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USA - Boston-Spezial USA

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USA

Boston - Reiseführer

Boston ist eine der bekanntesten und attraktivsten Städte in Neuengland und den gesamten USA. Man kann durchaus sagen, dass man Boston kennen sollte, um Amerika zu kennen. Die Stadt wirkt in vielerlei Hinsicht faszinierend. Sie ist seit jeher ein Ort, wo verschiedenen Kulturen zusammenkommen. Die ersten Einwanderer waren puritanische Engländer, es folgten Iren, Italiener, Polen, Russen und Deutsche.

Sie alle hielten mehr oder weniger an ihren Traditionen und Kulturen fest und assimilieren sich bis heute hier etwas langsamer als an anderen Orten Amerikas. Boston ist sicher eine der europäischsten Städte des Kontinents. Traditionell sind die Irischstämmigen sehr kennzeichnend für die Traditionen der Stadt. Der St. Patricks Day ist auch hier ein großes Fest und dann steht die Stadt ganz im Zeichen des Kleeblatts.

Die Commonwealth Avenue zählt zu den wohlhabenden Gegenden in Boston

Besonders im Stadtteil South End hatten die Iren ihren Schwerpunkt. North End dagegen wirkte in der Vergangenheit eher wie Little Italy. Italienische Bäckereien und Restaurants findet man auch heute hier noch, genauso wie Pubs in anderen Stadtteilen Bostons. Trotzdem hat sich etwas getan in der Stadt, denn in den letzten Jahren kamen viele Einwanderer aus Lateinamerika, besonders aus Brasilien und der Karibik.

Boston ist damit kosmopolitisch und ein Ort der Historie zugleich.

 

Boston Tea Party

Kein anderes Ereignis hat die Stadt so berühmt gemacht, wie die Boston Tea Party. Am 16. Dezember 1773 wollten die Bostoner Bürger sich gegen die britischen Kolonialmacht auflehnen. Das britische Parlament hatte eine Erhöhung einiger Steuer beschlossen und damit das Missfallen der Kolonisten in Nordamerika erregt. Der Slogan "no taxation without reprensentation" machte die Runde. Die Amerikaner wollten ihre Dinge mehr und mehr selbst in die Hand nehmen. Als Indianer verkleidete Aufständische drangen in den Hafen von Boston ein und versenkten die Teeladung von drei Schiffen der britischen East India Trading Company ins Hafenbecken.

England war empört und man hatte sogar vor Boston als Strafaktion zu zerstören. Soweit kam es dann aber nicht, allerdings wurde der Hafen geschlossen. Die Freiheiten der Kolonien wurden beschränkt, besonders die von Massachusetts. Letztendlich führten die bewegenden Ereignisse ab 1775 zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg der USA und zu deren Unabhängigkeit 1776.

Damit wurde Boston zu einem der historisch wichtigsten Stätten der USA. Und noch heute kann man diese Geschichte quasi hautnah bei einem Stadtbummel in Bostons kompakter Innenstadt erleben. Wer den  gut begehbaren 4 km langen Freedom Trail (markiert durch einen roten Strich auf dem Bürgersteig) abläuft, startet am ältesten Stadtpark des Landes, dem Boston Common und geht bis Charlestown. Der Besucher begegnet 16 ausgezeichneten geschichtlichen Stätten aus dieser Zeit und steht irgendwann auch vor dem Old State House, dem Ort wo ein John Adams die Unabhängigkeitserklärung verkündete.

 

Die Stadt Heute

Aber auch heute setzt die Stadt Boston moderne Akzente. Die kosmopolitische Stadt ist eine der wohlhabendsten und kulturelle reichsten Städte des Landes. Ein Nebeneffekt ist, dass die Immobilienpreise und Lebenshaltungskosten ebenfalls spitze sind. Die Symphony Hall beherbergt das international bekannte Boston Symphony Orchestra. Mit die angesehenste Universität der USA ist Harvard in Cambridge, einem Vorort von Boston. Weltweit bekannt sind auch die Forschungsergebnisse der MIT (Massachusetts Institute of Technology). Mit 32 Hochschulen ist die Stadt ein absoluter Bildungsschwerpunkt und eine junge Studentenstadt.

Wirtschaftlich ist die Region auch im IT-Bereich und in der Biotechnologie erfolgreich. Außerdem werden viele Zonen der Stadt neu gestaltet und revitalisiert (wie etwa die Waterfront). Traditionell ist Boston  auch eine Stadt mit dem Schwerpunkt Finanzdienstleistungen wie Banken, Versicherungen und Real Estate. Der internationale Flughafen Logan International Airport ist der größte in Neuengland. Das gute S- und U-Bahnnetz und die Busslinien ermöglichen eine gute Erkundung auch des Umlands von Boston. Mit der eisenbahn bestehen gute Verbindungen nach Washington D.C. und New York.

Als größte Stadt Neuenglands und Hauptstadt von Massachusetts kommen ihr auch andere, z.B. politische Aufgaben zu. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Museen, Galerien und breitem gastronomischem Angebot bietet Boston daher unglaublich viel an Kultur und amerikanischer Lebensart. Neben zahlreichen Parks, wo man auch Luft tanken kann, ist man außerdem schnell an der Küste von Massachusetts und Neuenglands. Dort gibt es Wäldern, Seen und Steilküsten. Wer im Herbst die Stadt besucht, sollte die Reise mit einer Tour durch die weitere Neuenglandstaaten wie Vermont, New Hampshire oder Maine verbinden. In Letzterem befindet sich auch der beliebte Acadia-Nationalpark in Maine. Man kann auch einen Abstecher nach Kanada machen.

Lassen Sie sich auf diese Stadt ein, Boston wird Ihnen sicher einen interessanten Aufenthalt bieten!

 

Klima - schneereiche Winter und warme Sommer

Das Klima von Boston kann als gemäßigt bezeichnet werden. Boston liegt immerhin auf dem gleichen Breitengrad wie Norditalien. Die Sommer sind aber moderat, jedoch sind die Tage im Juli und August oft schwül. Abends kann dagegen vom Atlantik auch eine kühlende Brise wehen.

Neuengland selbst hat relative große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesstaaten. Am mildesten sind die Staaten Connecticut und Rhode Island, sowie der südliche Küstenbereich von Massachusetts (mit Cape Cod). Was generell für die Ostküste der USA zutrifft, sind die vielen Sonnenstunden auch im Winter. Auch wenn es einmal im Winter kalt ist, scheint sehr viel die Sonne, was einen großen Unterschied zu den langen, grauen Wintern in Europas Norden ausmacht!

Vermont und New Hampshire haben schneereiche Winter und einige hübsche Wintersportorte, die man auch gut von Boston aus besuchen kann. Boston liegt relativ zentral und eignet sich das ganze Jahr über für den Start und Endpunkt eine Reise durch die Neuenglandstaaten und New York.

Die Winter sind an der Ostküste Nordamerikas kälter als im milderen Westen und der Pazifikküste. Daher kann es in dieser Jahreszeit auch in Boston viel Schnee geben. Die Temperaturen können dann auch wochenlang deutlich unter 0 °C liegen. Natürlich hat die Stadt auch bei diesem Wetter ihren Charme. Besonders auch die Vorweihnachtszeit ist ähnlich wie in New York eine schöne Zeit, die Metropole mit ihrer besonderen Atmosphäre zu erleben.

Optimale Temperaturen um Boston zu Fuß zu erkunden dürften meist die Frühlings- und Herbstmonate aufweisen. Im Frühjahr und in den frühen Sommertagen kann es auch schon einmal nebelig werden. Wenn in den Stadtparks dann die ersten Bäume Blüten tragen und die Natur erwacht, erstrahlen die vielen schönen Seiten Bostons noch schöner.

Im Herbst kann man zudem dann auch die Reise mit einer Rundreise durch ganz Neuengland verbinden, um den einmaligen Indian Summer zu erleben. Leuchtend gefärbte Laubwälder sind in der Region dann beeindruckend und der Fall Foliage of New England ist auch für US-Amerikaner immer ein Grund in die Wiege der Nation zu reisen. Allerdings sind die Preise für Übernachtungen dann auch die höchsten!

Hin und wieder kann die Stadt zwar auch von Hurrikanen oder deren Ausläufern erfasst werden, dies ist aber im Vergleich zu den weiter südlichen Teilen im Osten der USA eher selten. Außerdem sind die Stürme, wenn sie von Land eindringen, schon abgeschwächter als zum Beispiel in Florida oder North Carolina.

 

Einwanderer

Wie der ganze Kontinent ist auch Boston eine Stadt der Einwanderer. Das Besondere an Boston war lange Zeit, dass die Stadt allerdings von einer Gruppe dominiert wurde, die in anderen Städten der USA nur selten so stark vertreten ist, nämlich den Iren.

Die ersten Einwanderer waren zwar Puritaner aus England, aber schon bald wurde die Stadt regelrecht überflutet von Einwanderungswellen aus Irland. Bedingt durch Armut und Hungernöte war Amerika für die Menschen von der grünen Insel als Neustart zu einem besseren Leben attraktiv. Allerdings funktionierte der Traum von Glück und Wohlstand nur selten, denn auch die neue Welt war ein hartes Geschäft.

Die Iren, meist katholisch hatten es zunächst unter den protestantischen Engländern besonders schwer Anerkennung zu finden. Traurige Höhepunkte waren Schilder an Geschäften mit der Aufschrift "Irish need not apply". Bis heute reichen noch die Vorurteile zwischen den Irischstämmigen und den Boston Brahmins, der englischstämmigen einstigen Herscherkaste. Ein Film, der die harte und triste Situation der damaligen Zeit ganz gut darstellt ist übrigens der Film "In einem fernen Land" mit Tom Cruise und Nicole Kidman (USA 1992).

Spätestens mit der Wahl von James Michael Curley zum Bürgermeister (und später zum Gouverneur von Massachusetts) und seiner Amtszeit (1914-1934 mit zwei Unterbrechungen) wurden die Iren als stärkste Kraft wahrgenommen. Auch William Michael Bulger, ebenfalls irischstämmig, war u.a. ehemaliger Präsident des Senats von Massachusetts und galt lange als mächtigster Politiker Bostons.

Nicht aus Zufall ist der St. Patrick´s Day ein aus Irland impotierter Feiertag, bei dem es in der stadt hoch hergeht. Bei dieser lauten Party feiert ganz Boston in Grün und Kleeblätter, Parade und das "politische Frühstück" sind typisch für die irische Seite Bostons. Dies kommt besonders in South End (Southie) zum Ausdruck. Hier gibt es außerdem viele Pubs und noch heute wandern je nach wirtschaftlicher Situation noch Iren ein. Zumindest auf Zeit.

Soviel zur Irish Connection, allerdings gibt es auch stark italienisch gesprägte Seiten Bostons. Besonders North End war lange stark italienisch dominiert und noch heute sind fast die Hälfte der Einwohner (früher fast 95%) hier italienischer Abstammung. Die meisten kamen zwischen 1876 und 1976, als in dem heutigen Urlaubsland Italien eine regelrechte Auswanderungswelle in andere europäische Staaten aber auch Amerika stattfand. Auch für die Italiener war die Anpassung an die neue Stadt, die schlechten Arbeitsbedingungen und das Klima nicht leicht. Obwohl Italien wirtschaftlich und politisch nicht attraktiv war, gingen viele wieder zurück in den Mittelmeerstaat.

Viele bleiben aber auch und noch heute gibt es u.a. exzellente italienische Restaurants und Bäckereien in Boston. Neben diesen Gruppen wanderten natürlich auch andere Völker in der Stadt ein. Polen, Russen, Deutsche, Frankokanadier und osteuropäische Juden. In den letzten Jahrzehnten kommen auch mehr und mehr Zuwanderer aus Lateinamerika (viele Brasilianer), Karibik und auch Asien. Diese geben der Stadt noch mehr kosmopolitisches Antlitz.

Wer sich für die Welt intererssiert, wird jedenfalls in Boston auf engstem Raum viel entdecken. Obwohl die Stadt selbst nicht sonderlich groß ist (ca. 600.000 Einwohner), hat sie daneben überdurchschnittlich viele Studenten als Einwohner. Dadurch wirkt die Stadt ebenfalls dynamisch und jung.

Ein Tipp: Lernen Sie Englisch in Boston oder anderen Teilen der USA sowie England und machen Sie eine Sprachreise.

 

Sportcity Boston

Boston und Sport gehört sicherlich zusammen, denn die Stadt ist Heimstätte einiger besonders erfolgreicher Sportmannschaften. Deswegen trägt die Stadt auch den Spitznamen "City of Champions". Da wären zunächst einmal natürlich die beliebte Baseballmannschaft Boston Red Sox, die in der Eastern Division der American League spielt. Sie hat nicht nur in der Stadt viele treue Anhänger, sondern in ganz Neuengland und den USA. Daher nennt man sie auch gerne "Red Sox Nation".

Der Verein wurde bereits 1901 gegründet, seine Vereinfarben sind Rot, Weiß und Grau. Das Logo  mit dem stilisierten "B" werden Sie sicherlich öfters in Boston sehen! Der Verein gewann schon mehrfach die World Series, zuletzt 2004 und 2007. Daneben etliche American League Titel und Divisions Titel.

Aber auch im Basketball ist Boston mit den Boston Celtics sehr erfolgreich. Sie sind sogar mit 17 Titelgewinnen die erfolgreichste Mannschaft der NBA. Auch sie sind in den ganzen USA beleibt und haben eine riesige Fangemeinde. Sie spielen in der Eastern Conference, Atlantic Division.

Ganz in der Nähe von Boston liegt Foxborough (32 km im Südwesten), wo die New England Patriots (1960-1970 Boston Patriots) oder kurz die Pats ihren Sitz haben. Diese American-Football Mannschaft ist ebenfalls sehr erfolgreich und spielt in der NFL (Eastern Division). Sie wurden Super Bowl Sieger 2001, 2003 und 2004. In Foxboborough hat auch in Marineblau und Rot spielende Fußball-Verein New England Revolution seinen Sitz. Der Verein war Gründungsteam der Major League Soccer.

Die Boston Bruins vertreten die Stadt in der NHL. Die Eishockeymannschaft wurde 1924 gegründet und spielt in der Northeast Division. Zuletzt gewann man den Stanley Cup 1971/72 und spielt zurzeit eher im Mittelfeld mit. Die Vereinsfarben sind Schwarz, Gold und Weiß. Die Boston Cannons sind noch erwähnenswert, als das Lacrosse-Team der Stadt.

Eines der ältesten Sportereignisse weltweit daneben ist der Boston Marathon, der seit 1897 alljährlich ausgerichtet wird.

 

Spitznamen von Boston

In den USA ist es üblich, dass Bundesstaaten und Städte Spitznamen (Nicknames) erhalten. Diese sagen meistens ganz gut aus, wo genau die Spezialität der Stadt oder Region liegt. Oft nimmt man sich auch gerne selbst auf die Schippe. Massachusetts nennt man aufgrund seiner Lage an der Atlantikbucht z.B. den "Bay State" also den Staat an der Bucht.

Einige typische und sehr schöne sind u.a.:

America´s Walking City (seine kompakte Innenstadt läßt sich gut zu Fuß erkunden, untypisch für Amerika)

City of Champions (durch sportliche Erfolge der Boston Red Sox im Baseball, der New England Pariots im American Football und der Boston Celtics im Basketball)

The Athens of America (um die Bedeutung für die USA hervorzuheben wird der Vergleich zum antiken Athen gezogen)

The City on a Hill (einst war Boston auf drei Hügeln erbaut)

The Cradle of Liberty (die Weige der Freiheit als Start des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges)

The Hub of the Universe

The Old towne (eine der ältesten Städte der USA)

The Puritan City (um das puritanische Erbe hervorzuheben)

 

Partnerstädte

Boston hat zahlreiche internationale Partnerstädte und ist außerhalb dieser auch über die vielen Universitäten im Umland gut mit der ganzen Welt vernetzt. Durch so bekannte Universitäten wie Harvard ergibt sich dies fast ganz von selbst, aber die Menschen in Boston bemühen sich auch ihre Kontakte in Welt zu pflegen.

Insbesondere auch die Verbindungen nach Europa sind den Neuengländern wichtig, denn hier ist der europäischste Teil der gesamten USA.

Trotzdem war die erste Partnerstadt eine in Asien: 1959 wurde die erste Partnerschaft mit Kyoto in Japan begründet. Es folgten weitere Städte rund um den Globus: 1960 Straßburg (Frankreich), 1980 Barcelona in Spanien, 1982 Hangzhou in der VR China, 1983 Padua (Italien), 1985 Melbourne im Bundesstaat Victoria (Australien).

Mit Sekondi-Takoradi hat Boston eine Partnerschaft und deckt damit Ghana in Afrika ab. Die drittgrösste Stadt des Landes liegt genauso wie Boston Ozean.

1996 nahm Boston dann eine Städtepartnerschaft mit der Hauptstadt von Taiwan (Republik China), Taipei auf. 2001 mit Sekondi-Takoradi in Ghana. Weniger formelle Beziehungen bestehen außerdem zu drei weiteren Städten, nämlich Haifa in Israel und Valladolid in Spanien. Viele Menschen in Boston sind italienischen Ursprungs und so ist es nur logisch, dass es auch eine Partnerstadt in Italien gibt, nämlich Padua in der Provinz Venetien.

Außerdem pflegt man Beziehungen zu Boston in Großbritannien (Grafschaft Lincolnshire). Damit bestärkt die Stadt Boston den kosmopolitischen Hintergrund durch verschiedene kommunale Projekte und Partnerschaften. Wer Boston besucht wird Menschen aus allen Teilen der Erde hier antreffen.

Die Metropole im Zentrum Neuenglands gilt als attraktive Stadt zum Leben und Urlaub machen. Das hat sich auf der ganzen Welt herumgesprochen, nicht nur in den Partnerstädten und vernetzten Bildungseinrichtungen. Als Rechts- und Finanzzentrum ergeben sich für Boston auch Verbindungen in andere Städte, Metropolen und Regionen in den USA.

Als beliebte Event- und Konferenzstadt zieht Boston ebenfalls dazu noch Besucherinnen und Besucher - nahezu das ganze Jahr über - an!

 

Boston im Film

Die USA sind in der westlichen Welt der Filmproduzent Nr. 1. Durch die Nähe zu Hollywood ist natürlich Los Angeles immer ein beliebter Dreh- und Handlungsort. Ähnlich wie San Francisco und das kanadische Vancouver.

An der Ostküste ist New York natürlich der Drehschauplatz für zahlreiche Filme und Serien. Etwas im Schatten von Big Apple aber trotzdem sehr begehrt ist die Metropole Neuenglands, denn auch Boston ist nicht selten Filmkulisse in der Vergangenheit gewesen.

Bekannte Serien sind interessanterweise oft Anwaltsserien wie Ally McBeal (unter anderem mit Calista Flockhart) und Boston Legal. Insbesondere in den letzten Jahren. Dies hängt natürlich auch mit der Realität zusammen, denn Boston ist Sitz zahlreiche Anwaltskanzleien in den USA.

Der Film "In einem fernen Land" von 1992 mit Tom Cruise und Nicole Kidman spielt ebenfalls zum Teil in Boston. Logisch, denn hier wird die Geschichte von englisch-irischen Auswanderern in die USA geschildert und da kommt man an der irischsten Stadt der USA, Boston nicht vorbei. Überhaupt spiegelt der Film einiges dieser Zeit wider und wer sich für die Stadt interessiert, sollte sich diesen durchaus vorher einmal anschauen.

Die Einwanderer aus Irland und Italien, die direkt in Boston blieben hatten kein einfaches Leben und bis heute kann man die Traditionen der Menschen aus ihren Herkunftsländern hier entdecken. Wer sich mit den Einheimischen in Boston unterhält, wird sicherlich so manche Familienanekdote zu hören bekommen und kann viel erfahren über das frühere Boston.

Auch Jugendserien wie Sabrina - Total verhext (Sabrina The Teenage Witch) spielen in Boston und dem Umland von Massachusetts. Im weitesten Sinnen baut dies natürlich auch auf die Zeit der Hexenverfolgungen und -prozesse in Neuengland auf.

Departed - Unter Feinden (vier Oskars) spielt ebenfalls in Boston und ist ein Kinofilm aus 2006 mit Jack Nicholson, Leonardo DiCaprio und Matt Damon. Bekannt dürfte auch der zweifache Oskargewinner Good Will Hunting sein, u.a. mit Ben Affleck, Matt Damon, Robin Williams und Minnie Driver. Bekannt sind auch Mystic River und natürlich Gone Baby Gone.

Diese Aufzählung ist natürlich nicht abschließend. Boston bietet durch seine historische Innenstadt und sein Umland immer wieder ideale Voraussetzungen für einen Dreh. Das Filme und Movies hier einen besonderen Stellenwert haben, merkt man übrigens auch an dem jährlich stattfindenden Boston Film Festival. Wer durch Boston streift, wird ähnlich wie in San Francisco schnell einen Ort finden, der einem irgendwie bekannt vorkommt.

Dies wird dann vermutlich mit einem Filmerlebnis zusammenhängen.

 

Neuengland - von allem etwas

Neuengland gilt im allgemeinen als die Wiege der USA, denn hier war neben Virginia die erste Besiedlung Nordamerikas. Außerdem begann hier beginnend mit der Boston Tea Party der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien. Dies ist die europäischste Gegend der Vereinigten Staaten und sie ist besonders beliebt als Urlaubsregion im Fall Foliage, wenn sich die Wälder in den unterschiedlichsten Farben präsentieren.

Die Region liegt im Nordosten der USA und umfasst die Bundesstaaten Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont. Auch wenn alle diese Bundesstaaten unter dem Sammelbegriff Neuengland geführt werden, sind sie dennoch relativ verschieden. Maine ist sehr dünn besiedelt und ist bekannt für seinen exzellenten Hummer und die vielen Wälder und Seen.

Neuengland ist in den USA ein beliebtes Reiseziel vor allem in den Monaten September und Oktober, wenn sich die Wälder leuchtend gelb-rot färben ("Fall foliage" oder hierzulande besser bekannt als "Indian Summer"). Dann reisen viele US-Amerikaner in diese Gegend - wer übrigens in Deutschland ein solches Schauspiel erleben möchte, der sollte im Herbst einmal den Rursee besuchen, auch hier gibt es pittoreske Dörfer und weite Wälder (mehr hierzu in unserem Nordeifel-Portal).

 

Von Maine bis Connecticut

Die Landschaft erinnert an Europa, am ehesten mit Skandinavien und Schottland zu vergleichen. Außerhalb der größeren Städte wie Portland, Bangor und die Hauptstadt Augusta gibt es fast menschenleere Gebiete. Maine ist ebenfalls berühmt durch Stephen King, dessen Bücher oft hier spielen und der auch selbst aus Portland stammt. Vermont dagegen ist einer der untypischsten US-Bundesstaaten und geht gerne eigene Wege.

Der kleine Staat gilt als ausgesprochen liberal, obwohl er eher ländlich geprägt ist. Mit Texas verbindet ihn, dass er genauso wie dieser US-Staat eine kurzfristige Unabhängigkeit (von Jahre 1777) hatte, ehe er 1791 Teil der USA wurde. Die Menschen hier gelten als robust und Naturorientiert. Der Nachbarstaat New Hampshire ist genauso wie Vermont bekannt für seine herrlichen Landschaften, wenn diese auch etwas anders aussehen.

Vermont hat wunderschöne Dörfer mit kleinen Kirchen zu bieten, ansonsten weites Farmland. New Hampshire ist dagegen stark bewaldet und hat bei Portsmouth Zugang zum Atlantik. In beiden kann man auch Wintersport machen. New Hampshire ist auch bekannt für den Mount Washington, der mit 1.917 m Höhe der höchste Berg im Nordosten der USA ist.

Klimatisch am mildesten sind die Staaten Connecticut und Rhode Island. Sie sind sehr ozeanisch geprägt und hier gibt es herrliche Küstenwanderwege und kleine und größere Städte und Segelhäfen. Rhode Island ist der Kleinste der 50 US-Bundesstaaten, aber hat besonders viele historische Sehenswürdigkeiten und besonders Newport ist mit den vielen Herrenhäusern und Villen ein Ausflug ins elegante Amerika.

Connecticut ist in seinem westlichen Teil schon stark mit New York City verbunden und viele Menschen haben in Big Apple ihren Arbeitsplatz. Trotzdem sollte man die landschaftlich Schönheiten von Connecticut nicht unterschätzen, denn auch hier kann man in Seen oder im Meer baden oder eine Kanutour über Flüsse machen. Massachusetts hat von allem etwas. Es ist der zentrale Neuenglandstaat und blickt zurück auf die Vergangenheit der Pilgrim Fathers und ersten Siedler.

Die Berkshires (Berkshire Mountains) dagegen sind voller landschaftlicher Schönheiten mit Wäldern und viel Ruhe und kleinen Dörfern, wo die Welt noch in Ordnung ist. Besonders bekannt ist der Küstenbereich von Massachusetts, wo man mit den Stränden bei Cape Cod wunderschöne Tage am Atlantik verbringen kann.

 

Metropole Boston als Zentrum

Boston ist die größte Stadt Neuenglands und hat auch den größten Flughafen. Politisch gilt Neuengland als liberal und eher demokratisch orientiert. Die Region ist bürgerlich-kleinstädtisch geprägt und steht damit im Gegensatz zu den Südstaaten der USA.

Hier ist die eigentlich Heimat der Yankees. Exzellente, elitäre Bildungseinrichtungen wie Harvard und Yale sind ebenfalls typisch. Außerdem wird Vermont und die anderen Staaten wegen ihrer landschaftlichen Schönheit gerne von New Yorkern als Feriendomizil genutzt. Maine ist besonders bekannt durch den Acadia-Nationalpark, der besonders im Indian Summer (von den US-Amerikanern als Fall Foliage bezeichnet) herrliche Farben hervorbringt.

 

Massachusetts - von den Puritanern geprägt

Der Bundesstaat Massachusetts ist ein Bundesstaat der USA und Teil von Neuengland. Er ist etwas kleiner als Belgien und hat ca. 6,5 Millionen Einwohner. Sein höchster Punkt ist der Mount Greylock (Berkshire County) mit 1.066 m Höhe. Massachusetts hat die meisten Einwohner aller Neuenglandstaaten und mit Boston auch die größte Stadt in der Region.

Es grenzt an Vermont, New Hampshire, New York, Connecticut und Rhode Island. Politisch gilt es als demokratisch und ist die Heimat der Politiker-Dynastie der Kennedys. Wirtschaftlich ist Massachusetts einer der stärksten Staaten der USA. Die Mentalität ist noch heute relativ stark von den puritanischen Wurzeln geprägt und war eine der ersten 13. Kolonien die sich gegen die Briten auflehnten und sich für unabhängig erklärten.

Man ist hier stolz auf die ersten Puritaner, die Mayflower und die Pilgrim Fathers. Hier ist eine der Wiegen der USA und in Boston begann mit der Boston Tea Party der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Die Geschichte der USA wird hier lebendig und in nur wenigen Regionen der Vereinigten Staaten findet man so viele geschichtliche Zeugnisse der amerikanischen Vergangenheit.

Die Lebensqualität in Massachusetts gilt als eine der höchsten in den USA, hier befinden sich außerdem hervorragende Bildungseinrichtungen von internationalem Ruf wie etwa die bekannte Harvard University. Allerdings ist das Leben hier auch relativ teuer und Boston hat seinen Preis bei Immobilien und Lebenshaltungskosten. Bei einem Urlaub wird man es kaum merken, aber bei dem Wunsch etwa hierhin auszuwandern, sollte das bedacht werden.

Massachusetts hat dafür aber auch fast alles: Strände, Städte, gemütliche Dörfer, eine der landesweiten Metropolen (natürlich Boston), Wälder, Seen und einen Europa relativ ähnlichen Lebensstil und Charakter. Hier ist das Leben noch stark von der "alten" Heimat der ersten amerikanischen Siedler geprägt. Stärker als im spanisch geprägten Südkalifornien oder Texas.

Stärkste Religion ist die katholische Kirche, ein Großteil seiner Bewohner sind irischer und italienischer Herkunft. Der Bundesstaat hat einige schöne landschaftliche Vorzüge, wie etwa das reizvolle Cape Cod, die Landzunge mit den schönen langen Sandstränden am Atlantik oder die Hügellandschaften in der Berkshire-Region in Richtung New York, wo man noch gemütliche Dörfer vorfindet.

 

Geschichtlich viel zu bieten

Boston ist eine der europäischsten Städte Amerikas und äußerst geschichtsträchtig. Die Gründung von Boston erfolgte am 17. September 1630 als John Winthrop, der erste Gouverneur der Massachusetts Bay Colony, der dortigen Siedlung den Namen Boston gab. Bereits einige Jahre vorher hatten sich nämlich bereits Puritaner aus England dort angesiedelt.

Namenspatin für die Stadt war eine gleichnamige Stadt in England (Grafschaft Lincolnshire). Typisch für die ersten Jahre waren die puritanischen Werte wie Fleiß, Bildung und Gottesfurcht. Die strenge puritanische Herkunft ist auch heute noch ein deutliches Merkmal der Region und Neuenglands.

Bereits 1635 wurde daher die erste Lateinschule und ein Jahr später die Universität von Harvard gegründet. Sie ist die älteste Universität der USA und bis heute sehr angesehen.

1660 wurde Mary Dyer, eine Quäkerin öffentlich hingerichtet.

Im März 1760 wütete ein großes Feuer in der Stadt und soll ca. 10% der Häuser Bostons vernichtet haben.

Berühmt wurde Boston durch die Boston Tea Party am 16. Dezember 1773. Hier startete, nach einer als ungerecht empfundenen Erhöhung der Teesteuer durch das britische Parlament, der Unabhängigkeitskrieg der Kolonien gegen das britische Mutterland, der zur Gründung der USA führte.

Auf dem Freedom Trail (ca. 4 km rot gepflastert) kann man in Boston 16 historische Stätten besuchen, u.a. das Massachusetts State House).

Nachdem die Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit erreichen konnten, stieg Boston zu einer der reichsten Handelshäfen der Welt auf. Es wurde zum Umschlagplatz für Rum, Salz, Tabak und Fischprodukte. Ab 1820 emigrierten, bedingt durch die Armut in Irland, mehr und mehr katholische Iren nach Boston.

Sie lösten die protestantischen, englischen Einwohner als stärkste Gruppe ab und prägten das Gesicht Bostons mehr als jede andere Gruppe. Dabei hatten es die Iren nicht einfach, denn sie waren nicht sonderlich angesehen bei den englischen Siedlern. Später erfolgte auch eine starke Einwanderung aus Italien. Noch heute ist Boston insbesondere geprägt von den Iren (St. Patrick´s Day, Pubs), aber auch  Italienern.

Auch wurde Boston neue Heimat von Deutschen, Frankokanadiern, Polen, Russen und osteuropäischer Juden. Mit der Einwanderung wuchs die Stadt, es gab zahlreiche Landgewinnungen entlang des Charles River und der Massachusetts Bay. Die Erdmassen, die hierfür eingesetzt wurden, stammten von den vormals dort stehenden Bergen. Heute noch findet man in Beacon Hill einige Steigungen und der Sitz des Gouverneurs von Massachusetts, State House, befindet sich auf einer solchen Erhebung.

Ein weiteres tragisches Jahr dagegen war 1872 als Boston vom größten Brand seiner Stadtgeschichte heimgesucht wurde. Am 15. Januar 1919 explodierte ein Melasse-Tank, seine Füllmasse ertränkte daraufhin 21 Personen in den Straßen der Stadt.

Da u.a. die Löhne in Boston recht hoch waren, wanderten besonders zwischen 1920-1940 viele Industrien ab. Man versuchte durch Stadtentwicklungsprogramme und Initiativen (Urban Renewal) dies auszugleichen und später nach dem Linkage-Prinzip die schwachen Gebiete der Kernstadt zu unterstützen.

Auch der zunehmende Autoverkehr machte Boston lange zu schaffen, zumal Bostons Innenstadt als eine der ältesten US-Städte recht dicht bebaut ist. Eine sechsspurige Stadtautobahn (Central Artery) durch die Innenstadt schaffte etwas Entlastung. 1982 – 2007 plante und baute man dann den Big Dig, der die Central Artery in einen Tunnel verlegte. Bei dem Projekt wurde auch der Charles River unterirdisch durchquert. Dies war eines der aufwendigsten Tiefbauprojekte der Erde.

In den 1970er Jahren gab es auch in Boston ein maßgebliches Wirtschaftswachstum. Insbesondere im Medizinbereich machte die Stadt auf sich aufmerksam und die Kliniken Massachusetts General Hospital, Beth Israel Deaconess Medical Center und Brigham and Women's Hospital wurden zu hoch angesehenen und innovativen medizinischen Zentren. Auch im wissenschaftlichen Bereich wurde Boston wieder ein wichtiger Standort in den USA. Es gab neue Einwanderungswellen, diesmal aus der Karibik, Südamerika (besonders Brasilien) und Asien.

Ab 2000 wurde die Bedeutung der Stadt insbesondere im intellektuellen und technologischen Sektor gesteigert. Im Bereich des Finanzsektors (Banken, Versicherungen, Immobilien) ist Boston weiterhin ein Schwerpunkt des ganzen Landes. Als Hauptstadt des dichtbesiedelten Neuenglandstaates Massachusetts hat sie ebenfalls eine wichtige Bedeutung für den Bundesstaat aber auch Neuengland insgesamt. Allerdings gilt Boston auch, insbesondere bei Immobilien als teure Stadt.

Besonders auch in den letzten Jahren setzt Boston deutlich auf eine hohe Lebensqualität und eine Revitalisierung brachgefallener Flächen (wie Arelas Fort Point Channel, Boston Exhibition und Convention Center, Hafenbereich, Rowes Wharf). Etwas Besonderes ist hierbei auch das größte zusammenhängende Revitalisierungsgebiet der USA im Charlestown Navy Yard.
 
 

Sehenswürdigkeiten

Boston hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Der Charme der Stadt liegt im Besonderen aus der Mischung von Europa und Amerika auf engstem Raum. Boston ist flächenmäßig keine große Stadt, sie kann relativ bequem zu Fuß erkundet werden.

Die Menschen fühlen sich in Boston dem alten Kontinent Europa noch eng verbunden. Dies gilt nicht nur für die Besserverdienenden und die Eliten. Die Sehenswürdigkeiten liegen zwischen dem italienisch dominierten North End und der Back Bay.

Historisch gesehen ist natürlich die Boston Tea Party das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Stadt. Gerade aus dieser Epoche findet man viele Relikte. Wer sich dafür interessiert, der ist im Old South Meeting House richtig, denn in der alten puritanischen Betstätte gibt es eine umfangreiche Ausstellung zu Amerikanischen Revolution u.a. mit alten Handschriften. Einen Besuch wert ist dann sicher auch das Boston Tea Party Ship & Museum. Dieses ist in der historischen Brigg (Nachbau) Beaver II untergebracht und erinnert dadurch in besonderer Weise an die Ereignisse von 1773. Boston liegt bekanntlich in Amerika und so gibt es natürlich auch eine kleine Show zum Thema mit zeitgenössischen Kostümen. Wem der Mitternachtsritt (warnte die Aufständischen vor den anrückenden Briten) von Paul Revere dem patriotischen Silberschmied etwas sagt, kann das Paul Revere House oder auch in der nicht fernen Paul Revere Mall sein Reiterstandbild besuchen.

Im Old State House von 1713 findet man ebenfalls Relikte und Bilder aus der Kolonial- und Revolutionszeit. Hier verlaß John Adams dann später auch die Unabhängigkeitserklärung. Aber es gibt noch mehr solcher historischen Stätten in Boston. Diese geht man am besten entlang des Freedom Trail ab. Er ist ca. 4 km lang und ermöglicht eine gute Orientierung (roter Streifen auf dem Pflaster). Er beginnt an Amerikas ältestem öffentlichem Park, dem Boston Common.

Hier finden das ganze Jahr über auch einige Events statt. Hier sieht man schon die goldene Kuppel des State House, dem Regierungssitz von Massachusetts. Diese ist auch immer ein guter Orientierungspunkt während des Cityrundgang. Nordwestlich hiervon befindet sich übrigens das teure und noble Viertel Beacon Hill mit seinen historischen Stadthäusern.

Sehenswerte Kirchen auf dem Trail sind die Park Street Church (mit dem historischen Friedhof Granary Burying Ground - dort sind einige Persönlichkeiten begraben), die Old North Church (älteste Kirche der Stadt) und die Trinity Church von 1877 im John Hancock Tower. Dieser umfasst 62 Stockwerke mit blaugrün schimmernder Glasfassade. Der Turm gilt als architektonisches Meisterwerk, leider wurde seine Aussichtsplattform geschlossen.

Eine gute Aussicht bietet auch der bekannte Prudential Center Tower, er bietet eine gute Sicht hinüber zur Back Bay, dem Charles River, Boston Common und dem Public Garden (mit idyllischem Teich auf dem die bekannten Swan Boats verkehren). Am Rande des Public Garden liegt das älteste Ritz-Carlton Hotel von Amerika (1927).

Wer sich für amerikanische Literatur interessiert, der wird sich im Globe Corner Book Store wohlfühlen, denn hier trafen sich u.a. einst Margret Fuller, Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau. Eine goldene Heuschrecke als Wetterfahne hat die Faneuil Hall, ein Backsteinbau der benannt wurde nach Peter Faneuil, ein sehr reicher Kaufmann vergangener Tage, der damals den Bau finanziell unterstütze. Hier ist immer etwas los und man kann durch Boutiquen schlendern und dazwischen allerhand Straßenmusikanten zuhören.

Ein bedeutendes Kunstmuseum ist das Museum of Fine Arts. Ausstellungsstücke aus Nubien, Ägypten und dem alten China sind zahlreich vorhanden. Daneben natürlich auch Werke der Neuzeit von Rembrandt, Gagauin, van Gogh, Munch, Rembrandt und Renoir. Kunstfreunde werden sich auch im Boston Athenæum wohl fühlen, denn hier gibt es viele Bilder amerikanischer Künstler zu bestaunen. Für diese Besucher ist auch das Isabella Stewart Gardner Museum sehenswert.

Mehr in die Wissenschaft geht das Museum of Science. Dieses international bekannte Museum bietet viele interaktive Möglichkeit Wissenschaft zu erleben. Lasershows u.v.m findet man im angeschlossenen Hayden Planetarium. Weiterhin angeschlossen sind ein IMAX-Kino, ein Schmetterlingsgarten und das Mugar Omni Theatre.

Viele Essensmöglichkeiten gibt es dagegen im nahen Quincy Market. Wer italienische Küche mag, wird aber sicherlich im Viertel North End einiges Kulinarisches genießen können. Auf dem Haymarket findet Freitag und Samstag ein riesiger Gemüsemarkt statt. Bekannte Straßen von Boston sind die Commonwealth Avenue, sowie die exklusive Newbury Street. Interessante und schrille Architektur findet man dagegen in der Copley Square. Wer etwas Old Boston entdecken will, sollte das Viertel Back Bay besuchen. Hier gibt es zahlreiche Herrenhäuser im viktorianischen Stil, sowie Flaniermeilen und Cafés. Die Straßen laufen entlang des Flußufers des Charles River, aus dem das Viertel durch Landgewinnung übrigens gewonnen wurde. 

Wer sich für Meerestiere interessiert, der wird im New England Aquarium fündig, denn hier leben Seelöwen, Pinguine und viele andere Tiere. Außerdem gibt es ein künstliches Riff mit unzähligen Fischarten und Schildkröten zu bestaunen. Die Stadt und das Umland bieten sich auch für Englisch Sprachreisen an.

 

Unterwegs auf dem Freedom Trail

Der Freedom Trail in Boston ist eine ideale Möglichkeit die historischen Stätten der Stadt kennenzulernen. Der Weg ist ca. 4 km lang und mit einem roten Strich auf dem Pflaster gekennzeichnet. Man kann sich also kaum verlaufen!

Insgesamt können 17. Sehenswürdigkeiten ergangen werden. Der Freedom Trail beginnt am Boston Common und führt dann durch die kompakte Innenstadt über den Charles River nach Charlestown und wird am Bunker Hill Monument beendet.

Die Sehenswürdigkeiten sind:

1. Boston Common (ältester öffentlicher Park der USA).

2. Massachusetts State House (Sitz des Gouverneurs des Bundesstaates Massachusetts.

3. Park Street Church (1809 erbaute Kirche, bekannt auch die hier gehaltene Rede von William Lloyd Garrisons gegen die Sklaverei).

4. Granary Burying Ground (Friedhof neben Park Street Church mit promintenten Verstorbenen.wie Samuel Adams).

5. King's Chapel (Unitarische Kirche).

6. King's Chapel Burying Ground (begraben hier u.a. Passagiere der Mayflower).

7. Statue Benjamin Franklins und Standort der ersten öffentlichen Schule der USA.

8. Old Corner Bookstore (erbaut 1718).

9. Old South Meeting House (u.a. Planungsort der Boston Tea Party).

10. Old State House (altes Rathaus von Boston).

11. Schauplatz des Massakers von Boston am Old State House.

12. Faneuil Hall sowie daneben der Quincy Market

13. Das Wohnhaus von Paul Revere (amerikanischen Nationalheld).

14. Old North Church (1723 erbaut, vom Turm der Kirche wurde am 18. April 1775 ein Signal gegeben, als Paul Revere seinen berühmten Mitternachtsritt).

15. Copp’s Hill Burial Ground (Friedhof auf einem Hügel über der Stadt. Ausgangspunkt der Briten bei der Schlacht von Bunker Hill.

16. USS Constitution (Fregatte von 1797, ältestew noch schwimmendew Kriegsschiff der Welt.

17. Das Bunker Hill Monument (Denkmal der wichtigen Schlacht zu Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges).