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US-Präsidenten USA

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USA

US-Präsidenten

Die USA haben neben ihrer föderalen Struktur auch eine typische präsidiale Republik als Staatsform gewählt. Dabei hat der US-Präsident (President of the United States of America) eine relativ starke Stellung und gilt zu Recht als mächtigstes Amt der Welt.

In Zeiten des Kalten Krieges zwischen Ost und West nannte man die US-Präsidenten auch gerne "Leader of the free world", also den Anführer der freuen Welt.

Der Präsident ist nach der Verfassung der USA vom 17. September 1787 (diese löste damals die Konföderationsartikel ab) sowohl Staats als auch Regierungschef des Landes. Außerdem ist der der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte.

us-präsidenten der letzten jahre

Die US-Präsidenten der vergangenen Jahrzehnte (von links: Bush sen., Obama, Bush jun., Clinton und Carter)

Gesetzgebung, Verwaltung und die Justiz sind in den USA wie bei fast allen westlichen Staaten voneinander getrennt (Gewaltenteilung) aber auch durch manche Institution miteinander verbunden. So ist eine gegenseitige Kontrolle (checks and balances) institutionalisiert.

 

Durch Wahlmänner aus den Bundesstaaten gewählt

Donald Trump ist seit dem 20. Januar 2017 der 45. US-Präsident der Vereingten Staaten von Amerika. Er ist in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit. Als Kandidat der Republikaner konnte er sich nach einem harten Wahlkampf (und für die meisten völlig überraschend) gegen die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, durchsetzen. Er hatte bei seinem Amtsantritt das höchte Alter in der Geschichte der US-Präsidenten, außerdem hatte der erfolgreiche Unternehmer vorher nie ein politisches Amt inne und auch keinen militärischen Rang.

Sein Vorgänger, der Demokrat Barack Obama (Präsident Nummer 44), war nicht nur der erste Afroamerikaner, sondern auch im US-Bundesstaat Hawaii geboren (und damit der Erste, der nicht auf dem amerikanischen Kontinent geboren wurde). Diese Fakten machten den Friedensnobelpreisträger in mancher Hinsicht zu einem eher untypischen Präsidenten der USA. Seine Wiederwahl 2012 bestätigte allerdings seine hohe Popularität.

Als US-Präsident genießt man weltweit eine starke Stellung und das Wort der USA hat Gewicht. Er wird nicht vom Kongress gewählt, sondern über ein kompliziertes System von Wahlmännern. Dem vorausgehend finden die Primaries (Vorwahlen) zur Bestimmung des Kandidaten einer Partei statt und die eigentlichen Wahlen durch das Volk.

Wichtigste Parteien sind die Demokratische (Wappentier Esel) und die Republikanische Partei (Wappentier Elefant). Die Wahlmänner werden je nach Bundesstaat aufgeteilt, wobei dies meist nach dem Prinzip "the winner takes it all" geschieht (Ausnahmen sind nur in den Bundesstaaten Maine und Nebraska möglich).

Der Präsident der USA wird immer für 4 Jahre gewählt (die Amtszeit beginnt und endet am 20. Januar). Er darf nur einmal wiedergewählt werden und residiert mit der "First Lady" und der Familie im Weißen Haus (White House) in Washington D.C. Sein Büro ist das Oval Office und befindet sich im westlichen Teil des Gebäudes. Angeredet wird der Präsident mit "The Honorable" oder als "Mr. President".

Vertreten wird er durch den Vizepräsidenten (dieser ist auch Vorsitzender des US-Senats), welcher auch das Amt bei Tod oder sonstigem Ausscheiden des Präsidenten vom Amt übernimmt. Es gibt einige formelle Voraussetzungen um US-Präsident zu werden, so muss man mindestens 35. Jahre alt sein und gebürtiger US-Amerikaner sein (ein Grundsatz der zum Beispiel dem gebürtigen Österreicher und Schauspieler Arnold Schwarzenegger, dem ehemaligen Gouverneur von Kalifornien, im Wege stand). 

 

Bekannte Vorgänger

Es gibt zahlreiche US-Präsidenten, die Geschichte schrieben. Der erste Präsident der USA war George Washington (1732-1799), er gilt als Vater der Nation. Ihm folgte John Adams (1735-1826) und darauf der erste Präsident der Demokraten, Thomas Jefferson (1743-1826).

Vielen Menschen weltweit bekannt sind die US-Präsidenten der letzten Jahrzehnte wie Jimmy Carter (Demokrat, 1977-1981), Ronald Reagan (Republikaner, 1981-1989), George Bush (Republikaner, 1989-1993), Bill Clinton (Demokrat, 1993-2001), George W. Bush (Republikaner, 2001-2009) und eben der jetzige Barack Obama.

Alle Präsidenten hatten ihren eigenen Regierungsstil und waren in den Medien immer präsent. Jimmy Carter galt als eher zögerlich, hatte allerdings dafür keine offene kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Ausland. Er gilt bis heute als geschickter Vermittler.

Der ehemalige Schauspieler Ronald Reagan gilt als engagierter Antikommunist, der sich jedoch auch 1986 mit dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow zum Gipfel auf Island traf. George Bush senior führte die USA in die Operation Desert Storm gegen den Irak zur Befreiung Kuwaits. 

Bill Clinton hat einige Erfolge aufzuweisen. Das Kyoto-Protokoll für den Klimaschutz wird unterzeichnet und die Staatsverschuldung gesenkt. Mit Kanada und Mexiko wird die NAFTA-Freihandelszone gegründet. Seine Politik wendet sich gegen Armut und Drogenmissbrauch, allerdings schadet im die Lewinsky-Affäre.

George W. Bush führt die USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World-Trade-Center in den Krieg gegen den Terror und in kriegerische Auseinandersetzungen mit den sogenannten Schurkenstaaten.