilometer entfernt.

Der Haupteingang des Parks ist der Nordeingang in der Nähe der Stadt Twentynine Palms. Der Westeingang befindet sich in Joshua Tree Village, während sich der Südeingang in Cottonwood Springs befindet.

Der Joshua Tree Nationalpark hat eine Größe von 3.196 Quadratkilometern.

Geschichte des Joshua Tree Nationalparks

Der Joshua Tree Nationalpark ist nach den Palmlilien, den Joshua Trees, benannt. Er hat seinen Namen von den Mormonen erhalten, die durch die Mojave-Wüste zogen. Sie sahen in den Bäumen die Gestalt des Propheten Joshua, der den Israeliten mit seinen ausgestreckten Armen den Weg ins gelobte Land zeigte.

Die Besucher bewegen sich im Nationalpark durch zwei verschiedene Ökosysteme. Sie sind durch die unterschiedlichen Höhenlagen bedingt. Heute ist der Nationalpark für viele Kletterer das gelobte Land. Sie nutzten das Gebiet im Winter für Klettertouren, da der Yosemite Nationalpark nur schwer zugänglich und teilweise verschneit waren.

Das Parkgebiet wurde von der US-Regierung im August 1936 zum National Monument erklärt. Den Rang eines Nationalparks erhielt der Park erst im Oktober 1994 durch den Kongress der Vereinigten Staaten.

Aufgrund eines Shutdowns der US-Regierung von Dezember 2018 bis Januar 2019 durften die Ranger nicht zur Arbeit kommen. Der Park nahm während dieser Zeit enormen Schaden. Joshua-Palmen, Akazien und Akazien wurden von Vandalen gefällt.

Fahrzeuge schädigten den Boden langfristig. Große Schäden entstanden auch durch Lagerfeuer und das Besprühen der Felsen. Schätzungen zufolge werden diese Schäden 200 bis 300 Jahre bestehen bleiben.

Wanderungen im Joshua Tree Nationalpark

Wanderung im Joshua Tree Nationalpark
Wanderung im Joshua Tree Nationalpark

Wer eine Wanderung unternehmen möchte, findet im Joshua Tree Nationalpark viele Wanderwege. In den Besucherzentren sind Informationen über den Park sowie Kartenmaterial erhältlich.

Die Wanderwege sind unterschiedlich lang und bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Wanderer mit guter Kondition, die nach einer Herausforderung suchen, kommen ebenso auf ihre Kosten wie weniger geübte Wanderer.

Ein Muss für eine Wanderung ist der Hidden Valley Trail. Der einfache Wanderweg ist nur zwei Kilometer lang. Er führt durch ein kleines Tal, in dem sich Palmlinien und andere Pflanzen, aber auch Felsformationen befinden. Besucher können dort ein bis zwei Stunden verbringen und eine imposante Felsgruppe bestaunen.

Der Barker Dam Trail ist ebenfalls zwei Kilometer lang und bietet Zeugnisse aus der Zeit, in der im Parkgebiet noch Vieh gehalten wurde. Hinter dem Wanderweg befindet sich ein kleines Reservoir, das erstaunlich oft mit Wasser gefüllt ist. Hier sind mitunter seltene Tiere wie Dickhornschafe anzutreffen. Entlang des Wegs sind einige Felsmalereien zu sehen. Der Wanderweg könnte als kleiner Naturlehrpfad bezeichnet werden.

Der Lost Horse Mine Trail ist sechs Kilometer lang. Wanderer finden Überreste von Minen, bei denen es sich einst um die ergiebigsten Goldminen handelte. Bei einigen Minen ist die Infrastruktur noch gut erhalten. Es gibt kaum Schatten. Wanderer müssen ungefähr 200 Höhenmeter überwinden.

Der 49 Palm Oasis Trail ist fünf Kilometer lang. Die 49 Palm Oasis befindet sich am Rande des Parks. Eine Oase führt über einen kleinen Hügel.

Wer den Park nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann eine geführte Tour mit dem Ranger buchen. Bei solchen Touren erhalten Besucher umfangreiche Einblicke in die Geschichte des Parks und in die Tierwelt. Die Besucherzentren informieren über solche Touren.

Weitere Aktivitäten im Joshua Tree Nationalpark

Neben Wandern bietet der Joshua Tree Nationalpark die Möglichkeit zu anderen Aktivitäten. Eine der beliebtesten Aktivitäten ist das Klettern. Es gibt zahlreiche weiträumige Klettergebiete mit Felsen in verschiedenen Höhen.

Auch im Winter sind die Klettergebiete gut erreichbar. Aufgrund der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade können auch Einsteiger ihre ersten Versuche starten. Es gibt mehr als 8.000 Kletterrouten. Einige von ihnen stellen eine echte Herausforderung dar, da sie außerordentlich steil sind.

Die meisten Kletterrouten sind nur kurz, da die Felsen kaum höher als 70 Meter sind.

Wer innerhalb kurzer Zeit viel sehen will, kann den Park mit dem Auto erkunden. Es gibt mehrere Straßen im Park, an denen sich teilweise interessante Aussichtspunkte befinden.

Die Basin Road führt vom südlichen Ende in die Mitte des Parks und ist gut mit dem Auto befahrbar. Autofahrer sollten jedoch vorsichtig fahren.

Radfahrer können den Park auch mit dem Rad erkunden. Verschiedene Wege eignen sich für Mountainbike-Touren.

Fast schon ein Muss ist eine Nacht im Joshua Tree Nationalpark. Aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit bieten Neumondnächte einen aufregenden Sternenhimmel. Spezielle Touren mit Rangern können gebucht werden. Die Ranger erklären die verschiedenen Sternbilder und bieten die Möglichkeit für Beobachtungen.

Top Sehenswürdigkeiten im Joshua Tree Nationalpark

Der Joshua Tree Nationalpark bietet viele landschaftliche Sehenswürdigkeiten. Einer der schönsten Aussichtspunkte ist Key Views. Der Aussichtspunkt bietet einen Blick auf die karge Umgebung. Von dort ist auch die San-Andreas-Verwerfung zu sehen, von der häufig Erdbeben ausgehen.

Zu den Top Sehenswürdigkeiten im Park gehören auch die Palmlilien, andere Palmen und die Kakteen.

Eine Sehenswürdigkeit ist Pioneer Town, eine Westernkulisse, die eine Stadt um 1880 darstellt. Diese Kulisse war Drehort für viele Filme. Livemusik und geschauspielerte Schießereien sorgen heute für Unterhaltung.

In der Keys Ranch werden geführte Wanderungen angeboten. Teilnehmer einer Wanderung erhalten einen Einblick in das Leben der Pioniere des 20. Jahrhunderts, die das unwirtliche Terrain erkundeten.

Flora und Fauna im Joshua Tree Nationalpark

Joshua Tree
Joshua Tree

Auch wenn es sich beim Joshua Tree Nationalpark scheinbar um eine unwirtliche Wüste handelt, wachsen hier mehr als 700 Pflanzenarten. Im Mittelpunkt stehen die Palmlilien, die Joshua Trees. Sie sind teilweise 900 Jahre alt und sind bis zu 18 Meter hoch.

Die bizarren Joshua Trees wachsen nur in der Mojave-Wüste im nordwestlichen Teil des Parks. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des regionalen Ökosystems. Von April bis Mai erfreuen die Palmlilien mit ihren wunderschönen Blüten. Die Palmlilien sehen teilweise aus wie Kakteen, doch gehören sie zu den Liliengewächsen.

Ein weiterer Vertreter der Fauna im Joshua Tree Nationalpark ist der Cholla Kaktus, eine Art Feigenkaktus. Weitere typische Pflanzen sind Mojave-Yucca, der Kreosotbusch in den tieferen Lagen, Pinion Pines und Ocotillos, die wie Besen aus der Erde wachsen.

Im Joshua Tree Nationalpark leben auch verschiedene Tiere. Klapperschlangen sind häufig anzutreffen. Auch verschiedene Eidechsen, Dickhornschafe und zahlreiche Vögel sind im Joshua Tree Nationalpark heimisch.

Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten im Joshua Tree Nationalpark

Im Joshua Tree Nationalpark befinden sich acht Campingplätze, von denen einige in den heißen Sommermonaten schließen.

Die größten Campingplätze sind der Black Rock Campground und der Indian Cove Campground. Jeder dieser Campingplätze verfügt über 100 Stellplätze. Der Black Rock Campground ist am besten ausgestattet und verfügt über Stromanschlüsse sowie fließendes Wasser. Ein Stellplatz kostet pro Nacht 15 bis 20 US-Dollar.

Auf den kleineren Campingplätzen sind zum Teil keine Wohnmobile erlaubt. Ruhiger gelegen ist der Hidden Valley Campground, auf dem Wohnmobile bis zu 25 Fuß zugelassen sind.

Stellplätze sollten bereits vorab online gebucht werden.

Eine Alternative zu den Campingplätzen sind einige Hotels und Motels, die sich im Norden und im Süden des Parks befinden. Sie sind zumeist recht günstig und sollten online reserviert werden.

Häufige Fragen und Antworten zum Joshua Tree Nationalpark

Was sind die beliebtesten Reiseziele im Joshua Tree Nationalpark?

Die besten Reiseziele im Joshua Tree Nationalpark sind der Aussichtspunkt Keys View, der Wanderweg 49 Palm Oasis Trail, Lost Horse Mine Trail, Barker Dam Trail und Hidden Valley Trail.

Wann ist die beste Reisezeit für den Joshua Tree Nationalpark?

Die beste Reisezeit für den Joshua Tree Nationalpark ist von Oktober bis April, da es dann nicht so heiß ist.

Wie viele Tage braucht man für den Joshua Tree Nationalpark?

Für den Joshua Tree Nationalpark reicht schon ein halber Tag aus. Besucher sollten jedoch besser mindestens einen ganzen Tag einplanen.

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