Reiseberichte - USA-Info.net https://www.usa-info.net/usa-reisen/reiseberichte/ Mon, 13 Apr 2020 16:13:15 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0.3 https://www.usa-info.net/wp-content/uploads/usa-info-favicon-144x144-100x100.png Reiseberichte - USA-Info.net https://www.usa-info.net/usa-reisen/reiseberichte/ 32 32 Von Las Vegas bis zum Grand Canyon – Zeit für einen Roadtrip https://www.usa-info.net/usa-reisen/von-las-vegas-bis-zum-grand-canyon-zeit-fuer-einen-roadtrip/ https://www.usa-info.net/usa-reisen/von-las-vegas-bis-zum-grand-canyon-zeit-fuer-einen-roadtrip/#respond Sun, 26 Aug 2018 14:58:25 +0000 https://www.usa-info.net/?p=1544 USA Roadtrip von Las Vegas bis zum Grand Canyon

Die Vereinigten Staaten sind eines der beliebtesten Reiseziele der ganzen Welt. Surfurlaub in Kalifornien, Tropenidylle auf Hawaii oder Highlife in New York City – kein Land könnte vielseitiger sein, als die unterschiedlichen Bundesstaaten der USA. Um die verschiedenen Landschaften und Stadttypen richtig zu entdecken, lohnt sich ein Roadtrip ganz besonders. Einige Routen empfehlen sich gut für […]

Der Beitrag Von Las Vegas bis zum Grand Canyon – Zeit für einen Roadtrip erschien zuerst auf USA-Info.net.

]]>
USA Roadtrip von Las Vegas bis zum Grand Canyon

Die Vereinigten Staaten sind eines der beliebtesten Reiseziele der ganzen Welt. Surfurlaub in Kalifornien, Tropenidylle auf Hawaii oder Highlife in New York City – kein Land könnte vielseitiger sein, als die unterschiedlichen Bundesstaaten der USA. Um die verschiedenen Landschaften und Stadttypen richtig zu entdecken, lohnt sich ein Roadtrip ganz besonders.

USA Roadtrip von Las Vegas bis zum Grand Canyon
USA Roadtrip von Las Vegas bis zum Grand Canyon | by Art Markiv, CC0 Public Domain

Einige Routen empfehlen sich gut für eine aufregende Fahrt. Von New York bis nach Miami? Über die legendäre Route 66, die mittlerweile als Route 491 bekannt ist? Oder eine der beliebtesten Strecken: Der Südwesten mit einigen der schönsten Nationalparks und der schillernden Stadt Las Vegas. Bei uns gibt es die besten Stopps.

Wir beginnen in Las Vegas

Im Bundesstaat Nevada in der glitzernden Welt der Casinos beginnt die Reise mit dem Auto. Mietwagen lassen sich ganz einfach am Flughafen reservieren und abholen, damit keine Sekunde ohne das wertvolle Gefährt verbracht werden muss. Dadurch fallen jegliche Fragen zu Taxis und Co. schon einmal aus. Die schillernde Attraktion in Mitten der Wüste von Nevada hat jede Menge zu bieten. Falsche Elvise, spontane Hochzeiten und natürlich eines: Jede Menge Casinos. Selbst Neulinge sollten zumindest einmal eine der glitzernden Hallen betreten, denn wer kann schon sagen, dass er in Las Vegas war, ohne zumindest einmal gesetzt zu haben. Wer sich bei Black Jack und Poker unsicher fühlt, kann die Einarmigen Banditen ausprobieren oder sich beim amerikanischen Roulette versuchen, das sich durch eine Doppelnull von der europäischen Version unterscheidet. Die Casinohotels haben auch noch viel mehr zu bieten. Konzerte von Musikgiganten wie Elton John, Akrobatiksensationen wie Cirque de Soleil und die stummen Gesichter der weltbekannten Blue Man Group sind nur ein Teil des Unterhaltungsprogramms.

Las Vegas bei Nacht
Las Vegas bei Nacht | by Jacob Stone, CC0 Public Domain

Nächster Stopp: Zion National Park

Nach etwa 254 Kilometern Fahrt und etwa drei Stunden steht bereits der nächste Halt auf dem Plan. Der Zion National Park ist mit Sicherheit einer der beeindruckendsten Nationalparks in ganz Amerika. Rote Sandsteinfelsen ragen majestätisch in die Lüfte und zerklüftete Canyons verleihen ein Gefühl von endloser Weite. Während den Sommermonaten ist der Weg durch den Nationalpark für Privatfahrzeuge gesperrt, man kann jedoch mit einem eigenen Shuttle des Nationalparks durch die spannende Landschaft fahren. Auch Kletterfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Verschiedenste Klettersteige und Wanderrouten sind für jedes Können vorhanden und bieten großartige Ausblicke. Vorsicht sollte in den heißen Monaten jedoch geboten werden. Nur mit reichlich Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser sollten die Wanderwege in der prallen Sonne ausprobiert werden.

Willkommen im Bryce Canyon National Park

Nach etwa 110 Kilometern wartet der nächste Park auf seine Bewunderer. Besonders bekannt ist der Bryce Canyon National Park für sein natürliches, 5 Kilometer breites Amphitheater, das dank seiner merkwürdigen Kalksteinformationen wie eine Masse aus Skulpturen wirkt. Das weiche Gestein wurde von Frost, Wind und anderen Witterungen in Form gebracht und genau deshalb haben die meisten natürlichen Skulpturen eine ähnliche Form. Der Effekt wirkt schwer beeindruckend. Der Nationalpark ist zwar deutlich kompakter als andere, erlaubt aber trotzdem interessante Wanderungen und das Erklimmen von eindrucksvollen Aussichtsplätzen. Im Winter muss man hier mit jeder Menge Schnee rechnen – Wanderschuhe, Schneeketten und Spikes für das Schuhwerk kann man sich aber ganz einfach im Besucherzentrum ausleihen.

Felsformationen im Bryce Canyon Nationalpark
Felsformationen im Bryce Canyon Nationalpark | by Ghost Presenter, CC0 Public Domain

Nicht zu vergessen: Canyonlands National Park

Der Canyonlands National Park wird nur zu oft übersehen, ist aber eigentliche in absolutes Highlight der Tour. Der Nationalpark hat zwei große Teile namens „Needles“ und „Island in the Sky“. Während „Needles“ eine gewisse Wandererfahrung voraussetzt, eignet sich „Island in the Sky“ für alle Touristen. Dort können großartige Felsformationen fotografiert und bis an den Horizont gesehen werden. Ein morgendlicher Besuch bei dem Sunset-Spot „Mesa Arch“ lohnt sich auf jeden Fall. Dort kann man sehen, wie der Sonnenaufgang die roten Steine erleuchtet und über das Land hinwegzieht. Morgens ist das Licht nicht nur schöner, sondern auch die Besucherzahlen sind deutlich geringer.

Der krönende Abschluss unseres Roadtrip: Grand Canyon

Kein Roadtrip durch den Westen ist komplett ohne einen Besuch des Grand Canyons. Die über 446 Kilometer und 29 Kilometer lange Schlucht ist nicht grundlos eines der berühmtesten Wahrzeichen der USA und als UNESCO-Welterbe anerkannt. Als Geheimtipp wird das „North Rim“ des Canyons empfohlen, da sich dort nur 10% der Besucher aufhalten. Die meisten Reisenden besuchen stattdessen das „South Rim“. Der Sonnenuntergang am Canyon ist eine Erinnerung, die für immer im Gedächtnis bleiben wird.

Nach dem erfolgreichen Trip können die meisten Mietautos am nächstgelegenen Flughafen abgegeben werden. Die Fahrt hat einen spannenden Anfang, eine idyllische Mitte und einen krönenden Abschluss. Und so soll es schließlich sein!

Der Beitrag Von Las Vegas bis zum Grand Canyon – Zeit für einen Roadtrip erschien zuerst auf USA-Info.net.

]]>
https://www.usa-info.net/usa-reisen/von-las-vegas-bis-zum-grand-canyon-zeit-fuer-einen-roadtrip/feed/ 0
Yukon River Flusstour https://www.usa-info.net/usa-reisen/yukon-river-flusstour/ https://www.usa-info.net/usa-reisen/yukon-river-flusstour/#respond Sun, 05 Aug 2018 07:21:13 +0000 https://www.usa-info.net/?p=1441 Yukon River

Eine Flusstour auf dem Yukon River von Whitehorse, British Columbia (Kanada) nach Dawson City, Alaska (USA) Der Yukon entspringt im Küstengebirge im Norden von British Columbia/Kanada, fließt etwa 1150 km durch das Yukon Territory (Kanada) und mündet nach insgesamt 3185 km im nördlichen Alaska in die Bering See. Kanutour auf dem Yukon River – Unser […]

Der Beitrag Yukon River Flusstour erschien zuerst auf USA-Info.net.

]]>
Yukon River

Eine Flusstour auf dem Yukon River von Whitehorse, British Columbia (Kanada) nach Dawson City, Alaska (USA)

Der Yukon entspringt im Küstengebirge im Norden von British Columbia/Kanada, fließt etwa 1150 km durch das Yukon Territory (Kanada) und mündet nach insgesamt 3185 km im nördlichen Alaska in die Bering See.

Yukon River
Die atemberaubende Landschaft am Yukon River

Kanutour auf dem Yukon River – Unser Erfahrungsbericht

Es war keine so gute Idee gewesen, dass wir alle Algernon Blackwoods „Wendigo“ gelesen hatten. Diese düstere Erzählung über den grauenvollen körperlosen Geist der kanadischen Wälder, der nach dem Glauben der Algoncian seine Opfer mit Vorliebe bei Dunkelheit und Kälte holt und sie mit unglaublicher Geschwindigkeit hoch in die Lüfte reißt, ist im Blackwood-Buch „Das leere Haus“ nach zu lesen. Entsprechend beklommen sahen wir der ersten Nacht am Yukon in der Einsamkeit unendlicher Wälder und fern jeder menschlichen Ansiedlung entgegen.

Auf dem Camping-Platz von Whitehorse waren in der Nacht zuvor nach und nach die 13 Mitglieder unserer Yukon-Expedition auf ganz unterschiedlichen Wegen eingetrudelt: Etliche waren mit der Fähre von Seattle nach Skagway gekommen und hatten die Nacht im Schlafsack auf dem Deck verbracht. Andere hatten einen Flug direkt nach Whitehorse genommen. Ich war über Vancouver mit dem Linienflug nach Juneau, der Hauptstadt von Alaska geflogen. Von dort ging es mit einem betagten, aber rüstigen Wasserflugzeug weiter („Hi, I´m your pilot“, sagte der Typ im Holzfällerhemd), im Tiefflug vorbei an grandiosen Gletschern, nach Skagway am Fuße des Chilkoot-Passes.

Yukon River: Blick aus dem Flugzeug
Yukon River: Blick aus dem Flugzeug

Zum Glück mussten wir nicht zu Fuß über den Chilkoot-Trail, wie noch zu Zeiten des Goldrauschs 1896. Damals ließen die Kanadier keinen über die Grenze, der nicht Ausrüstung und Proviant für einen Monat dabei hatte, und viele scheiterten schon beim Aufstieg im tiefen Schnee und wurden erbarmungslos aus der nicht endenden Schlange der Goldsucher gestoßen (siehe z.B. Jack London „Lockruf des Goldes“, Charlie Chaplin „Goldrausch“ ). Uns brachte die White Pass & Yukon Railroad nach Whitehorse, und während der geruhsamen, aber komfortablen Fahrt über den Pass genossen wir immer neue wundervolle Ausblicke auf die Bergwelt.

Schon von Deutschland aus hatten wir zwei 16 Fuß – ca. 5 m – lange, flachbödige Aluminium-Pontons mit Außenborder sowie ein Kanu gechartert. Unsere Ausrüstung hatten wir für den Fall der Fälle wasserdicht in Plastiktonnen und Aluminiumboxen nach Nordamerika geschafft. Verpflegung für die nächsten zehn Tage besorgten wir in Whitehorse; denn auf der 740 km langen Strecke bis Dawson City gibt es etwa auf halber Strecke in Carmacks nur noch eine Möglichkeit, den Proviant aufzufrischen. Nur: Was mitnehmen auf einer Flussfahrt ohne Kühlschrank? Brot wollten wir nach Trapper-Art am Lagerfeuer backen, Bier war ja klar, aber Obst und Gemüse würde nur wenige Tage frisch bleiben. Also kauften wir vor allem Zwiebeln (!) und Corned Beef. Dass wir die zwölf Dutzend Eier im Lagerraum des Bootsverleihers vergessen hatten, merkten wir erst, als wir bereits seit Stunden auf dem Fluss waren.

Erste – und fast die einzigen – nautischen Probleme tauchten auf dem Lake Laberge ca. 20 km nach Whitehorse auf: Es begann zu regnen, die Sicht wurde miserabel, und die Strömung des Yukon löste sich im See auf, und damit die Richtungsvorgabe. Kurz gesagt, wir hatten keine Ahnung, wo es weiter ging, und unsere beiden flachen Alukähne trieben eine Zeit lang orientierungslos herum, bis einer von uns anhand von Karte und Kompass den Ausgang fand. Apropos Wetter: Wirklich eisfrei ist der Yukon von Juni bis Mitte September, bis dahin ist mit gefährlichem Grundeis zu rechnen. Wetterwechsel sind buchstäblich an der Tagesordnung: Wenn im Juli oder August die Sonne scheint, wird es plötzlich sehr heiß, wenn es dagegen regnet, kann es sehr, sehr ungemütlich werden.

Uferböschung am Yukon River
Uferböschung am Yukon River

„Yukon“ heißt übrigens in der Sprache der Athabaskan-Indianer „Großer Fluss“, und mit seinen fast 3200 km Länge verdient er diesen Namen völlig zu Recht. Für das erste Camp fanden wir eine ausgedehnte Sandbank. Durch die noch ungewohnten Aufgaben, wie Ausladen, Zeltaufbau im Regen, Essenzubereitung (Zwiebelsalat, keine Eier!) waren alle so beschäftigt, dass uns der Wendigo zum Glück erst wieder einfiel als wir sicher im Schlafsack lagen!

Erstaunlich, wie schnell sich auch unter ungewohnten Bedingungen Routine einstellt. Schon am nächsten Tag hatten wir das Gefühl, schon seit Wochen auf dem Fluss unterwegs zu sein! Das Ausschau halten nach einem geeigneten Lagerplatz, sobald die – kurze – Dämmerung anstand, Zelt aufbauen, Feuer machen und Holz suchen, die Lebensmittel bärensicher verstauen, all dies ging uns schnell in Fleisch und Blut über. Dennoch kann man nicht sagen, dass ein Tag wie der andere war: Im Gegenteil, jede Biegung des Flusses brachte neue Perspektiven, jeder Lagerplatz war ein neues Highlight. Wie schön, wenn der Zeltaufbau einmal nicht notwendig war, wenn wir – wie in Fort Selkirk – in einer längst verlassenen Trapperhütte übernachten konnten. Im Erste-Hilfe-Kasten an der Wand standen noch Arzneimittel aus den Dreißiger Jahren!

Eines Morgens, das Flussufer lag im Nebel, kam eine aus unserer Gruppe von der Morgentoilette zurück und meinte, sie habe Ihren Mann gebückt am Flussufer stehen sehen. Aber der war im Lager, und auch sonst fehlte niemand! Später fanden wir an der beschriebenen Stelle an einem Baum die Haare eines Schwarzbären…

Yukon River Nebel über dem Flussufer
Nebel und Nebelschwaden an den Flussufern des Yukon River treten häufig auf

Oder die Sache mit dem Fischfang: Der Lachsfang ist allen, außer den am Fluss ansässigen Indianern streng verboten. Andere Fische dagegen dürfen geangelt werden, z.B. der Grayling, eine äschenart. Der 15-Jährige hatte bereits fünf Graylings gefangen und neben sich am Ufer aufgereiht, als er aus dem Augenwinkel sah, wie einer davon verschwand. Ein Otter hatte ihn geklaut und verschwand in Windeseile mit seiner Beute! Apropos Indianer: Die kleinen Dörfer erkennt man im Gehölz erst an der leuchtend roten Farbe, die den auf Gestellen trocknenden Lachs verraten. Von den Bewohnern bekommt man so gut wie keinen zu Gesicht.

Die „Five-Finger-Rapids“ waren in Reisebeschreibungen als gefährliche, nur mit viel Geschick zu bewältigende Stromschnelle beschrieben worden. Der Name stammt von fünf Felsen, die quer über das Flussbett verteilt die Strömung schneiden. Allerdings stellten sie sich – zum Glück – doch als recht harmlos heraus, seit der Flusslauf durch einen Staudamm reguliert wird.

Es war irgendwie eine Enttäuschung, als nach zwölf Tagen auf dem Fluss hinter einer Biegung die ersten Häuser von Dawson City auftauchten, und damit so etwas wie Zivilisation nach uns griff. Eine Zivilisation allerdings, die noch sehr nach Wildem Westen aussah mit ihren falschen Hausfassaden und verwitterten Goldgräberhütten. Doch das ist eine andere Geschichte…

Karte unserer Kanutour auf dem Yukon River

Der Beitrag Yukon River Flusstour erschien zuerst auf USA-Info.net.

]]>
https://www.usa-info.net/usa-reisen/yukon-river-flusstour/feed/ 0
Appalachian Trail – Ein Erfahrungsbericht https://www.usa-info.net/usa-reisen/appalachian-trail/ https://www.usa-info.net/usa-reisen/appalachian-trail/#comments Sat, 30 Jun 2018 15:50:59 +0000 https://www.usa-info.net/?p=475 appalachian-trail-pochuck-creek

Der Appalachian Trail ist mit etwa 3440 km einer der längsten Fernwanderwege der Welt. Insgesamt zieht sich der Weg durch 14 Staaten. Die vom Trail durchquerten Appalachen zählen zu den ältesten Gebirgen der Erde und weisen Höhen von bis zu 2037 m auf (Mount Mitchell). Der Weg an sich hat keinen historischen Ursprung wie etwa der […]

Der Beitrag Appalachian Trail – Ein Erfahrungsbericht erschien zuerst auf USA-Info.net.

]]>
appalachian-trail-pochuck-creek

Der Appalachian Trail ist mit etwa 3440 km einer der längsten Fernwanderwege der WeltInsgesamt zieht sich der Weg durch 14 Staaten. Die vom Trail durchquerten Appalachen zählen zu den ältesten Gebirgen der Erde und weisen Höhen von bis zu 2037 m auf (Mount Mitchell).

Der Weg an sich hat keinen historischen Ursprung wie etwa der Pony Trail, Klondike Trail oder alte Indianerpfade, sondern geht auf einen 1921 veröffentlichen Artikel von Benton MacKaye zurück: An Appalachian Trail: A Project in Regional Planning.

Durch den Ankauf von rund 70 Metern Land beiderseits des Weges befindet sich fast der gesamte Weg in öffentlicher Hand. Er gehört zu den National Scenic Trails und wird durch den National Park Service in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen verwaltet.

Um den gesamten Appalachian Trail „abzulaufen“ benötigt man je nach Kondition und körperlicher Verfassung ungefähr 4- 6 Monate. Viele Weitwanderer – die „Thru-Hiker“ – starten ihre Tour Ende März bis April am Mount Katahdin in Maine.

Der Appalachian Trail hat zwar keine extrem schwierigen Stellen die bezwungen werden müssten, aber er ist in der Summe seiner Eigenschaften und in Anbetracht seiner Länge natürlich eine sehr große Herausforderung. Der gesamte Weg ist mit senkrechten weißen Markierungen (ca. 5cm x 15cm) an Bäumen und Felsen gekennzeichnet. Ein Verlaufen ist praktisch unmöglich.

Appalachian Trail – Alle Etappen

Appalachian Trail – Etappe 1

  • Länge: 105 km
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll

Auf den insgesamt 281 Meilen in Maine sind rund 30.000 Höhenmeter zu bewältigen. So kommt es, dass auch erfahrene Wanderer oft nicht viel mehr als zwei Kilometer in der Stunde schaffen. Hinzu kommt, dass man den Rucksack mit einer größeren Menge an Vorräten beladen muss, denn die Möglichkeiten zur Beschaffung von Nachschub sind sehr rar! Außerdem muss man auf Wetterkapriolen gefaßt sein, plötzliche Kälteeinbrüche sind nicht selten.

Appalachian Trail – Etappe 2

  • Länge: 99,5 km
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll

Gulf Hagas Mountain ist einer von vier aufeinanderfolgenden Bergen die dem Wanderer erwartet.

Gulf Hagas Mountain, West Peak, Hay Mountain und White Cap Mountain . Der Weg ist steil und schroff. Diese Berge sind die letzten Anstiege des AT vor dem nördlichen Ende des Pfades, am Mount Katahdin.

Gulf Hagas ist eine landschaftlich reizvolle natürliche Umgebung mit Wasserfällen entlang der West Branch der Pleasant River im Norden Piscataquis County. Die Gegend, gehört zu einem National Park durch den der Appalachian Trail führt.

Mit knapp 100 Kilometern ist sie auch nur unwesentlich kürzer. In der Nähe der Ortschaft Monson wird der Highway Nr. 6 in ost-westlicher Richtung überquert.

Appalachian Trail – Etappe 3

  • Länge: 154 km
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll

Mount Bigelow ist ein langer Bergrücken mit mehreren Gipfeln. Er ist einer der höchsten Gipfel Maines.

Der Berg ist nach Major Timothy Bigelow benannt, der 1775 auf den zerklüfteten Gipfel stieg. Major Bigelow war ein Oberst der Benedict Arnold ’s, der vier Divisionskommandeuren während der Invasion im Jahr 1775 von Kanada.

Der höchste Gipfel ist Bigelow Mountain West Peak, bei 4.145 Fuß (1.263 m). Zu Nebengipfeln gehören Avery Peak (Myron H. Avery Peak) bei 4.088 Fuß (1.246 m), die Hörner auf 3.805 Fuß (1.160 m), Cranberry Peak bei 3.194 Fuß (974 m) und Little Mountain Bigelow bei etwa 3.070 Fuß (936 m ).

Bigelow Mountain ist Teil der Rangeley Stratton-Bergkette, zu der auch Sugarloaf Mountain, Crocker Mountain, Saddleback Mountain, Mount Abraham, Mount Redington und andere Berge gehören.

Der Appalachian Trail überquert Bigelow Mountain.

Wir durchqueren südlich des Flagstaff-Sees das Bigelow Naturschutzgebiet, passieren den Rangeley Lake und den Mooselockmeguntic Lake weit im Süden und gelangen in die Nähe des Grafton Notch State Parks.

Appalachian Trail – Etappe 4

  • Länge: 120 km
  • Schwierigkeit: Normal

Mount Adams, Höhe 5.774 Fuß (1.760 m) über dem Meeresspiegel , ist nach Mt. Washington der zweithöchste Berg in New Hampshire und der höchste Gipfel im Nordosten der Vereinigten Staaten. Mount Adams wurde benannt nach John Adams, dem zweiten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Im Norden und Osten liegt Mount Madison und im Süden und Westen Mount Jefferson.

Der Appalachian Trail durchquert die Region auf dem „Gulfside Trail“.

Vorbei am Old Speck Mountain (1.271 m) und am Mahoosuc Public Reserved Land führt der Wanderweg über die Staatsgrenze nach New Hampshire. Wir bewegen uns nun überwiegend in Tälern, wobei allerdings auch auf diesem Abschnitt beachtliche Höhenunterschiede zu bewältigen sind, allerdings mit deutlich weniger Kletterei.

Appalachian Trail – Etappe 5

  • Länge: 171 km
  • Schwierigkeit: Normal

Diese relativ lange Etappe führt Sie durch das Gebiet des White Mountains National Forest, einem großartigen Wandergebiet, das man auch unabhängig vom AT besuchen kann.

Allein auf den 117 Meilen durch die White Mountains sind rund 30.000 Höhenmeter zu bewältigen.

Appalachian Trail – Etappe 6

  • Länge: 135 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir wandern nun in nord-südlicher Richtung, in etwa parallel zum Highway 7, und erreichen schließlich den Green Mountain National Park in Vermont.

Etwa Mitte der 1980er Jahre begann die Erschließung der Thundering Falls, ein Wasserfall, der seit 2005 auch für Rollstuhlfahrer zugänglich ist.

Appalachian Trail – Etappe 7

  • Länge: 115 km
  • Schwierigkeit: Normal

Dieser Abschnitt führt von Vermont nach Massachusetts, dessen Hauptstadt Boston weit im Westen passiert wird.

In North Adams oder Pittsfeld können die Vorräte ergänzt werden. Dieser Teil von Massachusetts wurde erst sehr spät von westlichen Einwanderern besiedelt.

Appalachian Trail – Etappe 8

  • Länge: 106 km
  • Schwierigkeit: Normal

Dieser Abschnitt des Appalachian Trails verläuft je zur Hälfte in Massachusetts und in Connecticut. Er führt durch den Beartown State Forest und den East Mountain State Forrest und am Rande des Mt. Washington State Forest vorbei, bevor er die Staatsgrenze nach Connecticut überquert. Dort – etwa in der Mitte der Wegstrecke in diesem Staat – kommen wir durch den Housatonic State Forest, um in der Region des Macedonia Brook State Park sein Etappenziel zu erreichen. Möglichkeiten, den Proviant auf zu frischen, gibt es in Great Barrington, MA, in Salisbury, CT und in Kent, CT.

Appalachian Trail – Etappe 9

  • Länge: 83 km
  • Schwierigkeit: Normal

Von Connecticut geht es nun in den Staat New York, dessen landschaftliche Schönheit und Ursprünglichkeit in teilweise krassem Gegensatz zu New York City steht.

Das Highlight dieser Strecke ist der Clarence Fahnestock Memorial State Park, ein Juwel für Outdoor-Enthusiasten. Hier gibt es jede Menge Angebote für Camper, Angler, Vogelbeobachtung oder sogar für die Jagd. Im Winter gibt es präparierte Langlaufpisten und Schneeschuhstrecken. Am Strand des Canopus Sees läßt es sich wunderbar picknicken, der See lädt zu Bootstouren ein.

Appalachian Trail – Etappe 10

  • Länge: 53 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir bewegen uns im Norden von New York City und überqueren den Hudson River bei Fort Montgomery. Durch den Bear Mountain State Park und den Palisades Interstate Park, vorbei am Lake Tiorati wandern wir durch den Nordteil von New Jersey, den Garden State.

Den Mombasha Lake lassen wir im Norden liegen, und die Etappe endet am Greenwood Lake. In dieser Region reich an kleinen Seen finden sich immer wieder Möglichkeiten, um über einen Abstecher zur nächsten Siedlung neue Vorräte einzukaufen.

Appalachian Trail – Etappe 11

  • Länge: 88 km
  • Schwierigkeit: Normal

Im Norden von Pennsylvania durchqueren wir zunächst ein relativ besiedeltes Gebiet, bevor wir die Reise in südwestlicher Richtung fortsetzen.

Besondere Highlights sind der Wawayanda State Park und vor allem das Wallkill River National Wildlife Refuge, welches sich vor allem die Bewahrung der biologischen Vielfalt auf die Fahnen geschrieben hat. Weitere Etappen sind der High Point State Park, der Stokes State Forest und die Bear Swamp Wildlife Management Area.

Appalachian Trail – Etappe 12

  • Länge: 88 km
  • Schwierigkeit: Normal

Dieser Abschnitt des Appalachian Trails folgt einer in west-, südwestlicher Richtung verlaufenden Bodenfalte im Grenzbereich zwischen New Jersey und Pennsylvania.

Dieser Streckenabschnitt bietet keine großen Auf- oder Abstiege, sondern bewegt sich überwiegend auf der gleichen Höhe. Wir passieren einige kleinere Seen und queren die Interstate Nr. 80 beim Delaware Water Gap. Das Etappenziel liegt bei Danielsville in der Blue Mountain Ski Area.

Appalachian Trail – Etappe 13

  • Länge: 60 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir folgen weiter der talartigen Bodenfalte in südwestlicher Richtung und gelangen schließlich nach Hamburg – nicht in Norddeutschland, sondern in Pennsylvania. Auf diese Abschnitt unserer Wanderung finden sich zahlreiche Gelegenheiten für Abstecher in besiedeltes Gebiet. Links und rechts des langen Grabens liegen zahlreiche Kleinstädte und Dörfer. Nahe beim Etappenziel Hamburg, PA, liegt ein Berks County Park, ein Erholungsgebiet mit der Möglichkeit, die Tierwelt zu beobachten.

Appalachian Trail – Etappe 14

  • Länge: 115 km
  • Schwierigkeit: Normal

Dieser Abschnitt des Appalachian Trail verläuft durch den Nordwesten von Pennsylvania und endet nördlich von Harrisburg. Die Etappe folgt weiter dem in nordöstlich-südwestlicher Richtung verlaufenden Graben. Es gibt nur wenige Ortschaften am Streckenverlauf, etwa in der Mitte liegt Brookside, und der Abschnitt endet bei Duncannon. Er berührt eine Reihe von „Pennsylvania State Game Lands“, Areale, die für die Jagd vorgesehen sind. Hier sollte man insbesondere während der Jagdsaison besondere Vorsicht walten lassen.

Appalachian Trail – Etappe 15

  • Länge: 105 km
  • Schwierigkeit: Normal

Dieser gut 100 km lange Abschnitt verläuft durch teilweise dichter besiedelte Regionen, um dann westlich von Dillsburg wieder in weitgehend unberührte Waldareale einzutauchen.

Im ersten – nördlichen – Teil ist Gelegenheit, die Vorräte zu ergänzen. Es bieten sich eine Reihe von Ortschaften zum Einkaufen an: Carlisle, Mechanicsburg, Dillsburg, Schlusser oder Harrisburg, die Hauptstadt von PA mit knapp 50.000 Einwohnern. Danach wandern wir wieder durch lichte Wälder, in denen allerdings gejagt werden darf. Also auch hier: Vorsicht!

Appalachian Trail – Etappe 16

  • Länge: 80 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir wechseln abermals über eine Staatsgrenze: Dieses Mal von Pennsylvania nach MarylandMaryland wurde nach der englischen Königin Henrietta Maria benannt, der Ehefrau Karls I. Die Besiedlung begann im Jahre 1634 durch katholische Einwanderer. Unter den britischen Kolonien in der Neuen Welt war Maryland die einzige katholische. Die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland, die in den 1760er Jahren durch die Geometer Dixon und Mason festgelegt wurde, gilt zugleich auch als die Grenze zwischen den Nord- und den Südstaaten, die im Amerikanischen Bürgerkrieg so bedeutsam wurde. Auf einem von Maryland abgetrennten Distrikt liegt die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, Washington D.C.

Appalachian Trail – Etappe 17

  • Länge: 58 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir sind definitiv in den Südstaaten angekommen. Unser Weg führt uns fast genau nach Süden, durch eine herrliche, teilweise grandiose Landschaft. Unser Startpunkt Brunswick in Virginia, ist einer der zahllosen gleichnamigen Orte weltweit, die auf das deutsche Braunschweig zurück gehen.

Appalachian Trail – Etappe 18

  • Länge: 76 km
  • Schwierigkeit: Normal

Dieser Streckenabschnitt führt fast ausschließlich durch Naturschutzgebiet. Der Shenandoah-Nationalpark umfasst etwa 800 Quadratkilometer der Blue Ridge Mountains. Er ist ein schmaler Streifen, von dichten Wäldern durchzogen. Zahlreiche Flüsse und Wasserfälle säumen den Weg.

Appalachian Trail – Etappe 19

  • Länge: 89 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir bleiben weiter im Shenendoah National Park. Die Landschaft ist abwechslungsreich und voller schöner Ausblicke. Neben dem Schwarzbären, dem Oppussum und dem Waschbären ist hier auch der Rotluchs, ein Verwandter unseres Luchses, heimisch. Es gibt mehr als 200 Vogelarten, davon bleiben etwa 30 auch den Winter über im Park.

Appalachian Trail – Etappe 20

  • Länge: 89 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir wechseln auf diesem Abschnitt des Appalachian Trail vom Shenedoah National Park zum Great Smoky Mountains National Park. Dieser Teil der Appalachen wird Blue Ridge Mountains genannt. Der Mount Mitchell ist mit 2037 m die höchste Erhebung Nordamerikas östlich des Mississippi.

Ursprünglich war das Gebiet, das heute den Great Smoky Mountains National Park bildet, Siedlungsgebiet der Cherokee-Indianer, denen jedoch ab 1830 zum großen Teil andere Siedlungsgebiete zugewiesen wurde. Dieser Akt der Vertreibung ist in Amerika unter dem Namen „Trail of Tears“ bekannt. Allerdings leben auch heute noch einige Nachkommen im südlichen Teil des Parks. Die weißen Siedler bemächtigten sich des Holzreichtums der Gegend, was beinahe zum vollständigen Kahlschlag führte.

Appalachian Trail – Etappe 21

  • Länge: 78 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir bleiben weiter in der Region der Great Smoky Mountains.

Appalachian Trail – Etappe 22

  • Länge: 83 km
  • Schwierigkeit: Normal

Diese Etappe führt uns vom Jefferson National Forest nach Roanake.

Appalachian Trail – Etappe 23

  • Länge: 85 km
  • Schwierigkeit: Normal

Der George Washington und der Jefferson National Forest zusammen bilden die größte Fläche öffentlich zugänglichen Landes in den Oststaaten der USA. Jede vorstellbare Outdoor-Aktivität wird angeboten, vom Wandern über Mountainbiking, Reiten, Angeln und Camping bis hin zur Beobachtung von Falken und anderen Vogelarten.

Appalachian Trail – Etappe 24

  • Länge: 99 km
  • Schwierigkeit: Normal

Wir folgen dem Blue Grass Trail in Virginia.